Basketball-Bundesliga Frauen

64:59 nach Verlängerung: BG 74 Göttingen glückt Revanche gegen Marburg mit Krimi-Sieg

Mit 17 Punkten wieder einmal Topscorerin für die flippo Baskets: BG 74-Spielmacherin Jenny Crowder geht hier ab durch die Mitte zwischen Marburgs Rachel Arthur (21) und Alexandra Wilke (3) hindurch.
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Mit 17 Punkten wieder einmal Topscorerin für die flippo Baskets: BG 74-Spielmacherin Jenny Crowder geht hier ab durch die Mitte zwischen Marburgs Rachel Arthur (21) und Alexandra Wilke (3) hindurch.

Was für ein Basketball-Krimi am Mittwochabend! Die flippo Baskets lösten den kniffligen Fall mit viel Geduld, gewannen gegen den BC Marburg nach Verlängerung mit 64:59 (55:55, 29:32).

Göttingen – In der Overtime hatte die BG 74 Göttingen die etwas besseren Nerven. Samantha Roscoe steuerte in der Verlängerung sechs Punkte zum überaus schwer erkämpften Erfolg bei.

Nach der derben 62:89-Pleite am vergangenen Sonntag in Marburg waren die flippos natürlich um ein anderes Resultat bemüht. Ivana Blazevic und Ruzica Dzankic brachten die Göttingerinnen zunächst in Front. Als die Kroatin Dzankic nach drei Göttinger Fehlversuchen den ersten Dreier zur 9:4-Führung verwandelte, schien alles auf einem guten Weg. Aber wie so oft: Der Eindruck täuschte.

Als Marie Bertholdt für die Hessinnen zum 9:9 ausglich, wendete sich die Partie drastisch. Bis kurz vor Ende des ersten Viertels legten die Marburgerinnen einen satten 15:2-Lauf hin und führten mit 22:11. Erst Dzankic war es, die die Gäste-Serie durchbrach. 14:22 zum Ende des ersten Abschnitts. Kurios: Die Partie wurde als Heimspiel für Marburg gewertet, nachdem die Sonnatgspartie als BG 74-Heimspiel in der Statistik erschien. So stand auch auf der Anzeigetafel der umgekehrte Spielstand. In diesem Fall bloß gut, dass keine Zuschauer in der FKG-Halle wearen - die Verwirrung wäre wohl zu groß gewesen.

Im zweiten Viertel kämpfte sich die BG 74 ganz langsam ins Spiel zurück. Aber auch da waren viele Abschlüsse schlicht zu unkonzentriert. Vier „Air-balls“ in der ersten Halbzeit - für die Bundesliga eigentlich untauglich. Den BGerinnen fehlte zudem in mehreren Situationen das rechte Timing, und auch am Durchsetzungsvermögen haperte es wiederholt. Dennoch konnten die Baskets den Rückstand zunächst verkürzen, kamen auf 20:24 heran, ehe die Gäste aber wieder mit einem Zwischenspurt auf 30:20 wegzogen. Spielmacherin Jenny Crowder traf zum 29:30, die BG 74 war wieder dran. Mit 29:32 ging es in die Pause. Die statistischen Werte waren annähernd ausgeglichen. Clever von den Gästen: Sie nahmen Göttingens Dreier-Spezialistin Riley Lupfer mit ihrer starken Defensive fast gänzlich aus dem Spiel.

Nach dem Wechsel stand wieder Ruzica Dzankic im Blickpunkt: Sie traf per Dreier zum 35:32, die erste BG-Führung seit dem Beginn. In der Folge leisteten sich beide Teams ein Fehlerfestival, die Würfe fielen einfach nicht. Mit dem nächsten Dreier gelang Blazevic das 38:36 - und auch bis Viertende blieben die Baskets vorn. 42:40 nach 30 Minuten, ein knappes, äußerst hart umkämpftes Match.

Harter Kampf auch im Schlussdurchgang! Aber die BG 74 ließ zu viele Chancen liegen, sodass Marburg beim 47:46 wieder in Führung ging. Danach begann der Mittwochabend-Krimi: Die Führungen wechselten hin und her, kein Team konnte sich absetzen. In de 35. Minute kassierte Dzankic ihr fünftes Foul, wenig später musste auch Blazevic mit fünf Fouls vom Feld. Irre Spannung! Die BG 74 hatte den letzten Angriff, aber vergab ihn. Verlängerung!

Die Ex-BGerin Theresa Simon bringt Marburg per Dreier mit 58:55 in Führung, Samatha Roscoe sorgt für den 57:58-Anschluss und trifft auch zum 59:58. Dann ein Unsportliches Foul von Simon gegen Jenny Crowder, die aber nur den zweiten von ihren Freiwürfen verwandelt. Roscoe ist danach zum 62:58 erfolgreich, Sandra Aziniovic tütet den Sieg endgültig ein, trifft zwei weitere Freiwürfe zum 64:58. Simon kann nur nur noch auf 59:64 verkürzen. Was für ein hart erkämpfter Sieg für die flippo Baskets!

Revanche für die Niederlage vom vergangenen Sonntag in Marburg gelungen!

BG 74: Blazevic 12/davon 1 Dreier , Roscoe 10, A. Oevermann, Crowder 17, Azinovic 2, Karambatsa 10, Bosilj, Wenke, Lupfer, Dzankic 13/2, Kentzler, Fengkohl.

Marburg beste Werferinnen: Bertholdt 17, Arthur 12/3, Wilke 11.  (Helmut Anschütz)

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