66:84! BG kann Berlin nur eine Halbzeit ärgern

Zehn Punkte: Berlins Kresimir Loncar (rechts), hier im Hinspiel gegen Göttingens Harper Kamp (links) und David Godbold, erzielte zehn Punkte für Alba Berlin. Foto: Jelinek/gsd

Berlin. Eine Halbzeit prima mitgehalten, doch am Ende eben doch mit 66:84 (40:42) verloren – das war das Fazit des Auftritts der BG Göttingen vor 10.841 Zuschauern in der Mercedes-Benz-Arena bei Alba Berlin. Für den guten Eindruck über mehr als 20 Minuten können sich die Veilchen nichts kaufen. Jetzt folgen die beiden „Klassenerhalts-Kämpfe“ gegen den Mitterldeutschen BC und Tübingen.

Dass die Veilchen bereits am Freitag nach Berlin gereist waren, zahlte sich zumindest in der ersten Halbzeit aus. Ganz ausgeschlafen agierten sie in der Mercedes-Benz-Arena, ließen die Albatrosse nicht wirklich zur Entfaltung kommen. Ian Hummer brachte die BG in Front, danach führte Alba zwar mit 6:4 und 8:6, doch die Göttinger boten dem haushohen Favoriten absolut Paroli. Harper Kamp sorgte mit vier Freiwürfen wieder für die Gästeführung zum 12:9, dem Dominik Spohr den ersten BG-Dreier folgen ließ. David Godbold netzte einen weiteren zum 20:12 ein, ehe es mit 20:14 in die erste Pause ging. Eine Klasse-Leistung der Veilchen bis dahin!

Stark auch im zweiten Viertel

Die sich auch im zweiten Abschnitt fortsetzte, als Mathis Mönninghoff per Dreier zum 23: 16 einlochte. Und die BGer blieben weiter couragiert und forsch am Drücker. 31:23 nach einer Viertelstunde, die Alba-Fans forderten „Aufwachen, aufwachen“ von ihrem Team. Und so langsam liefen die Albatrosse heißer. Will Cherry traf zwei Dreier, verkürzte so zum 34:35 nach einem 8:2-Lauf. Neuzugang Ashley sorgte erstmals wieder für zwei Berliner Führungen (36:35 und 40:38). Khalid El-Amin verwandelte zwei Freiwürfe zum 40:40-Ausgleich, Jordan Taylor traf zur Alba-Pausenführung von 42:40. Bis dahin hatte die BG eine Topleistung hingelegt, kuschte keinesfalls von den Albatrossen, sondern trat sehr selbstbewusst auf. 48 Prozent Trefferquote auf beiden Seiten nach 20 Minuten.

Die zweite Halbzeit eröffnete der Ex-BGer Akeem Vargas mit einem Dreier für die Berliner. Im Anschluss versemmelte Ian Hummer seinen vierten Freiwurf – es waren nun die Kleinigkeiten, die die Göttinger in Rückstand geraten ließen: Vergebene Freiwürfe, über die Reuse gerollte Korbleger usw. So lag Alba nach 27 Minuten mit 59:49 vorn, auch wenn Godbold und Spohr weitere Dreier versenkten. 66:57 nach 30 Minuten, auch weil die BG Berlins Riesen Kresimir Loncar und Elmeddin Kikanovic wenig bis gar nicht verteidigen konnte.

Hummer ließ die BG aber noch einmal Hoffnung schöpfen, als er zu Beginn des Schlussabschnitts auf 60:66 und 62:68 verkürzte. Nachdem Spohr und El-Amin ihr viertes Foul kassiert hatten, setzte sich Alba wieder ab, und Taylors Dreier zum 76:66 bedeutete letztlich die Entscheidung. Am Ende wurde es mit 84:66 doch noch deutlich, weil die BG im letzten Viertel nur neun Punkte erzielen konnte.

BG: Kulawick 5, Everett, Spohr 11, Onwuegbuzie, Schwarz, Godbold 8, Mönninghoff 7, Kamp 13, Hummer 12, Boykin, El-Amin 10.

Beste Berliner Werfer: Kikanovic 20, Taylor 16, Cherry 14, Loncar 10. 

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