Trainingsunfall

Sorge um schwer verletzte Bahnrad-Weltmeisterin Vogel

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Kristina Vogel ist beim Training in Cottbus schwer verunglückt. Foto: Peter Dejong/AP

Cottbus - Auch Stunden nach dem heftigen Trainingsunfall von Bahnrad-Olympiasiegerin Kristina Vogel ist weiterhin unklar, wie schwer die 27-Jährige an der Wirbelsäule verletzt wurde. In der Nacht drangen keine neuen Informationen zu ihrem Gesundheitszustand an die Öffentlichkeit.

Die Not-Operation in Berlin nach dem schweren Trainingsunfall in Cottbus sei gut verlaufen, teilte der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) am Mittwoch mit. Vogel werde weiterhin intensivmedizinisch betreut. Ihr Manager Jörg Werner sagte der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf den Gesundheitszustand: „Im Moment ist tätsächlich nicht zu sagen, wo die Reise hingeht.“

Nach Schilderung des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) war die Erfurterin auf der Rennbahn in Cottbus mit einem Radsportler bei hohem Tempo zusammengestoßen. Danach stürzte sie auf die Betonbahn. Mit Brüchen sei die 27-Jährige zunächst in ein Cottbusser Krankenhaus gebracht worden, hieß es. Später wurde sie in ein Berliner Unfallkrankenhaus geflogen, wo die elfmalige Weltmeisterin laut ihrem Manager die ganze Nacht operiert werden sollte. Nach Informationen von Bild.de bestand keine Lebensgefahr.

"Was für ein Schock"

Zahlreiche Sportstars aus dem In- und Ausland reagierten entsetzt auf die Kunde von Vogels Trainingsunfall. "Was für ein Schock!", schrieb Rodel-Olympiasieger Felix Loch bei Twitter. "Wir denken an dich und drücken fest die Daumen! Du schaffst das!!" Auch die Radrennfahrer John Degenkolb und Marcel Kittel sowie Rennrodlerin Dajana Eitberger schickten Genesungswünsche an Vogel. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow schrieb: "Gute Besserung und möglichst wenig Schmerzen! In der Ruhe liegt die Kraft! Jetzt erstmal nur an die Genesung denken! (...) Wir drücken ganz fest die Daumen liebe Kristina.

Schon 2009 hatte Vogel bei einem Unfall so schwere Verletzungen erlitten, dass sie anschließend um ihre Karriere bangen musste. Doch drei Jahre später feierte sie bei den Olympischen Spielen in London mit Miriam Welte den Gewinn der Goldmedaille im Teamsprint. Bei den Spielen 2016 in Rio de Janeiro holte sie als erste Deutsche olympisches Gold im Sprint und mit Welte erneut Bronze.

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