BG Göttingen

71:59-Sieg gegen Holländer, aber viel "Käse" bei den Veilchen

Auch nur eine durchwachsene Leistung: Göttingens Neuzugang Armon Johnson (am Ball) gegen Groningens Will Sullivan. Im Hintergrund BG-Rekonvaleszent Dominik Spohr. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Die BG Göttingen hat ihren vorletzten Heim-Test gegen Donar Groningen (Niederlande) mit 71:59 (46:30) bestanden.

Einer guten ersten Halbzeit folgte dabei eine sehr durchwachsene zweite Hälfte, die die Veilchen vor 889 Zuschauern verloren. Die Formkurve zeigte in der zweiten Hälfte immer weiter nach unten – fast so wie bei abstürzenden Börsenkursen. Viel „Käse“ also bei der BG gegen die Holländer.

„Refugees welcome“ aber zunächst auch bei den Veilchen: 30 Flüchtlinge waren am Samstag zu Gast beim vorletzten Heim-Test. Nicht zu sehen bekamen sie erneut den weiter verletzten Mathis Mönninghoff und Gastspieler Nick Livas. Dafür war Dominik Spohr wieder dabei gegen den holländischen Pokalsieger – der gleich kräftig eingeschenkt bekam!

Die BGer powerten los mit viel Tempo, viel Druck, viel Durchsetzungsvermögen. So wollte es auch Trainer Johan Roijakkers sehen. Malte Schwarz netzte den Eröffnungsdreier und vor allem Ruben Boykin machte den Fans in dieser Beziehung Spaß. Der „Nachfolger“ seines Bruders Jamal traf Ende des ersten Viertels gleich dreimal von außerhalb des Perimeters. Das sah wirklich nicht schlecht aus – eine Steigerung gegenüber den vergangenen Tests.

Im zweiten Viertel sorgte Shane Edwards für die Show: Zwei krachende Dunks zum 34:17 und 39:27 beeindruckten die Zuschauer. Der Ball lief flott durch die lila-weißen Reihen, nur kurz stotterte das Spiel der Göttinger. 46:30 zur Pause, das war bis dahin eine ordentliche Leistung der BGer.

Immer weiter abwärts

So ansehnlich die erste Halbzeit verlief – so sehr nahmen in der zweiten die Konzentrationsschwächen bei den Veilchen zu. Die Abwehr schlief mehrfach, Roijakkers reagierte mit einer Auszeit, doch entscheidend besser wurde es auch danach nicht. Mit 11:14 ging das dritte Viertel an die Niederländer.

Und auch der letzte Abschnitt war keine Offenbarung. Die Veilchen hatten ihren Rhythmus verloren und ebenso keine Treffsicherheit mehr. Aber wie die Partie begonnen hatte, so endete sie schließlich – mit dem letzten Dreier von Malte Schwarz zum 71:59.

Regelrecht sauer war Coach Roijakkers hinterher auf Ricky Minard, den er nach 33 Minuten in die Kabine geschickt hatte - nicht weil er verletzt war, sondern „weil er nicht zugehört hatte“, so der BG-Trainer, der seine Spieler dahingehend immer wieder anmahnt. So kam Minards Abgang fast einem temporären Rausschmiss gleich. Roijakkers: „Wir verlieren im Spielverlauf immer wieder an Intensität und Konzentration. Wir haben zu wenig Größe und Stärke im Team.“

Am Sonntag (17 Uhr, S-Arena) spielt die BG in der Vorbereitungsphase letztmals zuhause gegen Zwolle (ebenfalls aus den Niederlanden).

BG: Edwards 13, Johnson 5, Godbold 8, Hadenfeldt 3, Spohr 4, Schwarz 6, Kamp 4, Minard 11, Kulawick 3, Boykin 14, Onwuegbuzie, Boakye. (haz/gsd)

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