Basketball-Bundesliga Männer

74:86 in Ulm! BG Göttingen verliert zum fünften Mal in Folge

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Aller Zusammenhalt half nicht: Die BG Göttingen verlor bei ratiopharm Ulm nach großem Kampf mit 74:86. 

Ulm. Die BG Göttingen ist schlechter aus der zweiwöchigen Länderspiel-Pause gekommen als ratiopharm Ulm. Vor 6200 Zuschauern verloren die Veilchen mit 74:86 (35:37) bei den Süddeutschen und mussten ihre fünfte Niederlage in Serie hinnehmen.

Trainer Johan Roijakkers musste in der ratiopharm-Arena auf Tre Coggins verzichten. Er hat sich im Training an der rechten Schulter verletzt. Dafür waren Kapitän Michael Stockton und die weiteren gegen Bayreuth fehlenden Spieler wieder mit von der Partie.

Nach Ulms Führung glich Stockton schnell aus, Dennis Kramer sorgte per Dunk für die Führung. Derek Willis traf per Dreier zum 7:6, Den guten Start vermochten die Veilchen aber nicht fortzusetzen. Die Ulmer übernahmen alsbald das Kommando auf dem Parkett, auch weil die Göttinger einmal nicht in den nötigen acht Sekunden aus der eigenen Hälfte und und einmal ihre Angriffszeit überschritten - zwei unnötige Ballverluste. Ein Buzzer Beater von Jung-Nationalspieler David Krämer tat ein Übriges. Zudem sprang Dominic Lockhart der Ball vom Fuß ins Aus. So endete der erste Abschnitt 22:14 für die Gastgeber.

Aber die Veilchen ließen sich nicht entmutigen, scorten zu Beginn des zweiten Viertels sechs Punkte zum 20:22 durch Stockton, Williams und Kramer. Flugs waren die Ulmer aber wieder auf 29:2ß enteilt, weil die BG vorne zu viele Bälle verlor. Genauso schnell war das Roijakkers-Team jedoch wieder dran beim 27:27. Ein Spiel der Läufe, wie es so oft vorkommt im Basketball. Die Partie wurde hitziger, weil die Schiedsrichter mehrere Fouls gegen die Hausherren pfiffen, was die Fans mit gellenden Pfiffen quittierten. Trotz zweier Schrittfehler hielt die BG aber Anschluss. 44,4 Sekunden vor Schluss glich Lockhart mit zwei Freiwürfen sogar zum 35:35 aus, ehe Patrick Miller für Ulm die 37:35-Halbzeitführung erzielte. Zur Pause stachen drei Statistik-Werte heraus: Die BG hatte mit 38:27 Prozent die bessere Dreierquote und fischte 23:12 Rebounds, während sie sich zwölf Ballverluste (gegenüber nur fünf bei Ulm) erlaubte.

Ulmer 7:0-Lauf nach der Pause

Alles andere als nach Wunsch begann die zweite Hälfte, die die Mannschaft von Trainer Thorsten Leibenath mit einem 7:0-Lauf begann. Willis konterte mit dem sechsten BG-Dreier zum 38:44 und dem siebten zum 41:46. Danach war‘s wie zuvor: Ulm zog wieder etwas davon (560:41), die Göttinger verkürzten erneut. Auch wegen Technisches Fouls von Ulms Javonte Green, der nach einer Schiri-Entscheidung abfällig gestikulierte. Darius Carter brachte die Veilchen auf 55:57 heran, Ulm gelang ein Freiwurf-Korb zur 58:55-Führung nach 30 Minuten. Alles drin also noch vorm vierten Viertel.

Doch Mathis Mönninghoffs Ballverlust nutze Ulm erneut dazu wegzuziehen. Dwayne Evans traf zum 66:57 für die Gastgeber. Haukohls Dreier brachte das 64:67 für die Veilchen. Auch beim 66:69 waren die BGer noch dran, doch machte Ulm die Sache an der Freiwurflinie klar, weil die Referees nahezu jeden Kontakt pfiffen und so die Hausherren an die Linie kamen.

Göttingens Kramer, Willis und Andric kassierten jeweils ihre 5. Fouls, die Messe war gelesen und die fünfte Niederlage in Serie für die BG perfekt. Die BG gewann zwar das Rebound-Duell (40:32), traf aber nur 69 Prozent von der Freiwurflinie und leistete sich 19 Turnovers (Ulm 11).

Trainer Roijakkers: „Ich bin nicht total unzufrieden.. wir waren die ganze zeit im Spiel, aber wir hatten zu viele Ballverluste und haben in der zweiten Halbzeit 33 Freiwürfe gegen uns bekommen.“

BG:Lockhart 9, Albrecht, Kramer 7, Williams 17, Carter 9, Andric 9, Mönninghoff, Stockton 8, Willis 12, Haukohl 3, Grüttner.

Beste Ulmer:Evans 26, Miller 13, Green 11. (gsd)

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