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73:65 - Schwer erkämpfter Arbeitssieg der BG Göttingen in Frankfurt

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Von: Walter Gleitze

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16 Punkte erzielt: Göttingens Jake Toolson (links) kann hier im Duell am Frankfurter Lukas Wank vorbeiziehen.
16 Punkte erzielt: Göttingens Jake Toolson (links) kann hier im Duell am Frankfurter Lukas Wank vorbeiziehen. © IMAGO/Jürgen Kessler

Basketball-Bundesligist BG Göttingen drehte beim 73:65-Sieg in Frankfurt ein schon verloren geglaubtes Spiel dank einer Leistungssteigerung im letzten Viertel - wie schon gegen Chemnitz.

Frankurt/Göttingen – Nein, bis zum Ende des dritten Viertels sah es nun gar nicht nach einem Sieg der BG Göttingen in der Basketball-Bundesliga bei den Skyliners Frankfurt aus. Denn die Hessen führten zu diesem Zeitpunkt mit 56:51. Da bedurfte es schon einer erheblichen Leistungssteigerung im letzten Viertel, so wie am vergangenen Sonntag gegen Chemnitz, um diese Partie am Ende doch noch mit 73:

65 (31:40) für sich zu entscheiden und damit weiter Boden im Kampf um die Playoffs gutzumachen.

Die 1103 Zuschauer – erlaubt waren 3000 – sahen nun wahrlich kein hochklassiges Match, in dem die Göttinger allein von der Tabellenkonstellation als Favorit in diese Begegnung gegangen waren. Fehlpässe, Ballverluste, schlechte Wurfsituationen bestimmten die ersten zehn Minuten allerdings mehr aufseiten der Gäste, die eine vor allem unterirdische Dreierquote hinlegten -– kaum zu glauben als bisher bestes Bundesliga-Team in dieser Statistik. Gleichwohl steigerten die Veilchen diese Quote im Verlauf des Spiels am Ende auf passable 37,9 Prozent (11 von 29).

Ab der 15. Minute schien es, als hätten die Frankfurter sich durch die Disqualifikation (ein technisches, ein unsportliches Foul) des bisher besten Spielers der Skyliners, Will Cherry, enorm geschwächt und die BG nun leichtes Spiel. Weit gefehlt! Vielmehr bauten die Hessen ihren Vorsprung von 25:24 bis zur Pause auf 40:31 und nach dem Seitenwechsel gar auf 13 Punkte (46:33/23. Minute) aus. Doch Ende des dritten Viertels kamen die Göttinger durch ihren Pointguard Harald Frey, der sieben Punkte in Folge erzielte, endlich „aus dem Quark“.

Die ersten fünf Punkte Anfang der letzten zehn Minuten erzielte der neue Center Nate Grimes, der sich auf dieser Position mit Philipp Hartwich abwechselte, da Harper Kamp verletzungsbedingt ausgefallen war, und brachte so die Veilchen erst zum zweiten Mal in Führung mit dem 58:56. Wichtig dann auch die zwei sicher verwandelten Freiwürfe von Hartwich, der ansonsten bisher eine ganz schwache Freiwurfquote aufwies, zum 64:58. Unglaublich einmal mehr Topscorer Kamar Baldwin. Bis zur Crunchtime hatte er einen von fünf Dreiern getroffen. Doch in der entscheidenden Phase traf er seinen zweiten Dreier zum 67:61 und seinen dritten zum 72:63.

Keine Frage, so schwer hatte es sich das Team von Trainer Roel Moors sicherlich nicht bei den arg abstiegsbedrohten Frankfurtern vorgestellt. Doch wieder einmal rissen sich die Göttinger im letzten Viertel zusammen, trafen da auch die schwierigen Würfe und ließen in der Defensive kaum noch etwas zu. Die Skyliners erzielten im letzten Viertel fünf Minuten lang nur zwei Punkte. „Wir mussten feststellen, dass jedes Spiel schwierig ist“, meinte Frey im Interview bei „Magentasport“.

Viertel-Ergebnisse: 18:14, 22:17 - 16:20, 9:22.

BG: Toolson 16/davon 3 Dreier, Frey 18/4, Roberson 8, Vargas 4, Hartwich 2, Mönninghoff, Brown 2, Grimes 5/1, Baldwin 18/3.

Beste Frankurter Werfer: McLean 14, Brenneke 12.  (wg/gsd)

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