Basketball-Bundesliga

62:80 gegen Oldenburg: Ohne Ruoff geht der BG Göttingen die Puste aus

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Mit 16 Punkten BG-Topscorer: Göttingens Rastamann Terry Allen (Mitte) setzt sich gegen Oldenburgs Ausnahme-Österreicher Rasid Mahalbasic (22 Punkte) durch. Links Dominic Lockhart (3) und Dennis Kramer.  

Der 89:78-Sieg gegen Crailsheim war ein toller Start für die BG Göttingen beim Finalturnier der Basketball-Bundesliga in München. Doch gegen Oldenburg kehrten die Veilchen auf den Boden der Tatsachen zurück. Von den EWE Baskets wurde das Team von Coach Johan Roijakkers bei der 62:80 (39:44)-Niederlage „abgewatscht“, wie man in Bayern sagt. Die BG hielt 25 Minuten gut mit, am Ende schwanden den Göttingern die Kräfte – auch weil Alex Ruoff fehlte.

Schlechte Nachricht für die Veilchen vor dem Tip-off: Alex Ruoff konnte nicht mitspielen, weil er Rücken-Probleme hatte. Er musste sich sogar in einem Krankenhaus eine Spritze geben lassen. Zu Spielbeginn trudelte Ruoff erst im Audi-Dome ein. Von der Bank aus konnte er nur moralische Unterstützung leisten. „Es ist im Training passiert“, sagte Ruoff in der Halbzeit bei MagentaSport.

Neben Crailsheim-Topscorer Hundt (30 Punkte) bot Roijakkers Lockhart, Mönninghoff, Allen und Kramer auf. Bei den Baskets stand der Ex-BGer Ian Hummer in der starting five. Oldenburgs Routinier Paulding traf zuerst, für die ersten neun Zähler sorgten die BGer Mönninghoff, Allen und Hundt per Dreier zur 9:5-Führung. Sah gut aus in dieser Anfangsphase! Aber nach fünf Minuten gelang den Baskets beim 14:13 durch Nathan Boothe die erste Führung – die sie bis zum Schluss nicht mehr abgeben sollten.

In der Schlussphase des ersten Viertels übernahm Oldenburg mehr und mehr die Kontrolle. Roijakkers mahnte in der Auszeit an, nicht zu überdrehen. Es half nichts, die Baskets agierten organisierter, führten nach zehn Minuten 23:18.

Auffällig auch: Oldenburg gestattete der BG viel weniger Dreier als Crailsheim. Wieder einmal gut drauf gegen sein Ex-Team war BG-Nationalspieler Dominic Lockhart. „Wir haben ein paar kleine Fehler gemacht“, meinte er in der Pause. Zwar blieben die Göttinger im zweiten Abschnitt noch in Schlagdistanz zum Team von Baskets-Coach Mladen Drijencic, doch bereits da zeigte sich, dass Oldenburg individuell einfach besser besetzt ist. Vor allem den Österreicher Rasid Mahalbasic (69 Prozent Trefferquote) konnten die Veilchen nicht unter Kontrolle bekommen.

Und Hundt, der gegen Crailsheim noch so geglänzt hatte? Ihn nahmen die Baskets an die Leine, seine Trefferquoten waren nicht berauschend: 25 Prozent Zweier, 20 Prozent Dreier.

Nach dem 48:45 zog Oldenburg dann im dritten Viertel langsam weg, auch dank eines 7:0-Laufes. Roijakkers kritisierte das mangelnde Team-Play, zudem unterliefen der BG zunehmend Flüchtigkeitsfehler – am Ende waren es 17 Ballverluste. Im Schlussdurchgang hatten die Veilchen immer weniger zuzusetzen, für die Baskets war es ein Leichtes, die Revanche für die 87:104-„Hinspielniederlage“ vom November 2019 einzutüten.

„Oldenburg fand seinen Rhythmus“, meinte BG-Center Dennis Kramer hinterher. „Aber wir haben voller Energie und Kraft gespielt.“ Ruoff hatte in der ersten Hälfte „ein gutes Spiel“ gesehen: „Wir sind der Underdog.“ Trainer Roijakkers: „Wir haben gut angefangen, aber dann ging uns die Puste aus. Oldenburg hatte mehr Qualität. Trotzdem Kompliment an mein Team.“  gsd

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