Stockton mit 19 Punkten

69:88 gegen Berlin: Albatrosse lassen BG Göttingen abstürzen

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Fast allein auf weiter Flur: Göttingens Michael Stockton spielte über die gesamten 40 Minuten durch, war mit 19 Punkten wieder bester Werfer. Hinten Berlins Niels Giffey und Dennis Clifford.

Göttingen. Die Träume von den ersten Punkten in der Basketball-Bundesliga für die BG Göttingen wurden jäh zerstört.

Alba Berlin setzte sich bei den Veilchen fast ungefährdet mit 88:69 (41:34) durch, sodass die BGer auch nach dem vierten Spiel ohne Zähler dastehen. Die Mannschaft von Trainer Johan Roijakkers hielt nur 18 Minuten bis zum 30:32 mit. Die Gastgeber fanden vor 2912 Zuschauern nie zum guten Spiel wie gegen München. Am Sonntag (15 Uhr) müssen die Göttinger bei ratiopharm Ulm antreten.

BG-Coach Roijakkers gab überraschend Nico Simon die Chance in der „starting five“. Nach einem nervösen Beginn mit je zwei Fahrkarten auf beiden Seiten sorgte Michael Stockton für die Göttinger Führung. Evan Smotrycz netzte den ersten BG-Dreier ein, ehe die Führung erstmals wechselte, weil auch Albas Luke Sikma von der Dreierlinie traf. Den Veilchen fehlte bei manchen Würfen das rechte Timing, so blieb es auch bei nur einem Dreier im ersten Viertel. Kurios: Jordan Loveridge traf zweimal in Folge zum 12:12, weil er sich gegen die Berliner den Ball wiederholte. Brion Rush scorte zum Viertelstand von 14:14 – ein „Low scoring game“ (Spiel mit wenigen Punkten).

Vier-Punkt-Spiel von Rush

Dominic Lockhart eröffnete den zweiten Abschnitt, mit einem „Vier-Punkt-Spiel“ (Dreier plus Foul mit Freiwurf) brachte Rush sein wieder nach vorn (20:19). Einer von fünf Führungswechseln in der ersten Halbzeit. Nach einer Viertelstunde verletzte sich Berlins neuer Litauer Marius Grigonis, humpelte vom Parkett. Nun kam Albas Dreier-Experte Nils Giffey auf den Geschmack, verwandelte den ersten von drei Dreiern im zweiten Viertel.

BG Göttingen verliert 69:88 gegen Alba Berlin

BG 74 - Alba Berlin
BG 74 - Alba Berlin © Jelinek
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Bis zum 30:32 waren die Göttinger gut dabei, doch dann verloren sie die Kontrolle und gaben die Partie aus der Hand. Natürlich auch, weil die Berliner hart verteidigten und fast nichts mehr zuließen. Die BG kam kaum zur Entfaltung, hatte auch weiterhin nicht das rechte Timing bei ihren Würfen. Bemerkenswert: Stockton stand die gesamten 20 Minuten in der ersten Hälfte auf dem Feld. Die BG hatte zur Pause nur 20 Prozent ihrer Dreier getroffen, Berlin 50 Prozent. Auch bei den Rebounds und Assists lagen die BGer hinten.

Veilchen mit 0:10-Serie

In die zweite Hälfte starteten die Berliner mit einem 10:0-Lauf, der die BG-Aussichten weiter verschlechterte. Erst nach knapp drei Minuten gelangen Stockton die ersten Punkte durch Freiwürfe. Nach dreieinhalb Minuten lagen die Veilchen mit 36:56 zurück – ganz bitter, wie sie diese Partie aus den Händen gaben. Roijakkers reagierte mit einer Auszeit. Die Serie gegen die BG wurde aber sogar noch schlimmer – 2:19 in den ersten gut fünf Minuten und damit 36:60. Eine Bestrafung für die Veilchen, damit war nach dem ordentlichen Anfang kaum zu rechnen.

Roijakkers setzte fortan die Bankspieler ein, wohl auch um Kräfte zu sparen für die Partie in Ulm am Sonntag. So kamen auch Lenny Larysz und Joanic Grüttner zu ihren Minuten. Sieben Minuten vor Schluss hieß es 53:70, die Messe war gelesen. Eine bittere Erfahrung mehr für die BG. Auch wenn Michael Stockton das letzte Viertel fast zu einer Ein-Mann-Show umfunktionierte und auf insgesamt 19 Punkte kam – bei 40 Minuten Einsatzzeit.

Am Ende kostete die schwache Phase am Ende des zweiten Viertels und das schwache dritte Viertel das Spiel. Auffällig auch: Coach Roijakkers strafte seine US-Boys in der zweiten Halbzeit ab, indem er sie fast komplett auf der Bank schmoren ließ. O-Ton Roijakkers: „Sie müssen lernen, sich den Arsch aufzureßen. Das braucht man im Abstiegskampf.“ Stockton nahm er von dieser Kritik aus.

Göttingen: Lockhart 6, Williams 9, Smotrycz 8, Kramer (n.e.), Carter 1, Rush 11, Stockton 19, Loveridge 6, Larysz, Simon, Haukohl 9, Grüttner.

Berlin: Butterfield 20, Siva 13, Giffey 13, Sikma 12, Grigonis 11.

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