Basketball-Bundesliga Männer

20 Punkte Vorsprung verspielt: BG Göttingen weiter die Heim-Schlaffis

Starke Leistung: Göttingens Nelson Weidemann (am Ball) geht gegen Frankfurts Matt Mobley zum gegnerischen Korb hoch. Links Frankfurts Quantez Robertson.
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Starke Leistung: Göttingens Nelson Weidemann (am Ball) geht gegen Frankfurts Matt Mobley zum gegnerischen Korb hoch. Links Frankfurts Quantez Robertson.

Das war ganz bitter! Die Männer der BG Göttingen haben es versäumt, im Kampf um den Klassenerhalt in der Basketball-Bundesliga einen „big point“ zu landen. Gegen die ebenfalls um den Klassenerhalt kämpfenden Skyliners aus Frankfurt verlor das Team von Trainer Roel Moors mit 89:93 (49:43).

Göttingen – Die „Heim-Schlaffis“ kassierten zuhause die siebte Pleite, verschenkten in der Tabelle den Sprung nach oben.

„Natürlich bin ich sehr enttäuscht. Man kann das nicht akzeptieren, was heute passiert ist“, rang Moors nach den richtigen Worten. Dabei sah seine Mannschaft bei einer zwischenzeitlichen Führung von 20 Punkten nach einem 10:0-Lauf (76:56) Ende des dritten Viertels wie der sichere Sieger aus. Was allerdings im letzten Viertel passierte, war kaum zu erklären. Dieses Viertel endete sage und schreibe mit 13:31. Das Hauptproblem sah der BG-Coach zum einen in der fehlenden Qualität und zum anderen in der Mentalität. „Wie kann es sein, dass Mobley 16 Punkte in diesem Viertel erzielt?“, fragte Moors zu Recht.

Dabei begann es gut für die Südniedersachsen, die durch Deshuan Booker mit 2:0 in Führung gingen, erstmals aber beim 7:8 in Rückstand gerieten und am Ende dieses Viertel mit 21:26 den Hessen überließen.

Ein 10:0-Lauf brachte die BG im zweiten Viertel wieder mit 31:29 in Front. In diesen zweiten zehn Minuten ließ Moors durchweg seine zweite Garde spielen. Und diese machte es richtig gut. Herausragend dabei Nelson Weidemann, der in diesem Viertel zwölf Punkte erzielte und maßgeblich beteiligt war an der 49:43-Halbzeitführung.

Im dritten Viertel brachen die Gäste ein. Die Göttinger bauten ihren Vorsprung kontinuierlich aus, erneut gelang ein 10:0-Lauf. Doch die Frankfurter konnten mit zwei erfolgreichen Drei-Punkt-Würfen bis zum Ende des dritten Viertels noch auf 62:76 verkürzen.

Das letzte Viertel läutete Göttingens Spielmacher Rihards Lomazs mit einem erfolgreichen Korbwurf zum 78:62 ein. Was allerdings in der Folgezeit geschah, trieb Moors die Zornesröte ins Gesicht. Mit einem 12:0-Lauf verkürzten die Frankfurter auf 74:78 und hatten sich damit wieder in Schlagweite zu den Veilchen gebracht. Die wiederum wehrten sich noch erfolgreich gegen die Führung der Skyliners. Als allerdings Mobley kurz vor Schluss bei seinem erfolgreichen Drei-Punkt-Wurf beim Stande von 89:86 für die BG noch gefoult wurde und einen zusätzlichen Freiwurf erhielt, hatten die Frankfurter bei einer dann 90:89-Führung das Momentum auf ihrer Seite. Mobley, der den Göttingern im Hinspiel schon 30 Punkte eingeschenkt hatte, erhöhte noch auf 92:89 – die Entscheidung.

„Es kann nicht sein, dass Frankfurt, das bisher im Schnitt nur 77 Punkte pro Spiel erzielt hat, 93 Punkte erzielt“, haderte Moors vor allem mit der schwachen Defensive seines Teams.  (Von Walter Gleitze/gsd)

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