65:94 - BG Göttingen bringt FC Bayern nicht in Gefahr

Kampf um den Ball: Göttingens Mathis Mönninghoff (links) will Harper Kamp in Szene setzen, Bayerns John Bryant hat etwas dagegen. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Für die BG Göttingen erfüllte sich der kleine Traum von einer weiteren Überraschung wie in der vergangenen Saison gegen den FC Bayern (zwei Siege) in der Basketball-Bundesliga nicht.

Gegen die Münchener setzte es vor 3447 Zuschauern in der ausverkauften S-Arena die nicht unerwartete 65:94 (26:43)-Niederlage. Gegen die weitaus größere Physis der Bayern vermochten die Veilchen nichts auszurichten.

Während die Bayern auf Nihad Djedovic (Wadenverletzung) verzichten mussten, Bryce Taylor aber wieder dabei hatten, konnten die Veilchen wieder in bester Besetzung antreten. Und sie legten einen bemerkenswert guten Start hin, führten durch Terrell Everett und Harper Kamp 6:4, hielten ein 8:8, ehe Münchens Deon Thompson fünf Zähler in Folge markierte und die Bayern auch begünstigt durch drei glatte Fehlentscheidungen der Schiedsrichter weiter wegzogen. Jede Kleinigkeiten wurde gegen die Veilchen gepfiffen, harte Aktionen der Bayern eher nicht. So hieß es nach zehn Minuten 21:10 für die Mannschaft von Coach Svetislav Pesic.

Auch im zweite Viertel zogen sich die Referees den Unmut der Göttinger Zuschauer zu. „Schieber, Schieber“, ereiferten sich die BG-Fans nicht zu Unrecht. München war´s genehm, die Bayern zogen kontinuierlich weg: 30:19 nach 15 Minuten für den Pokalendrunden-Teilnehmer, für den die Partie in Göttingen nur ein Intermezzo fürs Top-Four in eigener Halle am Wochenende war. Die BGer vertändelten jedoch auch einfach zu viele Bälle in der Offensive, was die Gäste zu Fast-Breaks ausnutzten.

Einen Dreier von Khalid El-Amin konterte Bryce Taylor sofort mit einem eigenen zum 22:33. Und Taylor legte gleich nochmal zwei weitere hinterher, was ihm zur Pause bereits 19 Zähler einbrachte. Gegen diese Bayern war einfach kein Kraut gewachsen. 29 Prozent Trefferquote der BG gegenüber 57 der Münchener zur Halbzeit belegten die Überlegenheit des Pesic-Teams, das die weitaus größere Intensität zeigte, mit der die Göttinger nicht klar kamen.

Harper Kamps Tip-in zum 28:43 lockte wieder die Fans hervor. Doch irgendwie verlief diese Begegnung wie der Lauf zwischen Hase und Igel. Die Unparteiischen waren alles andere als auf Veilchen-Seite – und auf der anderen nutzten die Bayern weiter jede auch noch so kleine Nachlässigkeit der Göttinger. Mit der größeren Physis des Ex-Meisters kamen die BG zudem einfach nicht klar. El-Amin traf per Dreier zwar zum 39:51, doch kurz danach rannte 127-Kilo-Mann John Bryant Terrell Everett einfach um – und punktete ohne Strafe dafür. So war nach 30 Minuten beim 67:47 eigentlich schon alles klar für den FCB.

65:94 - BG Göttingen bringt FC Bayern nicht in Gefahr

Beachtlich einmal mehr der Auftritt von Neuzugang Ian Hummer, der dem BG-Spiel wieder viel Power verlieh. 14 Punkte und neun Rebounds zeigten erneut, dass der 25-Jährige schon zu einem wichtigen Faktor geworden ist. Bayern spielte seinen Part im Schlussviertel runter, ohne ernsthaft in Bedrängnis zu kommen – die BG wehrte sich, so gut sie konnte. Mehr war gegen die „Großkopferten“ nicht drin.

BG: Kulawick, Everett 9, Spohr 3, Onwuegbuzie, Schwarz 3, Godbold, Mönninghoff 6, Kamp 15, Hummer 14, Boakye, El-Amin 11.

Bayerns beste Werfer: Taylor 27, Thompson 16, Kleber 11.

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