Laufen in den Bergen 

Alpenkulisse als Motivation: Kasseler läuft regelmäßig Bergmarathon 

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Jedes Jahr ein Bergmarathon: Der Kasseler Jörn Harland bei einem Lauf in den Alpen

Mit dem Jungfernmarathon in der Schweiz hat für Jörn Harland vor fünf Jahren alles begonnen. Das Laufen in den Bergen, immer eine Alm oder einen Gipfel als Ziel.

42,195 Kilometer durch die Natur, 1000 Höhenmeter oder mehr zu überwinden – das reizt. „2014 war ein magisches Jahr für mich, da habe ich Blut geleckt“, erinnert sich der 38-jährige Kasseler an sein Debüt in den Alpen. Und seitdem steht jedes Jahr ein Bergmarathon im Kalender von Harland, als Höhepunkt in der Saison. In Liechtenstein und im Harz beim Brocken-Marathon ist er bereits in den vergangenen Jahren gestartet.

Die Berge als Kulisse während des Laufens auf schweißtreibenden Strecken machen dabei viel aus für Harland. „Das gibt mir die Motivation und den Anstoß, mich bis ins Ziel zu kämpfen“, sagt der gebürtige Südhesse. Hinzu kommen immer wieder die schönen Ausblicke. „Auch wenn der Bergmarathon anstrengend ist, die Landschaft genieße ich trotzdem voll und ganz.“

Bewältigung der vielen Höhenmeter waren anfangs schwierig

Lange Jahre war Harland Mitglied im PSV Grün-Weiß Kassel, hat in jungen Jahren in seiner Heimat Gelnhausen mit der Leichtathletik begonnen. „Ich habe mich mal im Sprint, beim Hochsprung und sogar im Hindernislauf ausprobiert.“ Von der Bahn verschlug es Harland irgendwann auf die Straße zum Halbmarathon und schließlich zum Marathon. Und auch die Läufe in den Bergen nahm er in sein Repertoire auf. Sein letzter Wettkampf in der Höhe liegt noch gar nicht so lange zurück. Anfang Juli ging Harland beim Brixen-Marathon in den Dolomiten an den Start und war mit dem sechsten Platz bei den Männern sehr zufrieden. 2450 Höhenmeter waren es von der Stadt Brixen bis auf den Plosenberg.

Der extreme Höhenunterschied zu Kassel hat ihm dabei kaum Probleme beim Atmen bereitet. „Die Bewältigung der vielen Höhenmeter war schon eher schwierig für mich“, erklärt Harland.

Denn wenn er in der Region rund um Kassel trainiert, lassen sich immer nur 400 Höhenmeter in die Einheit einbauen. Um sich auf 1000 zu steigern, muss der Kasseler schon etwas improvisieren. „Im Training laufe ich dann oft einfach drei Mal zum Herkules hoch und wieder runter“, sagt Harland, der den Bergpark direkt vor der Haustür hat. Aber auch der Dörnberg gehört zu seinem Trainingsrevier. 110 Kilometer kommen für den Referendar an der Willy-Brandt-Schule pro Woche zusammen.

Weitere Leidenschaft ist das Bergsteigen

Für die Vorbereitung zum Brixen-Marathon nutzte Harland noch eine andere Trainingsmethode. „Ich habe mir im vorigen Jahr ein Rennrad gekauft und das Laufen durch Radfahren ergänzt.“ Bei seiner Streckenplanung hat er dann immer versucht, Berge einzubauen, ist auch mal auf Gras die Hügel hinaufgefahren. „Das hat mir die nötige Kraft in den Beinen gegeben“, resümiert er.

Neben dem Marathon hat Harland aber noch eine zweite Leidenschaft: das Bergsteigen. Und das verbindet er gern mit dem Laufen, auch auf Reisen.

Erst vergangene Woche kam er von seinem Urlaub aus Zentralasien nach Kassel zurück. In Kirgistan und Usbekistan war er nicht nur als Wanderer unterwegs, sondern lief auch verschiedene Trails. „Die Länder eignen sich wirklich gut dafür, und so verbinde ich meine beiden Leidenschaften miteinander.“

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