52:68 gegen Herne: Pokal-Aus für BG 74 Göttingen

Leider ein Ballverlust: Göttingens neue polnische Spielmacherin Sylwia Bujniak (Mitte) rennt sich gegen Hernes Tayler Michelle Mingo (13) fest. Hinten rechts die HTCerin Nicole Ehizele Enabosi.
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Leider ein Ballverlust: Göttingens neue polnische Spielmacherin Sylwia Bujniak (Mitte) rennt sich gegen Hernes Tayler Michelle Mingo (13) fest. Hinten rechts die HTCerin Nicole Ehizele Enabosi.

Alle Bemühungen waren vergebens: Die Medical Instinct Veilchen BG 74 Göttingen verloren nach der Niederlage in der Basketball-Bundesliga der Frauen auch das Pokalspiel gegen den Herner TC mit 52:68 (22:36) und schieden damit im Achtelfinale aus. Böse war deswegen niemand – der Klassenerhalt in der 1. Liga steht nach den letzten Misserfolgen glasklar im Vordergrund.

Göttingen – Ohne Sandra Azinovic, ohne Ruzica Dzankic, ohne Jenny Crowder, ohne Lena Wenke – in dieser Reihenfolge waren die vier verletzten Spielerinnen bei den Veilchen Ladies ausgefallen. So waren gegen Herne nur sechs Stammspielerinnen übrig geblieben. Dazu kamen noch die Oevermann-Schwestern und Thalia Kretschmar. Mehr war personell nicht drin. Das bekam auch BG-Center Philipp Hartwich mit, der unter den nicht einmal 50 Zuschauern war.

Was man auch schon in der Anfangsphase merkte. Kristyna Brabencova verkürzte zum 1:2 per Freiwurf, doch danach zogen die Hernerinnen erstmals auf 8:1 davon. Nach mehr als drei Minuten gelang Brabencova erst der erste Zweier.

Zu den personellen Problemen kamen aber auch die eigenen Fehler. Morgan Pullins’ Zweier drehte sich wieder aus dem Korb – klassicher Fall von „in and out“. Wurfpech und dann auch noch kein Glück dazu, allerdings auch bei schlecht getimten Würfen. So warf sich der HTC auf 16:8 nach vorn, doch die Göttingerinnen konnten zum Ende des ersten Viertels wenigstens noch auf 12:16 verkürzen.

Allerdings: An Einsatz und Engagement mangelte es der BG 74 keinesfalls. Und ganz langsam fand sie gegen die physisch überlegenen Hernerinnen auch in die Partie Viki Karambatsa schaffte beim 16:18 sogar den Anschluss. Doch die kleine Freude war nur von kurzer Dauer, denn langsam, aber stetig bauten die Gäste ihre Führung gleich wieder aus, lagen dann 29:18 in Front. Der Rückstand lag aber hauptsächlich an der mangelnden Zielgenauigkeit der Mannschaft von Coach Goran Lojo, die Trefferquote ließ schlicht zu wünschen übrig. In den wichtigsten statistischen Prozentwerten lagen die BGerinnen zur Pause hinten.

Doch auch der HTC demonstrierte, dass es alles andere als ein hochklassiges Match war: Nach einem Fast-break scheiterte Hernes Tayler Michelle Mingo mit einem Korbleger – völlig unbedrängt. Der Rest? War noch ein unbelohnter Kampf gegen eine hohe Niederlage für die Veilchen Ladies, die sich nach Kräften bemühten, das dritte Viertel nur 16:17 verloren, aber eben letztlich einfach unterlegen waren.

In der 33. Minute war die BG 74 nochmal auf neun Zähler (46:55) herangekommen. Sogar eine weitere Resultatsverkürzung war möglich, aber Marie Reichert vergab den Korbleger. Am Ende drückte das 52:68 auch den Unterschied zwischen den beiden Teams aus. Veilchen Ladies-Co-Geschäftsführer Roland Emme-Weiß: „Die Mädels haben toll gekämpft! Nur unsere Verletzungsserie ist eben sehr bitter.“

BG 74: M. Oevermann, A. Oevermann, Kretschmar 1, Karambatsa 5, Reichert 15/davon 1 Dreier, Pullins 8, Brabencova 10/1, Bujniak 10, Tudor 3/1.

Erfolgreichste Hernerinnen: Zolper 16/4, Ehizele 12, Polleros 10/1.  (Helmut Anschütz/gsd)

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