63:83 – BG ohne „Chef Ruoff“ chancenlos gegen Oldenburg

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Gegen die Baksets bester BGer: Göttingens Holländer Leon Williams (rechts) gegen Oldenburgs Dominic Lockhart. Links Oldenburgs Belgier Maxime de Zeeuw, Dirk Mädrich (20) und der Göttinger Scott Eatherton (43).

Göttingen. Der „Chef“ lag zuhause mit Grippe im Bett – da ging bei der BG Göttingen nur noch wenig. Ohne Alex Ruoff mussten die Veilchen die nächste heftige Heimpleite hinnehmen.

Nach dem 63:94 gegen Ulm gingen sie gegen Champions League-Starter Oldenburg mit 63:83 (27:44) ein. Es war die dritte Niederlage in Folge – und jetzt folgen für die Göttinger drei schwere Auswärtsspiele. Am Dienstag gastieren sie beim FC Bayern München. erneut ohne Ruoff, wie Trainer Johan Roijakkers schon bekanntgab.

Die insgesmat sechste Heimniederlage nur an Ruoff festzumachen, hieße aber, weitere Fakten zu verkennen. Gegen das Sechs-Millionen-Team aus Oldenburg wurden wieder eklatante Fehler offenbar: Schrittfehler, technische Fehler, Ballverluste und in vielen Situationen obendrein auch fehlendes Wurfglück – all dies summiert sich derzeit zu einem schlechten Ganzen.

„Wir haben alles gegeben, das sieht man an den 20 Offensiv-Rebounds gegen einen physisch so starken Gegner wie Oldenburg. Am Ende war es aber ein Klassenunterschied“, fasste Roijakkers die überwiegend einseitige Partie zusammen.

Nach einem noch ordentlichen ersten Viertel (18:20) knickten die Veilchen im zweiten völlig ein, wurden von den Baskets, die den 2500 km-Trip in der Champions Leagie vom vergangenen Mittwioch in Saratiov (Russland) ohne Probleme wegsteckten, geradezu weggesenst. 9:24 – bei einem Heimspiel ein trauriger Auftritt.

Im dritten Abschnitt rissen sich die BGer wenigstens noch einmal zusammen und kamen auf zehn Zähler Differenz heran (46:56, 27.). Die Fans feierten allein dies schon stehend – man kann auch mit wenig zufrieden sein...

Offensiv agierten die Veilchen am Rande der Enttäuschung. 63 Punkte zuhause wie gegen München und Ulm sprechen nicht für Durchschlagskraft unter dem gegnerischen Korb. Dabei hatten die Oldenburger nur eine kurze Vorbereitung auf das BG-Spiel: „Eine Stunde am Freitag“, meinte Coach Drijencic. Schien aber gefruchtet zu haben, denn „dafür haben wir eine hervorragende Verteidigung gespielt und nicht viele Punkte kassiert. Es war eine harte Woche für uns.“

Williams mit guter Leistung

Bei der BG tat sich Jesse Sanders nicht zum ersten Mal als Spielmacher schwer, Göttingens 2,06 m-Hüne Scott Eatherton war Oldenburgs 115 kg-Center Brian Qvale trotz neun Rebounds unterlegen, Adam Waleskowski und Benas Veikalas fehlt weiter das Wurfglück, Darius Carter mit zu wenig Durchsetzungsvermögen, die Deutschen Malte Schwarz (0) und Mathis Mönninghoff (8) mit zu wenig Punkten. So wurde Leon Williams zum besten BGer – eine feine Partie des holländischen Point Guards. Schließlich half auch alles Lob von Drijencic nichts: „Göttingen hat einen hervorragenden Charakter. Es ist nicht einfach, in dieser Halle zu spielen und zu gewinnen.“

BG Göttingen chancenlos im Niedersachsenderby

BG Göttingen chancenlos im Niedersachsenderby
BG 74 - Telekom Baskets Bonn © Jelinke/HNA
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