Basketball-Bundesliga Frauen

55:79 gegen Marburg: Viertelfinal-Aus für die BG 74-Frauen

Ab durch die Mitte: Göttingens Jennifer Crowder (am Ball) gegen Marburgs Hanna Marie Crymble (links). Rechts Samantha Roscoe vor Marburgs Rachel Arthur.
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Ab durch die Mitte: Göttingens Jennifer Crowder (am Ball) gegen Marburgs Hanna Marie Crymble (links). Rechts Samantha Roscoe vor Marburgs Rachel Arthur.

Schluss, aus, vorbei – für die flippo Baskets BG 74 Göttingen ist die Basketball-Saison 2020/21 beendet. Im zweiten Viertelfinal-Playoff kassierte das Team von Trainer Goran Lojo gegen den BC Pharmaserv Marburg eine 55:79 (32:40)-Niederlage.

Am Karfreitag feierte Sandra Azinovic ihren 23. Geburtstag, doch ein sportliches Geschenk gab es tags darauf nicht. Die BG 74 geriet durch Marburgs Nationalspielerin Alexandra Wilke in Rückstand, Göttingens Australo-Britin Samantha Roscoe glich aus – bis zur Halbzeit erstmal der einzige Ausgleich für die Göttingerinnen. Bei den Hessinnen sorgten die Amerikanerinnen Rachel Arthur für den ersten Punkte-Lauf mit drei Dreiern in Folge. 13:5 hieß es danach für die Gäste.

Die flippo Baskets litten im ersten Viertel vor allem unter ihrer schlechten Wurfausbeute, immer wieder rollten die Bälle über den Ring statt rein. Glück, dass Spielmacherin Jenny Crowder mit der Schlusssirene noch einen Dreier zum 16:23 verwandelte.

Doch die Marburgerinnen agierten viel selbstbewusster und gerieten auch im zweiten Durchgang nicht in Rückstand. Göttingens Ruzica Dzankic kassierte nach zwölf Minuten bereits ihr drittes Foul, sodass sie Coach Lojo erstmal vom Feld nahm. Und die Anzahl der Ballverluste blieb weiter hoch, zudem dominierten die Gäste auch klar die Rebounds: 23:17 lautete das Verhältnis zur Pause. Die Baskets taten sich weiter außerordentlich schwer, mussten für jeden Punkt hart arbeiten. Mit dem Druck, unbedingt für ein drittes Spiel gewinnen zu müssen, hatten sie offenbar Probleme.

Auch nach dem Wechsel ließ sich Marburg nicht aus der Erfolgsspur bringen. Nach 26 Minuten führte der BC mit 55:38, ehe Azinovic einen Dreier verwandelte. Zu viele Spielerinnen blieben unter der Form, mit der sie den guten fünften Platz in der Hauptrunde gesichert hatten. So bauten die Marburgerinnen ihren Vorsprung immer weiter aus, lagen nach drei Vierteln mit 67:47 vorn. Damit war die Entscheidung schon gefallen.

Marburgs Trainer Christoph Wysocki, der Vater von Ex-BG-Spieler Konrad Wysocki, feuerte sein Team durchgehend lautstark von der Seitenlinie aus an – letztlich mit Erfolg in Form des Halbfinaleinzugs. Die BGerinnen ließen sich zumindest nicht hängen, spielten die Partie sportlich sauber zu Ende. Zum Schluss, als die Niederlage längst besiegelt war, gab BG 74-Coach Lojo den Ersatzspielerinnen noch Einsatzzeit.

Ausschlaggebend war am Ende für die Gäste auch die starke Dreierquote vin über 47 Prozent. BG 74-Coach Lojo: „Leider war es ein ganz schlechtes Spiel. Wir hatten mit Jenny Crowder und Ivana Blazevic nur zwei Spielerinnen in guter Verfassung.. Nach der ersten Halbzeit war das Spiel eigentlich schon entschieden.“

BG 74: Blazevic 17/ davon 1 Dreier, M. Oevermann 1, Roscoe 6, A. Oevermann, Crowder 16/1, Azinovic 3/1, Karambatsa 2, Wenke 2, Lupfer 3/1, Dzankic 5, Kentzler, Fengkohl.

Marburg: Wilke 14, Berthold 24/4, Sola, Simon, Crymble 11, Klug 2, Baker 5, Lukow, Lückenotte, Arthur 18/4, Wagner 4.  (Helmut Anschütz)

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