Basketball-Bundesliga Männer

68:55 gegen Chemnitz: BG Göttingen feiert den Klassenerhalt

Knapp am „Double-Double“ vorbei mit 14 Punkten und neun Rebounds: BG-Center Tai Odiase (lila Dress) verliert den Ball gegen die Chemnitzer Terrell Harris, Jonas Richter (7) und Marcus Thornton.
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Knapp am „Double-Double“ vorbei mit 14 Punkten und neun Rebounds: BG-Center Tai Odiase (lila Dress) verliert den Ball gegen die Chemnitzer Terrell Harris, Jonas Richter (7) und Marcus Thornton.

Große Freude bei der BG Göttingen: Die Veilchen gewannen das Nachholspiel gegen die Niners Chemnitz fast ungefährdet mit 68:55 (34:27) und dürften damit den Klassenerhalt in der Basketball-Bundesliga endgültig eingetütet haben.

Göttingen – Der Matchwinner war diesmal eine bärenstarke Verteidigung, wie sie die BG in dieser Saison noch nie gespielt hat. Kurios: Beim 103:79-Sieg am vergangenen Samstag in Vechta hatten die Göttinger schon zur Halbzeit 69 Punkte erzielt.

Für die Mannschaft von Trainer Roel Moors war es der insgesamt zehnte Saisonsieg, der vierte Erfolg zuhause und der dritte in Serie – das hatten die Veilchen zuvor in der laufenden Spielzeit noch nicht geschafft. Mit 18 Punkten ragte erneut Rihards Lomazs heraus, der vor zwei Wochen mit 38 Zählern einen Saisonrekord in der BBL aufgestellt hatte.

Die Göttinger mussten ohne Akeem Vargas auskommen, der sich in Vechta am rechten Knöchel verletzt hatte. „Nur ein Außenbandriss, ich dachte schon, es wäre ein Syndesmoseband-Riss. So hatte ich noch Glück im Unglück“, meinte der BG-Kapitän im MagentaSport-Interview.

So stand Nelson Weidemann in der Anfangsformation, die durch Tai Odiase mit 4:0 in Front ging. Die BGer verteidigten schon der ersten Spielphase gut und aufmerksam, gingen mit 12:3 nach vorn, sodass sich Niners-Coach Rodrigo Pastore zur ersten Auszeit gezwungen sah. Besser wurde es für die Sachsen zunächst nicht. Mit einem 20:10 gingen die Veilchen in die erste Pause.

Zu Beginn des zweiten Viertels ließen es die BGer etwas schleifen, agierten zu nachlässig und ungenau. Chemnitz kam auf, vor allem dank seines besten Mannes, Marcus Thornton, der zum 20:23 verkürzte. Göttingens Rihards Lomazs konterte mit dem nächsten Dreier für die Gastgeber und Odiase ließ es nach einem Alley-oop-Zuspiel von Deishuan Booker per Monster-Dunk krachen.

Treffsicher zeigte sich zudem wieder Mathis Mönninghoff in seinem 275. BBL-Spiel, der drei Dreier in der ersten Halbzeit verwandelte. Der Lette Lomazs schloss den ersten Durchgang mit den letzten Punkten zum 34:27 ab. Bis zur Pause zeigten die Veilchen eine ausgeglichene Leistung, aus dem Team stach diesmal keiner besonders hervor.

Auch in der zweiten Hälftedominierte bei der BG die Defensive. Unter dem eigenen Korb pflückten die Göttinger 29 Abpraller, Odiase allein neun. So drehten sie zum Ende auch das Rebound-Duell noch zu ihren Gunsten von 19:22 (Halbzeit) auf 39:36.

Geschickt hielt die BG die Sachsen in Schach, störte sie immer wieder an der Dreier-Linie, sodass die Niners nur achtmal von jenseits des Perimeters trafen – wenig für ihre Verhältnisse. Bemerkenswert: Mit Thornton (15) scorte nur ein Chemnitzer zweistellig, während es bei den Veilchen vier waren.

Da Abwehrarbeit Trumpf war, fielen nach dem Wechsel auch nur noch wenige Punkte. Näher als auf sechs Zähler (48:42) ließ die BG die Gäste nicht herankommen. Lomazs (3), Harper Kamp (Buzzer-beater zum 53:42 nach 30 Minuten) und Booker streuten noch fünf Dreier in der zweiten Halbzeit ein – ansonsten kontrollierte die BG die Partie, ohne noch in Gefahr zu geraten.

„Wir hatten Bock zu verteidigen und haben vorne gut den Ball bewegt“, sagte Mathis Mönninghoff im TV-Interview. Ehe er mit den Teamkollegen den Klassenerhalt feierte! Leider ohne Fans. Was wären sie in der S-Arena glücklich gewesen...

BG: Booker 5/davon 1 Dreier, Weidemann, Nelson 10/1, Onwuegbuzie, Kramer 2, Omuvwie, Lomazs 18/5, Mönninghoff 11/3, Kamp 8/2, Odiase 14, Dawkins.

Beste Chemnitzer: Thornton 15/3. Wimberg 7/1, Stanic 7.  (Helmut Anschütz/gsd)

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