70:85! Enttäuschender Auftritt der BG Göttingen in Bayreuth

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Was soll man da nur machen? Auch Göttingens Trainer Johan Roijakkers konnte die Art und Weise der Niederlage in Bayreuth kaum fassen.

Bayreuth. Bei medi Bayreuth kassierte die BG Göttingen im letzten Spiel 2015 eine fast vernichtende Niederlage in der Basketball-Bundesliga. Die Oberfranken brannten einen Tag vor Silvester schon mal ein Punkte-Feuerwerk ab und gewannen mit 85:70 (42:30).

Einmal mehr verteidigte die BG, die das Rebound-Verhältnis mit 25:40 verlor, schlecht und sorgte für eine Riesen-Enttäuschung. In der zweiten Halbzeit verzichtete Trainer Johan Roijakkers fast komplett auf den Einsatz von Khalid El-Amin, Shane Edwards, David Godbold und Terrell Everett. Bestrafung oder Schonung fürs Spiel gegen Gießen am nächsten Samstag?

Bayreuth ging 2:0 in Führung, die BGer vergaben zu Beginn gleich zwei Dreier durch Ruben Boykin und David Godbold. Überhaupt war die Quote vom Perimeter erneut schlecht. Im ersten Viertel traf nur El-Amin. Nach 3:30 Minuten lagen die Veilchen schon 3:9 hinten, bei ihnen klappte wenig bis nichts. Es war ein Trauer-Auftritt der Göttinger in den ersten zehn Minuten. Bayreuths Spielmacher Jake Odum traf per Buzzer Beater zum 12:6, Dominik Spohr unterlief ein Schrittfehler - das passte leider irgendwie zu diesem schwachen Spiel der Niedersachsen. Trainer Roijakkers nahm nach 7:30 Minuten beim Stand von 9:19 die erste Auszeit. Mit 9:21 ging es in die erste Pause. Die Veilchen bekamen zwei blaue Augen verpasst. Malte Schwarz vergab einen völlig freien Dreier, was für noch mehr Ernüchterung bei den BGern sorgte. Die Leistung in den ersten zehn Minuten war nicht reif für die 1. Liga.

Zweites Viertel ausgeglichen

Bis weit ins zweite Viertel hinein lief bei den Südniedersachsen weiterhin kaum etwas zusammen. Allerdings hatten sie bei einigen Aktionen auch Pech, als Korbleger über die Reuse rollten. Die Dreier fielen weiterhin nicht, erst Mathis Mönninghoff verwandelte den überhaupt erst zweiten zum 22:33 nach gut einer Viertelstunde. Erst gegen Ende des zweiten Durchgang konnten sich die Veilchen ein bisschen an die Oberfranken heranarbeiten, als Harper Kamp zum 28:38 traf. Mit einem 30:42-Rückstand ging es in die Pause, was bedeutete, dass die BG das zweite Viertel mit 21:21 ausgeglichen gestalten konnte, was aber den miesen ersten Abschnitt nicht entschuldigen konnte.

Im dritten Viertel funktionierte bei den BGern dann fast noch weniger als im schon desaströsen ersten Viertel. Bayreuth spielte sich die Dreier gut heraus, John Flowers netzte einen nach dem anderen ein. Nach 25 Minuten hieß es 56:36 für das Team von Trainer Mike Koch, dem keine Gefahr mehr drohte. Nach 30 Minuten lagen die Veilchen aussichtslos 46:63 zurück.

Einsatzzeit für Deutsche

Roijakkers verzichtete da schon auf El-Amin (nur 17:33 Minuten Einsatzzeit), Godbold (11:55), Edwards (7:43) und Everett (13:53), ließ nach der Pause fast komplett die Deutschen spielen. Erst in der Schlussphase, als alles schon entschieden war, konnten Mönninghoff, Onwuegbuzie (20:33 Min. Spielzeit!), Spohr, Kulawick und Schwarz mit Dreiern noch für ein bisschen „Ergebniskosmetik“ sorgen. An dem schlechten Gesamteindruck änderte dies jedoch auch nichts mehr. In dieser Form ist Göttingen ein heißer Abstiegskandidat. Am kommenden Samstag (2. Januar 2016) haben die Veilchen das letzte Vorrundenspiel in der S-Arena gegen Aufsteiger und Erstliga-Rückkehrer Gießen (18.30 Uhr).

BG: Kulawick 6/2 Dreier, Everett 2, Spohr 12/3, Onwuegbuzie 5/1, Schwarz 3/1, Mönninghoff 10/2, Godbold, Borchers, Kamp 15, Edwards 3, Boykin 7, El-Amin 7/1.

Beste Bayreuther:  Horton 19/3, Odum 17/2, Flowers 13/2, Mullings 12/1. (gsd)

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