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70:82 - Veilchen-Blackout gegen Heidelberg

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Zwei Punkte vom Neuen: Göttingens Nate Grimes (am Ball) gegen Heidelbergs Robert Lowery (links) und Kelvin Martin.
Zwei Punkte vom Neuen: Göttingens Nate Grimes (am Ball) gegen Heidelbergs Robert Lowery (links) und Kelvin Martin. © Hubert Jelinek/gsd

So hatte sich Basketball-Bundesligist BG Göttingen das erste seiner drei Nachholspiele nicht vorgestellt: Gegen die MLP Academics Heidelberg gab es beim 70:82 (28:36) geradezu ein Debakel.

Göttingen – Fast nichts klappte –es war der schwächste Saison-Auftritt vor 1847 Zuschauern.

Erst einmal Entwarnung: Der in Oldenburg heftig gestürzte Harald Frey macht sich warm. So hat Trainer Roel Moors alle Mann an Bord.

Bei den Heidelbergern fehlt dagegen der frühere BGer Kyan Anderson, er ist erkrankt.

Nach dem ersten Rückstand trifft Jeff Roberson mit dem ersten BG-Dreier zum 3:2. Aber die Veilchen kommen irgendwie nicht recht auf Touren, wirken gehemmt. So führen die Kurpfälzer 8:5, bis Stephen Brown mit dem zweiten Dreier ausgleicht. In Führung bleiben danach aber die Gäste. Niklas Würzner zeigt, dass auch Heidelberg Dreier kann – 13:18. Zwei Mal drückt danach Philipp Hartwich die Kugel rein, bekommt jeweils noch das „and one“ (Zusatz-Freiwurf). Erst vergibt er, dann trifft er zum 16:18. Mit 18:22 geht’s in die erste Pause. Das ist bis dahin nicht gerade toll, BG!

Die Rädchen greifen weiter kaum ineinander. Es stockt und rattert, es ist Sand im BG-Getriebe. Heidelberg-Legende Shy Ely trifft per Dreier zum 29:22 für die Gäste. Trainer Moors hat die Nase voll, nimmt nach 15 Minuten die Auszeit. Was er mit verschiedenen Spielern auch ausprobiert – durchschlagenden Erfolg zeitigt es nicht. Liegt auch daran, dass Topscorer Kamar Baldwin so gut wie gar nicht ins Spiel kommt. Zudem fallen die Dreier nicht. Dann kommen auch noch die Schiris ins Spiel, pfeifen nach Videobeweis ein Unsportliches Foul gegen Hartwich, das geradezu lächerlich ist. Was aber nichts daran ändert, dass die BG total neben der Spur ist. Nach siebeneinhalb Minuten erst netzt Mathis Mönninghoff den sechsten Göttinger Punkt zum 24:34 ein. Auf einmal meldet sich Baldwin dann doch zwei Mal, schafft das 28:34. Mit 28:36 geht es in die Kabine.

Bis dahin ein enttäuschender BG-Auftritt gegen einen allenfalls durchschnittlichen Gegner – was den Veilchen (Trefferquote: magere 37 Prozent, nur 19 Prozent Dreier/3 von 19) kein gutes Zeugnis ausstellt. Das beste Dreier-Team trifft (fast) keine mehr.

So beginnt auch die zweite Hälfte: Jake Toolson, sonst der „Dreier-König“, versucht es drei Mal - drei Mal geht das Ding nicht rein. Die Fans werden unruhig. Nach knapp fünf Minuten des dritten Viertels reicht’s Coach Moors schon wieder nach einem 3:11-Lauf – Auszeit.

Aber das Debakel geht weiter. Die Veilchen finden kein Rezept, vergeigen ihre Angriffe schwach. Nach 27 Minuten führen die „Akademiker“ mit 54:34, der Abend wird immer schwärzer für das lila Team.

Den Schlussabschnitt eröffnet Heidelbergs Rastamann Rob Lowery mit einem Dreier. Es bleibt bei dem dem hohen Rückstand der Göttinger. Sechs Minuten vor dem Ende heißt es 47:67. Und die BG-Fans murren. Die letzten Minuten quälen nur noch, da es für eine große Wende längst zu spät ist. Die acht Zähler von Vargas und Toolson kurz vor Ende machen die Pleite auch nicht mehr besser.

Ein herber Rückschlag für die BG im Kampf um die Playoffs. Nachwirkungen der 85:86-Niederlage von Oldenburg?

BG: Toolson 7, Frey 4, Roberson 8, Vargas 10, Hujic, Wüllner, Hartwich 9, Mönninghoff 8, Brown 5, Grimes 6, Giotis 2, Baldwin 10.

Beste Heidelberger: Chapman 18, Ugrai 16, Martin 17. (haz/gsd)

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