Basketball-Bundesliga Männer

69 Punkte vor der Pause: BG Göttingen wirft Vechta aus der Halle

Weißer BG-Blitz: Deishuan Booker (links) überläuft die Rasta-Deckung, trifft gleich gegen Vechtas Tim Hasbargen (Mitte) und Jesse Hunt. Hinten Harper Kamp.
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Weißer BG-Blitz: Deishuan Booker (links) überläuft die Rasta-Deckung, trifft gleich gegen Vechtas Tim Hasbargen (Mitte) und Jesse Hunt. Hinten Harper Kamp.

So sagt die BG Göttingen dem Abstiegskampf in der Basketball-Bundesliga langsam Servus! Sechster Auswärtssieg beim 103:79 in Vechta – bei den Veilchen war mehr Reggae-Musik drin als bei den Rastamännern.

Vechta/Göttingen – 69 Punkte dabei schon in der ersten Halbzeit. Fast unglaublich! Und jetzt schon fünf Siege Vorsprung vor dem vorletzten Platz! Die Protagonisten der Partie:

. Akeem Vargas: Erstmal ging der Kapitän voran – kurz vor Schluss humpelte er in die Kabine. Im einzelnen: Nach dem Eröffnungs-Korb ließ er im ersten Viertel noch zwei Dreier folgen, im dritten dann noch ein Zweier, womit die zehn Zähler komplett waren. 103 Sekunden vor Schluss knickte er nach einem Fast-Break und Duell mit Jannes Hundt um, musste auf Physio Uwe Klassen gestützt in die Kabine. Diagnose noch offen.

In Göttingen knallen schon die Sektkorken

MagentaSport-Kommentator Holger Sauer zur 69:36-Pausenführung der BG

. Deishuan Booker: Zuletzt eher unter dem Radar tauchte der Pointguard im Rasta-Dome wieder auf und leitete mit drei Vier-Punkt-Spielen (Dreier mit Foul plus Freiwurf) in Folge(!) einen starken 19:0-Lauf der BG vom 26:21 zum 45:21 ein.

. Aubrey Dawkins: 3:59 Minuten genügten dem leichtfüßigen Springinsfeld im zweiten Viertel zu seinen 14 Punkten inklusive vier Dreiern. Nach 11:42 Minuten traf er zum 45:21, dann ein Zweier, gefolgt von zwei Dreiern zum 53:27 und der letzte zum 56:30 bei 15:43 Minuten. Noch knapp fünf Minuten Spielzeit in Halbzeit zwei (ohne Punkte) – das war die Dawkins-Gala!

. Luke Nelson: Nachdem der Brite in Berlin und gegen Bonn punktlos geblieben war, kam er in Vechta wieder aus dem Gebüsch. Drei Dreier und acht weitere Punkte – Nelson zeigte endlich wieder, dass mit ihm weiter zu rechnen sein wird. Wieder die alte Briten-Power! . Der Fast-Rekord: 69 Punkte warfen die BGer in der ersten Halbzeit – so viele haben sie in ihrer gesamten Erstliga-Historie noch nie einem Gegner eingeschenkt. Übertroffen wird die BG nur von Ludwigsburg, das 2018 in Gießen mal 71 Punkte schaffte.

. Das sagt Trainer Roel Moors: „Wir haben eine unglaubliche erste Halbzeit gespielt – natürlich mit einer überragenden Dreierquote. 14 von 18, so trifft man nicht in jedem Spiel. Aber wir haben eben den Ball auch sehr gut bewegt und in der Defense mit unglaublich viel Energie gespielt. In den letzten zwei, drei Wochen haben wir viel an den Rotationen gearbeitet und das heute auch umgesetzt. Das war sehr, sehr stark. In der Pause wussten wir, dass es in der zweiten Halbzeit schwieriger wird. Wir haben nur noch einen Dreier getroffen und haben den Ball auch nicht mehr so gut bewegt. Vechta ist ein Team, das nie aufgibt. Das hatten wir auch im Pokal erlebt. Aber trotzdem ist uns ein sehr guter und wichtiger Sieg gelungen.“

Schon Dienstag (19 Uhr) geht’s weiter: Nachholspiel gegen Chemnitz.  (haz/gsd)

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