67:81 in Würzburg! BG reichen zwei gute Viertel nicht

Am Ende doch verloren: Göttingens Shane Edwards, Harper Kamp, Malte Schwarz, David Godbold und Mathis Mönninghoff (von links) ärgern sich über die Niederlage gegen Würzburg. Archivfoto: Jelinek/gsd

Würzburg. So nah dran gewesen und doch wieder verloren! Nach einem starken zweiten Viertel und einem starken Beginn im dritten verlor die BG Göttingen am Ende doch noch klar mit 67:81 (41:45) bei den in die Basketball-Bundesliga zurückgekehrten Baskets Würzburg.

Zwei unglückliche, dumme Aktionen von Spielmacher Marque Perry beim 46:49-Rückstand nach 24 Minuten trugen zur Veilchen-Pleite vor 3140 Zuschauern bei. Das wieder ordentliche letzte Viertel reichte nicht mehr zu einer Überraschung.

Die ersten zwei Punkte gehörten den BGern durch Harper Kamps Freiwürfe zum 2:0. Doch dann kam Kamps Würzburger Pendant mit der Nummer 21, Branden Lane, in Schusslaune. Der Baskets-Center war von der Göttinger Abwehr überhaupt nicht zu stoppen und kam im ersten Viertel auf 13 Punkte. Die Mainfranken zogen zu Beginn auf 9:2 weg, weil die Göttinger wieder Lücken in der Defensive erkennen ließen. Wenigstens konnten die Veilchen aber zumindest ansatzweise mithalten, verkürzten auf 12:16. Der erste Göttinger Dreier durch Malte Schwarz brachte das 15:19. Doch Brendan Lane sorgte für den ersten Pausenstand von 25:17 für die Gastgeber.

Besser im Spiel

Im zweiten Viertel kamen die Veilchen besser ins Spiel und durch Shane Edwards und Mathis Mönninghoff auf 21:25 heran. Nun setzte sich auch Spielmacher Terrell Everett mehrfach in Szene, streute immer wieder Punkte durch Einzelaktionen ein. Die BGer bissen sich in die Partie, merkten, dass die Würzburger nicht unbezwingbar sind. Durch verbesserte Verteidigung hielten sie den Rückstand in immer engeren Grenzen, waren beim 31:35 wieder in Schlagdistanz. Nach 17:30 Minuten netzte Robert Kulawick in seinem vierten Versuch endlich den ersten Dreier ein und es hieß nur noch 38:36 für die Baskets. Everett schaffte wenig später den Ausgleich und Kamp beim 41:40 sogar für die erste Führung seit dem Beginn für die Göttinger. Konzentrationsschwächen und Ballverluste brachten allerdings doch noch wieder die Pausenführung für die Mainfranken Die BG hatte mehr Rebounds gefischt (18:17), aber die weitaus schlechtere Dreier-Quote (14:44 Prozent).

Und die BG kam gut wieder aus der Kabine. Kamp und David Godbold (per Dreier) trafen zum 46:47. Doch dann hatte Marque Perry zwei dumme Szenen. Seinen Dreier pfiff Schiedsrichter Robert Lottermoser zurück – die 24-Sekunden-Zeit überschritten! Im Gegenzug traf Dru Joyce per Buzzer beater. Beim folgenden Angriff ließ sich Perry den Ball abjagen – und die Würzburger zogen in der Folge wieder deutlich weg. Trainer Roijakkers faltete Perry bei einer Auszeit gehörig zusammen. Der BG gelangen im dritten Viertel nur sieben Punkte, den Baskets 20, was zur 65:48-Führung nach 30 Minuten führte.

Im Schlussdurchgang fingen sich die Veilchen aber wieder, mobilisierten die letzten Kräfte. Die Defense funktionierte wieder besser, vorne gelangen Dominik Spohr zwei Dreier hintereinander, Mönninghoff legte noch einen nach zum 62:72. Und als Edwards den vierten Dreier zum 67:74 verwandelte, nahm Baskets-Coach Doug Spradley lieber noch eine Auszeit. An der Freiwurflinie machten die Baskets dann aber ihren Sieg klar. Zwei ordentliche Viertel reichen der BG eben nicht zu einer Überraschung bei einer Mannschaft, die den cirka dreifachen Etat der Veilchen hat.

BG: Godbold 3/1 Dreier, Kamp 15, Everett 14, Mönninghoff 7/1, Kulawick 5/1, Edwards 14/1, Schwarz 3/1, Spohr 6/2, Perry, Boykin, Onwuegbuzie, Boakye.

Beste Würzburger: Long 20, Lane 13, Ulmer 12, Tuttle 10, Joyce 10.

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