Basketball-Bundesliga: Göttingen bleibt weiter im Abstiegskampf

70:82 in Bonn - BG geht am Ende die Puste aus

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Harter Zweikampf: Göttingens Michael Stockton (rechts) versucht, sich gegen Bonns Konstantin Klein durchzusetzen.

Bonn. Die BG Göttingen verlor in der Basketball-Bundesliga bei den Telekom Baskets Bonn mit 70:82 (34:30).

Mehr als 30 Minuten toll gekämpft und lange geführt, aber letztlich doch noch verloren – so bitter verlief für die BG Göttingen am Freitagabend das Auswärtsspiel bei den Telekom Baskets Bonn. Der Kampf der Göttinger vor 4800 Zuschauern, die gute Vorstellung im harten Abstiegskampf blieb ohne Lohn.

Trainer Johan Roijakkers verzichtete erneut auf Will Buford, der wegen seiner Oberschenkelprobleme gar nicht mitfuhr nach Bonn. Die Reise traten die BGer übrigens nicht in ihrem großen Bus an, sondern in drei Mercedes-Kleinbussen. „Es zählt jede Stunde, die wir wieder eher zuhause sind“, hieß es von den Veilchen. Bereits Sonntag steht ja das nächste Spiel in Gießen an.

Mitch Creek brachte die G in Front, Carter und erneut Creek sorgten für das 6:2. Ein seltenes „Vier-Punkte-Spiel“ (Dreier mit Foul und Freiwurf) brachte Bonn durch Josh Mayo die 10:6-Führung. Nun legten die Rheinländer immer einen Korb vor, doch die BG hielt stets Anschluss. Mayo zweiter Dreier saß zum 17:14, doch das bessere Ende des ersten Abschnitts hatten wieder die Göttinger durch Stephan Haukohl und Brion Rushs ersten Dreier zum 23:19.

BG erstaunlich selbstbewusst

Rush eröffnete den zweiten Durchgang mit einem Drei-Punkte-Spiel zum 25:19, dem er zwei Freiwürfe folgen ließ. Und Williams legte das 28:19 nach. Bonns Coach Predrag Krunic reagierte mit einer Auszeit. Bonn konnte verkürzen, weil die BG Chancen liegen ließ. Doch wenig später kam Creek wieder aus dem Gebüsch und steckte den Baskets zwei Bälle zum 34:25 ein – den zweiten mit einem krachenden und scheppernden Dunk.

Die BG agierte erstaunlich selbstbewusst, sah ihre Chance, während die verunsicherten Bonner ihre Würfe nicht trafen, mehrfach über den Ring rollende Bälle beklagten. Die Veilchen blieben weiter vorn, mussten aber hinnehmen, dass das Krunic-Team bis zur Halbzeit auf 30:34 herankam. Dennoch: In der ersten Halbzeit lieferten die Südniedersachsen eine Vorstellung ab, die man ihnen so nicht unbedingt zugetraut hatte. Mitentscheidend für die Pausenführung: Die BG hielt den Gastgeber bei nur 29 Prozent Trefferquote, hatte nach 20 Minuten schon 25 Rebounds geholt. Bescheiden indes die Trefferquote von 10 Prozent.

Michael Stockton markierte zu Beginn der zweiten Halbzeit das 36:30. Beim 42:32 leistete sich Creek dann den ersten Fehlwurf bei den Freiwürfen, die Göttinger verloren nun ihre Linie und mussten die Bonner herankommen lassen. Der Vorsprung schmolz zusammen und die Bonner glichen aus zum 45:45. Jetzt wurde die Partie zum Nervenspiel. Carter kassierte sein viertes Foul, Roijakkers nahm ihn raus. Rush nutzte den Freiwurf nach einem Technischen Foul von Yormas Bartolo zum 48:47. Aber es lief nicht mehr ganz so rund bei der BG, die wie Bonn wegen jeweils fünf Teamfouls immer wieder an die Linie ging. Per zweitem Dunk brachte Mitch Creek sein Team auf 54:55 nach 30 Minuten heran.

BG verliert Souveränität

Im Schlussviertel Spannung pur! Dominic Lockhart traute sich etwas zu, versenkte zwei Dreier zum 64:64. Die BG lieferte weiter einen großen Kampf, kassierte aber zu viele Fouls: Creek (36.) und Loveridge (37.) jeweils das vierte. Von den Pfiffen der Schiris beeindruckt verlor die BG nun die Souveränität und kassierte Punkt um Punkt – zu viele letztlich. Und musste doch noch die Niederlage hinnehmen, nach der es über 30 Minuten nicht aussah. Umso bitterer war sie! Toll gekämpft, aber die ganze Mühe, das ganze Engagement blieb unbelohnt. Am Sonntag (17.30 Uhr) geht der Abstiegskampf in Gießen weiter.

BG: Lockhart 13, Williams 4, Kramer 2, Carter 10, Rush 9, Stockton 9, Loveridge 3, Stechmann, Larysz, Haukohl 2, Grüttner, Creek 18.

Bonns beste Werfer: Mayo 19, Gamble 18, Hill 12, DiLeo 12. 

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