63:56 im Pokal-Viertelfinale gegen Marburg: BG-Frauen im Final Four

Starke Heimpremiere: BG 74-Neuzugang Francis Donders (am Ball) gegen Marburgs Tonisha Baker. Links Chefcoach Giannis Koukos, im Hintergrund die neue Co-Trainerin Klaudia Grudzien. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Um 17.38 Uhr gab’s überhaupt kein Halten mehr: Geschäftsführer Richard Crowder sprang jubelnd durch die FKG-Halle, mit ihm freuten sich rund 350 Fans über den Einzug der Göttinger BG-Ladies ins „Final Four“-Turnier Ende März. Mit 63:56 (31:35) hatte das Team von Trainer Giannis Koukos im DBBL-Pokalviertelfinale den BC Marburg bezwungen und steht damit erstmals seit 2005 wieder in dieser Endrunde. Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (amtierend) und Wolfgang Meyer (ehemals) hatten eine gute Wahl getroffen, waren nicht beim Hallenfußball, sondern feierten die faustdicke Überraschung.

„Das ist einfach geil“, freute sich Jennifer Crowder. „Der Hammer!“, strahlte Klaudia Grudzien. „Das gibt einen Schub Selbstbewusstsein“, meinte Richard Crowder. Ich bin sehr stolz, das freut mich für die Fans“, meinte Neuzugang Francis Donders.

Ohne Crowder und Pierce

Die Veilchen-Ladies mussten mit einem herben Handicap in die Partie gehen: Alissa Pierce fehlte erkrankt. Jenny Crowder hatte sich im Training einen Sehnenanriss im linken Fuß zugezogen, fällt jetzt sechs Wochen aus. Dafür gab es einen Neuzugang auf der Bank: Die Ex-BGerin Klaudia Grudzien unterstützt jetzt Chefcoach Giannis Koukos als Co-Trainerin.

Beim Heimdebüt von Rückkehrerin Katarina Flasarova und Neuzugang Francis Donders begannen die Göttingerinnen sehr engagiert und couragiert. Marissa Janning brachte die Gastgeberinnen in Front, nach sechs Minuten glich Verdine Warner zum 11:11 aus. Dann zeigte die Holländerin Donders, was sie kann: In Folge versenkte sie zwei Dreier für die BG-Ladies zur 17:13-Führung, ehe das erste Viertel mit 18:17 zu Ende ging.

Und auch im zweiten Durchgang ließen die BGerinnen nicht nach, gingen das Tempo der Hessinnen mit. Eine Schwäche waren indes die vielen vergebenen Freiwürfe – zur Pause standen nur drei Treffer bei zwölf Versuchen in der Statistik (Marburg 100 Prozent). Da nutzte auch der vierte Dreier von Janning zum 28:26 wenig, denn die Gäste drehten nun die Partie an der Freiwurflinie. Eine deutliche Belebung des BG-Spiels waren jedoch zweifellos Kat Flasarova und Francis Donders. Beim 28:35 war Marburg, zur Pause mit 27:18-Rebounds vorn, zwar auf sieben Zähler weg, doch Flasarova sorgte noch fürs 31:35 zur Halbzeit.

Auch nach dem Wechsel blieb die BG 74 dran, hielt den Rückstand in Grenzen: 42:46 nach 30 Minuten. Und dann das „Sahne-Viertel“! Vierter Dreier von Donders zum 45:46, 52:46 durch die starke Janning. Marburg verkürzte auf einen Zähler (56:57), aber die BG behielt die Nerven. Und die Freiwurf-Schwäche wurde zur Stärke: Flasarova verwandelte nach Warners 59:56 vier in Folge zum 63:56-Endstand. Flasarova: „Das war Kampf pur. Wir haben nie aufgegeben.“

BG 74: Donders 14/4 Dreier, Flasarova 13/1, Karambatsa 1, Dobroniak, Nguyen, Smith, Janning 20/2, Lücken 3/1, Warner 12 (18 Rebounds).

BC Marburg: Greunke 12, Schaake 11. (gsd)

Von Helmut Anschütz

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