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13-Punkte-Rückstand gedreht: BG Göttingen sticht wieder am Ende zu

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Endlich mal Freiwürfe versenkt: BG-Center Philipp Hartwich (links) steuerte zwei wichtige Freiwurf-Punkte zur 62:58-Führung bei und behauptet hier den Ball vor Frankfurts Jamel McLean.
Endlich mal Freiwürfe versenkt: BG-Center Philipp Hartwich (links) steuerte zwei wichtige Freiwurf-Punkte zur 62:58-Führung bei und behauptet hier den Ball vor Frankfurts Jamel McLean. © Imago/Jürgen Kessler

Dreimal verlor die BG Göttingen in der Crunch-Time - jetzt war sie zum zweiten Mal am Ende des Spiels das bessere Team.

Frankfurt/ Göttingen – Nein, bis zum Ende des dritten Viertels sah es nun gar nicht nach einem Sieg der BG Göttingen in der Basketball-Bundesliga bei den Skyliners Frankfurt aus. Denn die Hessen führten zu diesem Zeitpunkt mit 56:51. Da bedurfte es schon einer erheblichen Leistungssteigerung im letzten Viertel, so wie am vergangenen Sonntag gegen Chemnitz, um diese Partie am Ende doch noch mit 73:

65 (31:40) für sich zu entscheiden und damit weiter Boden im Kampf um die Playoffs gutzumachen.

Die 1103 Zuschauer – erlaubt waren 3000 – sahen nun wahrlich kein hochklassiges Match, in dem die Göttinger allein von der Tabellenkonstellation als Favorit in diese Begegnung gegangen waren. Fehlpässe, Ballverluste, schlechte Wurfsituationen bestimmten die ersten zehn Minuten allerdings mehr aufseiten der Gäste.

Ab der 15. Minute schien es, als hätten die Frankfurter sich durch die Disqualifikation (ein technisches plus ein unsportliches Foul) des bis dahin besten Spielers der Skyliners, Will Cherry, enorm geschwächt und die BG nun leichtes Spiel. Weit gefehlt! Vielmehr bauten die Hessen ihren Vorsprung von 25:24 bis zur Pause auf 40:31 und nach dem Seitenwechsel gar auf 13 Punkte (46:33/23. Minute) aus. Doch Ende des dritten Viertels kamen die Göttinger durch ihren Pointguard Harald Frey, der sieben Punkte in Folge erzielte, endlich „aus dem Quark“.

Unglaublich einmal mehr Topscorer Kamar Baldwin. Bis zur Crunchtime hatte er einen von fünf Dreiern getroffen. Doch in der entscheidenden Phase traf er seinen zweiten Dreier zum 67:61 und seinen dritten zum 72:63.

Keine Frage, so schwer hatte es sich das Team von Trainer Roel Moors sicherlich nicht bei den arg abstiegsbedrohten Frankfurtern vorgestellt. Doch wieder einmal rissen sich die Göttinger im letzten Viertel zusammen, trafen da auch die schwierigen Würfe und ließen in der Defensive kaum noch etwas zu. Die BG gestattete den Skyliners in der zweiten Halbzeit lediglich 25 Punkte.

„Wir mussten feststellen, dass jedes Spiel schwierig ist“, meinte Frey im Interview bei „Magentasport“. „Aber gute Teams finden einen Weg, noch zu gewinnen.“ Von den „Crunch-time“-Verlierern (in Bayreuth, Chemnitz, Ludwigsburg) scheint sich die BG zu einem „Comeback-Team“ gewandelt zu haben. „Sieht so aus“, strahlte Frey in die TV-Kamera. „Wir müssen aber am ersten und zweiten Viertel arbeiten.“

Ähnlich sah es auch Moors: „Es war ein sehr schwieriges Spiel. Wir haben gegen eine sehr intensive Frankfurter Mannschaft gespielt und hatten einige Schwierigkeiten. Über weite Strecken hatten wir einen schlechten Rhythmus, vor allem offensiv. Am Ende haben unser Charakter und unsere Intensität das Spiel für uns entschieden.“

Nun geht es am Samstag um 18 Uhr zuhause gegen Bayreuth – gegen einen durchaus schlagbaren Gegner. Die Bayreuther verloren am Mittwoch zuhause gegen den Abstiegskandidaten Gießen mit 89:95. Ist zu hoffen, dass BG-Spielmacher Frey, der leicht angeschlagen in Frankfurt ins Spiel ging, nicht ausfällt. Fehlen wird indes wie schon gegen die Skyliners Center Harper Kamp.  (wg/gsd)

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