Basketball-Bundesliga Männer

58:89 - BG Göttingen geht in Berlin unter

Kritik vom Kapitän an der Einstellung: Göttingens Akeem Vargas (am Ball) hier im Hinspiel gegen Berlins Louis Olinde.
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Kritik vom Kapitän an der Einstellung: Göttingens Akeem Vargas (am Ball) hier im Hinspiel gegen Berlins Louis Olinde.

Der amtierende deutsche Meister und Pokalsieger Alba Berlin war für Basketball-Bundesligist BG Göttingen beim 58:89 (30:40) eine Nummer zu groß.

Das Spiel eröffnete Aubrey Dawkins mit einem erfolgreichen Dreier für die Gäste. Allerdings lief es in der Anfangsphase auf beiden Seiten sehr schleppend, sodass es nach vier Minuten erst 7:5 nach einem erfolgreichen Wurf von Harper Kamp für die Göttinger 7:5 stand.

Gleichwohl musste sich BG-Trainer Roel Moors über fünf Ballverluste im ersten Viertel ärgern. Mit einem 9:0-Lauf drehten die Berliner das Ergebnis von 9:10 auf 18:10, gingen nach den ersten zehn Minuten mit einer 20:15-Führung in die Viertelpause.

Im zweiten Spielabschnitt setzten sich die Albatrosse mehr und mehr ab. Wenig Glück hatten die Göttinger indes mit ihren Drei-Punkt-Würfen, von denen bis zum Seitenwechsel nur zwei von zehn ihr Ziel fanden. Am Ende schafften die Göttinger lediglich fünf von 25 Dreiern, was eine Quote von ganz schwachen 20 Prozent bedeutete.

Stark zeigten sich die Veilchen in den ersten 20 Minuten unter beiden Körben. Bis zur Pause hatten sie den Reboundvergleich mit 21:15 gewonnen, wobei vor allem Tai Odiase sich mit zehn Rebounds auszeichnete. Überhaupt war es Odiase, der als einziger aufseiten der Gäste überzeugen konnte. Am Ende hatte er ein Double-Double (23 Punkte/14 Rebounds) geschafft.

Ansonsten aber konnten mit Abstrichen Mathis Mönninghoff und Kapitän Akeem Vargas aufgrund seiner kämpferischen Einstellung überzeugen. Diese Einstellung sprach nach dem Spiel der BG-Kapitän einigen seiner Mitspieler ab. „Leider lag es am Einsatz. Wir wussten, dass es schwer wird, aber einige von uns haben den Kopf in den Sand gesteckt.“ Vornehmlich mussten sich da die beiden Point Guards angesprochen fühlen, denn weder Luke Nelson, ansonsten ein zuverlässiger Dreierschütze, noch Deishuan Booker, dem wie auch Dawkins allein fünf Ballverluste unterliefen, gelang nicht ein einziger Punkt.

Und genau das, was Moors unter anderem nach der Niederlage vor einer Woche gegen Frankfurt angesprochen hatte, musste er sich auch in Berlin ansehen. Undiszipliniertheiten führten zu sage und schreibe 20 Ballverlusten, in den entscheidenden Phasen fehlte die Konzentration, um den Berlinern einigermaßen Paroli bieten zu können. Zudem gesellte sich auch noch eine katastrophale Trefferquote von lediglich 32,8 Prozent hinzu.

Unwahrscheinlich, dass die BG im Halbfinale des BBL-Pokals in München am 17. April gegen die Albatrosse auch nur annähernd eine Chance besitzt.  (wg/gsd)

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