Badeanzug-Pflicht und Tiere auf dem Golfplatz: Die skurrilsten Regeln des Sports

Wenn Tiere mitspielen: Dass es im Golf zu tierischen Begegnungen kommt, ist keine Seltenheit. Doch Elefant Abu spielt im Woorayl Golf Club in Leongatha, südlich von Melbourne, sogar eine Partie mit Matt Pickersgill. Abspielen mit oder ohne Strafe ist hier die Frage. Foto: afp

Kassel. In vielen Sportregelwerken gibt es Kurioses zu lesen. Hier ist eine Auswahl besonders skurriler Sportregeln:

Golf: Wer einmal im ostafrikanischen Uganda ein paar Bälle schlagen will, kann von einer tierischen Regel profitieren. Wenn der Golfball in gefährlicher Nähe eines Krokodils oder Nilpferds zum Liegen kommt, dann darf ein neuer Ball aus sicherer Entfernung ohne Strafe abgespielt werden. Blöd ist nur, wenn der Golfball neben einem Löwen oder einem Elefanten landet.

Football: Seit 2004 ist es laut Regel 12.3.1 der Profi-Football-Liga NFL verboten, einen Touchdown exzessiv zu feiern. Wenn ein Team gegen diese Regel verstößt, gibt es einen Raumverlust von 15 Yards (entspricht etwa 13,7 Metern). Vorausgegangen war der Regel unter anderem dieser einprägsame Vorfall: 2002 zog Terrell Owens, Spieler der San Francisco 49ers, einen Stift aus der Socke. Damit unterschrieb er den Touchdown-Ball und gab ihn seinem Finanzberater. Die Strafe folgte auf dem Fuß: 17 300 Euro wegen „Verunstaltung des Balls“.

Snooker: Besonders höflich geht es bei diesem Billard-verwandten Sport zu. Laut Sektion 4,1a des offiziellen Regelwerks dürfen Schiedsrichter eine Verwarnung aussprechen oder die Partie sogar dem Gegner zusprechen, „sollte sich ein Spieler in irgendeiner Form nicht wie ein Gentleman verhalten“. Fehlt nur noch die typisch britische Teepause.

Beachvolleyball: Damit auch alle was zu gucken haben, heißt es im Regelwerk des internationalen Volleyball-Verbands: „Die Spielbekleidung besteht aus Shorts oder einem Badeanzug.“ Dabei steht allerdings nicht, ob für beide Geschlechter Wahlfreiheit hinsichtlich des knappen Kleidungsstücks besteht.

Eishockey: Auch hier geht’s um die Kleiderordnung. Das Eishockey-Regelwerk schreibt vor, dass ein Spieler mit einer Zwei-Minuten-Zeitstrafe bedacht wird, wenn er sich bei einem Kampf das Oberteil auszieht. Der Hintergrund zu Regel 46.13 ist, dass Rob Ray (Buffalo Sabres) Trikot und Schutzausrüstung bei einer Schlägerei auszog, um seinem Gegner den Angriff zu erschweren. Das Fazit: Vorteil Rob Ray, Sieg Nationale Hockey-Liga.

Taekwondo: „Abbruch wegen Überlegenheit“ gibt es in dieser Kampfsportart, um den Gegner nicht mehr als nötig zu demütigen. Sehr umsichtig. Auch beim Fußball könnte man über die Einführung eines solchen Paragrafen nachdenken. Man erinnere sich nur an das WM-Halbfinale 2014 zwischen Deutschland und Brasilien, das 7:1 ausging.

Jasmin Paul

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