Voll motiviert zur EM

Schröder zurück im Nationalteam: "Die Hymne zu hören, ist ein gutes Gefühl"

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Dennis Schröder.

Dennis Schröder kehrt nach seiner Auszeit in die deutsche Basketball-Nationalmannschaft zurück. Bei der EM soll er das Team im Sommer anführen.

Braunschweig - An seine Rückkehr in die deutsche Basketball-Nationalmannschaft knüpft Dennis Schröder nur eine Bedingung. "Ich will, dass mich alle respektieren", sagte der NBA-Profi der Atlanta Hawks. Sollte das der Fall sein, ist der 23-Jährige nach einer zweijährigen Pause im Sommer wieder gewillt, die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes (DBB) zu führen.

Bei der EM in Finnland, Israel, Rumänien und der Türkei (31. August bis 17. September) hat sich Schröder mit dem Team von Bundestrainer Chris Fleming jedenfalls viel vorgenommen. "Wir haben eine gute Chance, etwas zu erreichen und nicht wie 2015 gleich in der Gruppenphase auszuscheiden", sagte der Aufbauspieler am Montag bei einer Pressekonferenz in seiner Heimatstadt Braunschweig.

Seinen bislang letzten Auftritt im DBB-Dress hatte der Point Guard beim enttäuschenden Aus während der EM 2015 an der Seite von Superstar Dirk Nowitzki in Berlin. 2016 musste er wegen Verpflichtungen in Atlanta auf die Teilnahme an der EM-Qualifikation verzichten. "Das war meine erste Saison als Starter, jeder hat das deswegen verstanden", sagte Schröder.

In den kommenden Monaten will er wieder für das Land seines Vaters auf dem Parkett stehen. "Ich spiele im Sommer, damit ich das deutsche Feeling habe. Die Hymne zu hören, ist ein gutes Gefühl. Ich habe sie lange nicht gehört, und es wird langsam wieder Zeit", sagte Schröder.

Konkurrenzlos auf seiner Position

Mit seinen Hawks schied Schröder in der ersten Playoff-Runde der NBA zuletzt gegen die Washington Wizzards (2:4) aus, anschließend bekam er von den Trainern eine einmonatige Erholungspause verordnet. Am 5. Juni geht es nun für drei bis vier Wochen zurück in die USA zum Training, anschließend wieder nach Braunschweig und dann zum Familien-Kurzurlaub nach Gambia, in die Heimat seiner Mutter.

Schon kurz darauf beginnt das Training mit dem Nationalteam, am 5. August geht es in Erfurt im ersten Länderspiel gegen Belgien. "Wenn ich fit bin, stehe ich für die Nationalmannschaft immer zur Verfügung, dann bin ich immer da", bekräftige Schröder. Das könne nur eine Verletzung verhindern - oder eben fehlende Wertschätzung.

Während andere Stars aus der stärksten Liga der Welt verreisen, steht Schröder auf dem Feld und verzichtet auf Urlaub. "Deswegen wünsche ich mir ein Gefühl von Respekt", sagte Schröder. Ganz uneigennützig sind seine Auftritte dann aber doch nicht, denn der Youngster gab offen zu: "Ich möchte meine Qualitäten als Anführer verbessern, dabei hilft die Nationalmannschaft."

Für seinen extravaganten Lebensstil mit goldenem Sportwagen, eigener Modelinie und allerlei Luxus wird Schröder gern kritisch beäugt. Allerdings: Sportlich kann dem 21-maligen Nationalspieler nicht nur in Deutschland niemand das Wasser reichen. Auf seiner Position ist der pfeilschnelle Guard völlig konkurrenzlos und ein Segen für die schwächelnde DBB-Auswahl.

Am Ende seiner Entwicklung sieht sich Schröder aber noch lange nicht: "Ich will mich weiter verbessern, dafür arbeite ich hart." Davon soll auch das Nationalteam profitieren. Bei den vergangenen beiden Europameisterschaften war jeweils in der Vorrunde Schluss. Das soll in Tel Aviv/Israel nicht wieder passieren und der Einzug in die Finalrunde nach Istanbul gelingen.

Lesen Sie auch: Schröder nach Playoff-Aus: „Im Sommer weiter an mir arbeiten“

sid

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