Basketball-Bundesliga Männer

65:86 - tolle Serie der BG Göttingen reißt gegen Ulm

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Da stehen einem ja die Haare zu Berge! Göttingens Center Dylan Osetkowski (re.) gegen Ulms Hünen Grant Jerrett. Da trafen 115 Kilo des BGers auf 112 Kilo des Gäste-Spielers. 

Harte Landung für die Veilchen! Nach zuletzt fünf Siegen riss die tolle Serie von fünf Siegen im Heimspiel gegen ratiopharm Ulm. Vor erneut mit 3447 Zuschauern ausverkaufter Halle unterlag Basketball-Bundesligist BG Göttingen deutlich mit 65:86.

Schon zur Pause lag das Team von Trainer Johan Roijakkers aufgrund einer schwachen Defensive klar mit 35:58 zurück. Die Süddeutschen holten die BG, die ein ganz schwaches zweites Viertel hatte, auf den Boden der Tatsachen zurück.

Gute Nachricht aber vor dem Spiel: Elias Lasisi ist wieder zurück. Nach einem Krankenhaus-Aufenthalt wegen Lungen-Problemen stand der Belgier erstmals wieder im Veilchen-Kader. Dafür pausierte Kevin Bryant.

Beifall zunächst für Ulms Ex-BGer Derek Willis. Den ersten Jubel erhielt danach Terry Allen, der gleich den ersten Dreier verwandelte. Doch schon beim 3:4 war es um die Führung geschehen. Im ersten Viertel leistete sich die BG vier einfache Ballverluste, die die Ulmer sofort verwerteten. Die Veilchen taten sich schwer, fanden nicht zu ihrem Rhythmus. Alex Ruoff handelte sich zwei schnelle Fouls ein. Allein Dylan Osetkowski drehte das Ergebnis nochmal kurz beim 11:10, kurz danach übernahmen aber wieder die Süddeutschen. Beim 16:24 nahm Coach Roijakkers seine erste Auszeit. Kurz vor der ersten Sirene gelang Kyan Anderson der zweite BG-Dreier zum 21:26-Zwischenstand.

So richtig auf Touren kamen die Göttinger auch im zweiten Abschnitt nicht. Ulm verteidigte clever, die BG ließ eine Chance um die andere liegen, während Ulms erst 18-jähriger Spielmacher Kilian Hayes den dritten Dreier einnetzte. Beim 27:38 die nächste Auszeit von Roijakkers. Doch es änderte sich wenig, weil die BG nicht hart und aggressiv genug verteidigte. Während die Veilchen im zweiten Viertel nur dünne 14 Zähler zustandebrachten, räumte das Team von Coach Jaka Lakovic kräftig ab und schenkte den BGer 32 ein, was zum enttäuschenden Halbzeitstand von 35:58 führte. Auch weil die Göttinger nur zwei Dreier trafen gegenüber acht der Gäste. BBL-Topscorer Zoran Dragic hatte zur Halbzeit schon 17 Zähler erzielt.

Nachdem Dominic Lockhart nach 24 Minuten sein viertes Foul kassiert hatte, setzte die BG zu einem Mini-Zwischenspurt an, verkürzte auf 46:60. Sofort waren die Fans da, aber ausgerechnet Willis beendete ihn mit fünf Punkten in Folge. 51:73 nach 30 Minuten, damit war die Messe schon gelesen.

Im Schlussabschnitt war’s dann für die Ulmer, die der BG klar die Grenzen aufzeigten, nur noch ein verschärftes Training. Nach und nach brachte Lakovic seinen „zweiten Anzug“. Die Veilchen mühten sich, aber der Rückstand war einfach zu hoch, um die Ulmer noch ernsthaft zu gefährden. Bitter, dass die erfolgreiche „Fünfer-Serie“ mit so einer Packung endete.

BG: Lockhart 5, Anderson 10/davon 1 Dreier, Lasisi 4, Ruoff 5, Kramer, Omuvwie, Andric 9, Mönninghoff, Waleskowski 2, Osetkowski 6, Allen 9/2, Hundt 3.

Beste Ulmer: Dragic 23/2, Harvey 16/3, Hayes 11/1.  haz/gsd

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