Basketball-Bundesliga Männer

102:91-Sieg in Braunschweig - BG Göttingen krallt sich die Löwen

Volle Dynamik: Göttingens Luke Nelson (am Ball) zieht gegen Braunschweigs Gavin Schilling zum Löwen-Korb.
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Volle Dynamik: Göttingens Luke Nelson (am Ball) zieht gegen Braunschweigs Gavin Schilling zum Löwen-Korb.

Zweiter Derby-Sieg für die BG Göttingen im Niedersachsen-Duell bei den Löwen Braunschweig: Die Veilchen gewannen 102:91 (51:44) und fuhren damit auch bereits ihren fünften Auswärtssieg in der Basketball-Bundesliga ein.

Braunschweig – Kurz vorm Spiel wurde das kleine Geheimnis gelüftet: Der BG-Spieler, der nicht eingesetzt werden konnte, war Marvin Omuvwie, er leidet an einer Schulterverletzung.

Machte der BG erstmal nichts aus. Aubrey Dawkins traf gleich den ersten Dreier, die Veilchen starteten selbstbewusst trotz der zweieinhalbwöchigen Spielpause. Schilling brachte Braunschweig 6:5 in Front, doch danach ging Göttingen wieder in Führung, die sie bis zum Ende des ersten Viertels nicht mehr abgab. Dumm aber, dass sich Nelson und Tai Odiase schon schnell zwei Fouls eingehandelt hatten. Trainer Moors brachte deshalb Kramer und Lomazs als Vertreter, die ihre Sache auch nicht schlecht machten.

Beim 19:12 war der Vorsprung der Gäste auf sieben Zähler angewachsen. Mit einem 25:19 ging’s in die erste Viertelpause.

Auch in der Folge blieb die BG noch vorn. Aber die Löwen bissen zurück, blieben auf Tuchfühlung. Beim 28:29 waren sie auf einen Punkt heran, beim 32:31 durch Karim Jallow dann erstmals vorn. Der Ex-BGer Benedikt Turudic sorgte fürs 34:31. Auszeit BG. Odiase drehte das Match wieder zugunsten des Moors-Teams, ehe Nelson per Dreier und Zweier fürs 40:34 der Göttinger sorgte. Auszeit Löwen. Half ihnen aber nur bedingt.

Denn die ging durch ein Drei-Punkt-Spiel von Harper Kamp und einen Dreier von Dawkins mit zehn Zähler nach vorn (46:36). Moors hatte inzwischen auch wieder Nelson und Odiase gebracht. James Robinson und Martin Peterka sorgten auf Löwen-Seite mit zwei Dreiern dafür, dass der Rückstand der Gastgeber in überschaubaren Grenzen blieb. Mit 6 verwandelten von 13 Dreiern hatte die BG eine gute Quote von jenseits des Perimeters, auch bei den Rebounds (20:15) lag sie zur Pause 51:44 vorn.

Knackig war der Auftakt der zweiten Hälfte: Schöner Alley-oop von Odiase auf Zuspiel von Nelson, Freier von Booker - 56:46-Führung. Aber leichtfertig verspielte die BG sie wieder. 9:0-Lauf von den Löwen, Moors unterbrach den Lauf per Auszeit. Die Folge? Turudic hämmerte den Ball per Dunk zum 57:56 rein. Mönninghoff konterte per Dreier zum 59:57, Nelson legte noch einen nach zum 62:57. Doch wieder verdaddelte die BG den Vorsprung. Wie es überhaupt Mitte des dritten Viertels hin und her ging in Sachen Führung. Mit dem vierten und fünften Dreier durch Mönninghoff und Dawkins zog die BG wieder auf 68:61 weg. Doch unentschieden 71:71 nach 30 Minuten.

Nichts für schwache Nerven das Schlussviertel. Braunschweig 79:73 vorn, doch ein weiterer Dreier von Mönninghoff brachte die BG erneut heran. Löwen-Coach Strobl kassierte ein Technisches Foul, Nelson glich aus zum 79:79. Dann wurde es merkwürdig: Lomazs kassierte zwei Fouls auf einmal, Jallow vergab beide Freiwürfe für die Löwen. Langsam setzte sich die BG in der Folge wieder ab, führte 88:83. Nelson musste mit dem fünften Foul raus, bei Braunschweig erwischte es Wank. Dawkins erhielt ein weiteres Foul, weil er zu lange am Ring hing - er wollte nur nicht auf Jallow fallen. Am Ende blieb die BG nervenstark und verwandelte ihre Freiwürfe.

Neben der guten Dreierquote (52 Prozent) gewann die BG auch das Rebound-Duell mit 35:26 und hatte auch bei den Assists (23:18) die Nase vorn.

BG: Booker 12/2 Dreier, Weidemann, Nelson 11/2, Vargas 2, Onwuegbuzie, Kramer 2, Lomazs 13, Mönninghoff 18/5, Kamp 10, Odiase 12, Dawkins 22/4.

Braunschweig: Wank 8/2, Watkins, Zeeb, van Slooten 7/1, Robinson 13/2, Göttsche, Peterka 3/1, Roosch, Velicka 19/3, Schilling 13, Jallow 20, Turudic 8. (Von Helmut Anschütz)

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