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68:69 gegen Saarlouis: BG 74 Göttingen verliert unglücklich

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Von: Helmut Anschütz

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Ziemliches Handgemenge: Göttingens Griechin Vasiliki „Viki“ Karambatsa (am Ball) gegen Saarlouis’ Leah Scott (9) und die Finnin Maria Äijänen.
Ziemliches Handgemenge: Göttingens Griechin Vasiliki „Viki“ Karambatsa (am Ball) gegen Saarlouis’ Leah Scott (9) und die Finnin Maria Äijänen. © Hubert Jelinek/gsd

In der Damen-Basketball-Bundesliga verloren die medical instinct Veilchen BG 74 Göttingen ihr Nachholspiel gegen die inexio Royals Saarlouis unglücklich mit 68:69 (32:30). Die Chance zum nächsten Krimi-Sieg wie gegen Nördlingen war da, doch diesmal war den Veilchen Ladies das nötige Glück nicht hold.

Göttingen – Die Göttingerinnen hatten alle Spielerinnen dabei - sämtliche am vergangenen Wochenende vorgenommenen PCR-Tests waren demnach negativ.

Positiv war, dass Marie Reichert gleich mal an ihre gute Vorstellung vom Sieg gegen Nördlingen anknüpfte und für die Führung sorgte. Zwar trafen Magaly Meynadier und Addison Richards für die Saarländerinnen zwei Dreier in Folge zu ihrer 6:5-Führung. Und auch danach lagen die Gäste zunächst weiter mit 14:9 in Front. Aber nach dem Anschluss von Neuzugang Emese Vida und dem ersten Göttinger Dreier von Jenny Crowder stand es auf einmal 14:14. Und mit einem Drei-Punkt-Spiel sorgte die starke Polin Sylwia Bujniak für den 17:16-Vorsprung nach den ersten zehn Minuten.

Göttingens Spielmacherin war es auch, die das zweite Viertel mit den Punkten zum 19:16 und 21:16 eröffnete. Drei Minuten traf Saarlouis gar nicht, ehe Richards den Bann brach. In der Folge ging es hin und her - die Führungen wechselten mehrfach. Einige Minuten waren die Gäste vorn, weil die BG 74 in der Offensive wiederholt die Bälle verlor. Doch nach einer Auszeit der Saarländerinnen meldeten sich die Veilchen Ladies zurück, glichen durch drei Freiwürfe von Katharine Tudor (beim Dreier-Versuch gefoult) zunächst zum 30:30 aus, ehe Domuzin mit zwei weiteren Freiwürfen für die 32:30-Pausenführung der Göttingerinnen sorgte, die bis dahin aber nur einen von neun Dreiern getroffen hatten.

Nach dem Wechsel blieben die Veilchen Ladies weiter in Front, obwohl Domuzin beim Dreier den Gästekorb glatt verfehlte. Später musste sie verletzt vom Feld. Vorher hatte sie allerdings noch einen Dreier zum 41:40 verwandelt. Mit einem Vier-Punkt-Spiel brachte Kat Tudor ihre Farben wieder in Führung (45:42). Als die Referees mehrere Offensiv-Fouls gegen die BG 74 pfiffen, kassierte Coach Goran Lojo ein Technisches Foul, was Meynadier wieder zum 47:45 für die Saarländerinnen nutzte. Aber es ging hin und her zwischen den Teams, die auf Augenhöhe agierten. Zum Ende des dritten Abschnitts hatten erneut die Veilchen Ladies mit 53:49 die Nase vorn.

Als Tudor kurz nach Beginn des letzten Viertels zum 58:53 traf, schien die BG 74 auf einem guten Weg. Doch schnell war der Vorsprung wieder weg. Bitter auch, dass Reichert 4:46 Minuten vor Schluss ihr fünftes Foul kassierte.

In der Crunch-Time kochten die Emotionen erst richtig hoch, was auch an vielen strittigen Entscheidungen der unsicheren Referees lag. Sie hängten Viki Karambatsa eine weiteres Technisches Foul an, was die 130 Zuschauer erboste. Den 66:68-Rückstand drehte Saarlouis dann durch Meynadier und Scott zum 69:68 für die Gäste. Den letzten Göttinger Angriff mit der Chance zum Sieg vergab dann Kapitänin Crowder. So verpasste das Lojo-Team einen wichtigen, durchaus möglichen weiteren Sieg auf dem Weg zum Klassenerhalt.

PS. Absolut unsportlich verhielt sich Saarlouis-Trainerin Isabel Fernandez. Bei fast jedem Freiwurf redete sie lautstark dazwischen. Peinlich!

BG 74: Domuzin 5/davon 1 Dreier, Crowder 11/1, Kretschmar, Karambatsa 7, Reichert 9 (13 Rebounds), Brabencova 10, Bujniak 13, Tudor 11/2, Vida 2.

Beste Werferinnen Saarlouis: Scott 21, Richards 16/1, Meynadier 15/3.  (Helmut Anschütz/gsd)

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