Basketball-Bundesliga Männer

103:79 in Vechta: Riesen-Schritt für BG Göttingen Richtung Rettung

Bei den Veilchen nach einigen schwächeren Spielen wieder aufgetaucht: BG-Spielmacher Deishuan Booker (links) manövriert Vechtas Tim Hasbargen (M.) und Jesse Hunt (re.) aus und zieht zum Rasta-Korb. Hinten Harper Kamp.
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Bei den Veilchen nach einigen schwächeren Spielen wieder aufgetaucht: BG-Spielmacher Deishuan Booker (links) manövriert Vechtas Tim Hasbargen (M.) und Jesse Hunt (re.) aus und zieht zum Rasta-Korb. Hinten Harper Kamp.

Die BG Göttingen hat einen Riesen-Schritt in Richtung Klassenerhalt in der Basketball-Bundesliga gemacht! Im Niedersachsen-Duell kamen die Veilchen zu einem Start-Ziel-Sieg beim SC Rasta Vechta, wo sie mit 103:79 (69:36) souverän gewannen.

Vechta/Göttingen – In der ersten Halbzeit zeigten die Göttinger die stärkste Leistung in dieser Saison und schenkten den Rastamännern die zweitmeisten BBL-Punkte in einer Halbzeit in dieser Saison ein.

Für die Mannschaft von Trainer Roel Moors war es bereits der sechste Auswärtssieg in dieser Saison. Zum endgültigen Klassenerhalt dürften jetzt noch ein oder zwei Siege fehlen. Durch den 24-Punkte-Vorsprung sicherten sich die BGer zudem auch noch den direkten Vergleich gegen Rasta, das das Hinspiel mit 102:90 in Göttingen gewonnen hatte.

Die Veilchen lagen im Rasta-Dome nie zurück, legten gleich mal einen 6:0-Start durch Vargas, Mönninghoff und Odiases Dunk vor, ehe Rasta-Kapitän Young per Dreier für die ersten Punkte der Gastgeber sorgte. Aber davon ließen sich die Gäste nicht beirren und trafen vor allem von jenseits der Dreierlinie nahezu traumwandlerisch sicher.

Nach dem 7:17-Rückstand nahm Vechta-Coach Thomas Päch die erste Auszeit, doch die Göttinger blieben stark, blieben konstant gut und bauten ihren Vorsprung auf 26:13 aus. Dann trat Deishuan Booker in Aktion! Der Pointguard, zuletzt nicht immer überzeugend, gelangen zum Ende des ersten Viertels zwei Vier-Punkt-Spiele (Dreier mit Foul) hintereinander zur 34:21-Führung der BG nach den ersten zehn Minuten.

Und zu Beginn des zweiten Durchgangs packte Booker (am Ende 23 Punkte) noch sein drittes Vier-Punkt-Spiel oben drauf zur 42:21-Führung der BG. Überhaupt lief es von jenseits des Perimeters weiter wie geschmiert. Zur Halbzeit hatten die Göttinger 14 von 18 Dreierversuchen getroffen – eine sensationelle 78-Prozent-Quote! Zudem 60 Prozent Zweier und 18:11-Rebounds – für Vechta, das diese Punkte im Abstiegskampf dringend gebraucht hätte, war die Messe schon zur Pause beim 36:69 gelesen. Nur Ludwigsburg erzielte 2018 mal mehr Punkte in der ersten Halbzeit (71 in Gießen). Bestimmt wurde das zweite Viertel auf BG-Seite von Aubrey Dawkins, der seine 14 Zähler in dieser Phase markierte.

Mit dem beruhigenden Vorsprung im Rücken ließen es die BGer nach dem Wechsel ruhiger angehen. Kapitän Vargas & Co. verwalteten die Führung, wahrten dabei den großen Vorsprung, obwohl die Dreier nun auch nicht mehr so oft fielen wie vor der Halbzeit. Nur Rihards Lomazs netzte noch einen weiteren zum 83:62 ein. Nach 30 Minuten lagen die Göttinger sicher mit 80:58 vorn und konnten beruhigt ins letzte Viertel gehen.

Erfreulich, dass auch Luke Nelson nach schwächeren Auftritten wieder zeigte, was er kann. Mit 17 Zählern war er nach Booker der zweitbeste Werfer. Bitter aber: 1:43 Minuten vor Schluss schied Vargas verletzt aus, er war mit dem rechten Sprunggelenk umgeknickt, musste in die Kabine. Die kleine Jubel-Arie nach dem 103:79-Sieg musste ohne den BG-Kapitän stattfinden.

Vechta: Peno 6, Hasbargen 16/davon 2 Dreier (9 Rebounds), Young 19/3, Sosa 5, J. Hundt 5/1, Rohwer (n.e.), Christen 5, Hunt 10/1 (8 Rebounds), Vorhees 6, Clifford 7 (5 Assists).

BG: Booker 23/3 (6 Assists), Weidemann, Nelson 17/3, Vargas 10/2, Onwuegbuzie (n.e.), Kramer (n.e.), Omuvwie, Lomazs 15/3 (6 Assists), Mönninghoff 6 (7 Rebounds), Kamp 12 (9 Rebounds), Odiase 6, Dawkins 14/4.  (haz/gsd)

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