Basketball-Bundesliga Männer

500. Punkt: Kamp macht Tochter glücklich, aber Klatsche für BG Göttingen in Ulm

Mit sechs Punkten in Ulm realisierte Harper Kamp ein kleines Jubiläum.
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Mit sechs Punkten in Ulm realisierte Harper Kamp ein kleines Jubiläum.

24. Spielminute am Freitagabend beim Auswärtsspiel der BG Göttingen in Ulm: Harper Kamp trifft unter dem gegnerischen Korb zum 42:60. Eigentlich nichts Besonderes angesichts des da schon aussichtslosen Rückstandes der Veilchen, die am Ende mit 64:93 unterlegen waren.

Ulm/Göttingen – Für den Göttinger Routinier, der eigentlich nur noch als Trainer von Regionalligist ASC Göttingen arbeiten wollte und dann von BG-Coach Roel Moors reaktiviert wurde, aber schon.

„Meine Tochter hat gesagt, ich soll drei Körbe machen“, verriet Kamp vorm Spiel bei MagentaSport. Es wären der 496. der 498. und schließlich der 500. Punkt für Kamp in der Basketball-Bundesliga gewesen. Gesagt – getan. Gleich nach der Halbzeit traf der Amerikaner zum 36:46, wenig später zum 38:55 und dann in der 24. Minute wie erwähnt zum 42:60. Mission für seine kleine Tochter Marli erfüllt. Und nebenbei ist auch Kamps kleines Jubiläum mit den 500 BBL-Punkten real geworden.

Das war aber eben auch schon so gut wie das Einzige, was bei der BG am Freitagabend wenigstens einigermaßen hingehauen hat. Denn sonst war der Auftritt bei den Ulmern zum Vergessen. Nach zwei erfreulichen Auswärtssiegen in Würzburg und Bayreuth wurden die Veilchen von den Schwaben geradezu abgenickt. Das erste Viertel hielt das Team von Trainer Roel Moors noch mit, danach ging fast gar nichts mehr, weil auch die Kraft fehlte, sich gegen die Gastgeber aufzubäumen, die ihre Bilanz gegen Göttingen auf 20:5-Siege ausbauten.

„Das war heute eine enttäuschende Leistung von uns“, räumte Moors ein. „Vor allem mental waren wir nicht auf der Höhe. Wir wussten, dass Ulm ein starkes Team ist, auch wenn sie in den letzten Spielen nicht unbedingt überzeugt haben. Nachdem wir zuletzt gute Leistungen gezeigt haben, dachten wir, dass es uns heute leichtfallen würde, hier mitzuspielen. Das war nicht der Fall.“

Der zweite BGer, dem die Genugtuung über die eigene ordentliche Leistung im Halse stecken blieb, war Dennis Kramer. Der Center, der zuletzt in Würzburg nur die Bank drückte, kam auf 15 Punkte und war damit Topscorer der BG: „Minus 29 Punkte, da ist wenig positiv. Da ist es egal, wie ich spiele, wenn das Team verliert“, so Kramer im TV. „Wir hatten in der ersten Halbzeit zu viele Turnover (10, am Ende 16, d. Red.), haben den Ball weggeschmissen. Dadurch hatten wir Phasen, in denen es nicht lief. Dann kommt so ein Ergebnis zustande.“ Es war eben ein Abend zum Vergessen für die BG. Schwamm drüber. Abhaken.  (haz/gsd)

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