Basketball-Bundesliga Männer

46:83-Pleite bei den Towers: Hamburg nordet die BG Göttingen ein

So sieht Enttäuschung aus: Kamar Baldwin von der BG Göttingen zieht sich das Trikot über das Gesicht.
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So sieht Enttäuschung aus: Kamar Baldwin von der BG Göttingen zieht sich das Trikot über das Gesicht.

Gebrauchter Sonntag für Basketball-Bundesligist BG Göttingen: Bei den Hamburg Towers endete die zuletzt starke Serie von vier Siegen in Folge mit einer deklassierenden 46:83 (30:42)-Niederlage.

Hamburg/Göttingen – Die Veilchen waren nur zu Beginn im Spiel – bis zum Schluss dominierten die Hamburger klar und entzauberten das Team von Trainer Roel Moors, das an der harten Defensive der Gastgeber abprallte, in der zweiten Halbzeit nur 16 Punkte erzielte.

Super-Start zunächst aber für die Veilchen: Kapitän Akeem Vargas und BBL-Topscorer Kamar Baldwin schenken den Towers gleich zwei Dreier ein und die Göttinger dominieren ganz klar die Anfangsphase, bis Philipp Hartwich einen Alley-oop-Dunk vollendet zum 13:9. Die erste Führung gelingt den Towers durch Homesley zum 14:13. Den Göttingern gelingt nun nicht mehr allzu viel, der erste „flow“ ist weg, sodass Hamburg nach zehn Minuten 23:19 führt. Jaylon Brown steuert dazu zehn Zähler bei.

Hamburg verteidigt clever, gestattet den Göttinger Punktesammlern Baldwin, Toolson und Brown wenig Entfaltungsmöglichkeiten. Das BG-Spiel stockt, dazu kommen etliche Fehlanspiele und vor allem schlechte, unpräzise Abschlüsse. So ziehen die Hamburger langsam, aber sicher davon. Mitte des zweiten Viertels liegen die Gastgeber mit zwölf Zählern (34:22) vorn. Nur kümmerliche drei Punkte bis dahin für die Veilchen im zweiten Viertel.

Auch die Stärke von der Dreier-Linie nehmen die Towers den BGern weg. Das Moors-Team tut sich so schwer wie lange nicht in den vergangenen vier Partien, die Angriffs-Maschinerie kommt nicht auf Touren.

Erst Toolson und Mathis Mönninghoff scoren kurz vor Ende der ersten Halbzeit zwei Dreier, halten die BG damit im Spiel. Doch es täuscht nicht darüber hinweg: Die Göttinger kommen in der Offensive nicht klar, scheitern an vielen ungenauen Aktionen. 52 Prozent Hamburger Treffer-Quote standen nur 28 bei der BG gegenüber.

Auch nach Wiederbeginn gelingt den Veilchen wenig bis nichts. Wieder legen die Towers einen 12:2-Lauf hin und sorgen somit für klare Verhältnisse. Bezeichnend: Bei einem Drive zum Korb misslingt Baldwin selbst ein vermeintlich einfacher Korb- leger – anschaulicher ist die Diskrepanz zwischen beiden Teams nicht darzustellen. Die bitterste Statistik: Die BGer schaffen im dritten Viertel ganz dünne vier(!) Punkte, Hamburg stellt 24 dagegen. Nur Alba Berlin erzielte 2004 mal noch weniger Punkte in einem Viertel: Lediglich drei gegen Bamberg.

Nichts geht beim Moors-Team! Es wurde von den Hamburgern krass auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.

Der Rest im letzten Viertel? Kaum noch der Rede wert. Die Towers spulten ihre Pflichtprogramm runter, der BG misslang auch die „Ergebnis-Kosmetik“. „Hamburg hat das gut gemacht“, lobte Mönninghoff den Gegner. „Die zweite Halbzeit war von uns eine Katastrophe.“

BG-Coach Moors: „Wir haben sehr weit unter unserem Niveau gespielt. Es war nur ein Team in der Halle und ein Tag, an dem bei uns nichts ging.“  (haz/gsd)

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