BG 74-Trainer Paar und Katarina Flasarova im HNA-Gespräch

Doppelte Katarina Dieses Foto (oben) im Spiel gegen Grünbergs Natascha Häuser gefiel Katarina Flasarova (links) am besten. Sie suchte es am Mittwoch selbst in der HNA-Redaktion aus. Mit dabei war auch Trainer Hermann Paar (rechts). Fotos: zje (1) / wg-gsd (1)

Göttingen. Am kommenden Sonntag spielen die BG 74 Veilchen Ladies ihr erstes Playoff-Halbfinale um 16 Uhr beim TK Hannover. Vor dem Start sprachen wir mit Trainer Hermann Paar und Führungsspielerin Katarina Flasarova (30).

Herr Paar, ist Ihre Mannschaft schon im Playoff-Fieber? 

Hermann Paar: „Wir freuen uns, das Team freut sich, das ganze Umfeld freut sich. Prinzipiell geht es jetzt von vorn los. Das Team hat eine gute Entwicklung genommen, wir sind nicht chancenlos.“

Welche Erkenntnisse haben Sie noch einmal aus dem letzten Saisonspiel eben gegen Hannover am vergangenen Sonntag gezogen? 

Paar: „Wir haben noch einmal einige Dinge live erlebt und wissen, wie wir sie in den Playoffs händeln können. Wir waren erst nicht so begeistert davon, das letzte Spiel gegen Hannover spielen zu müssen, aber letztlich war es gut. Wir kennen die Halle, die Atmosphäre. Ich war vorher noch nie in Hannover.“

Katarina Flasarova: „Positiv war, dass wir stark angefangen und uns Selbstbewusstsein für die Playoffs geholt haben. Es waren die Kleinigkeiten, die das Spiel entschieden haben. (Der TKH hatte 81:71 gewonnen, die Red.).“

Ihr habt bisher die Saisonspiele gegen Hannover verloren. Ist der TKH jetzt reif für die erste Niederlage? 

Paar: „Ich denke schon. Wir benötigen einen guten Tage, weil Hannover eine sehr gute Mannschaft hat, weil sehr stark zusammengestellt. Wir haben einige Optionen, um sie zum Wackeln zu bringen. Dazu brauchen wir auch eine gute Teamleistung. Mit Vera König fehlt uns die Größe unter dem Korb. Wir können verlieren, wir können aber auch gewinnen.“

Wie wollt ihr die Topscorerinnen Jeltema und Grigoleit stoppen? 

Paar: „Wir müssen sie auf ein Normalmaß limitieren. Wir haben uns aber auch stetig weiterentwickelt und spielen derzeit auf einem sehr hohen Level.“

Flasarova: „Ich sehe das ähnlich. Jede spielt das, was sie kann. Wir spielen sehr selbstbewusst – individuell und als Team.“

Katarina, Sie haben seit drei Wochen die deutsche Staatsbürgerschaft. Was bringt sie Ihnen? 

Flasarova: „Das ist für mich eine neue Herausforderung. Ich wusste ja, dass ich auch meine tschechische Staatsbürgerschaft behalten konnte. Ich bin seit 2006 in Deutschland. Unter Ex-BG-Trainer Vlastibor Klimes habe ich unter anderem in Wolfenbüttel gespielt.“

Auf welchem Basketball-Level sehen Sie sich zurzeit? 

Flasarova: „Ich fühle mich richtig gut, bin fit, habe mich basketballmäßig auch sehr weiterentwickelt. Ich würde auch gern weiter für die Ladies spielen. Hier wird professioneller gearbeitet als in vielen Erstliga-Teams. Daher fühle ich mich hier in Göttingen auch richtig wohl.“

Paar: „Die Katarina spielt auf einem wirklich sehr hohen Niveau. Sie ist eine Vorzeige-Athletin. Sie nimmt jede Spielerin mit. Sie ist absolut top in jeder Hinsicht. Kat ist für Göttingen der Faktor schlechthin. Kat und Monique Smalls sind unsere Führungsspielerinnen.“

Wie muss man den Frauen-Basketball gegenüber den BG-Männern sehen? 

Paar: „Göttingen ist sehr Basketball-affin und auch für den Frauen-Basketball offen, das ist eher verwunderlich. Göttingen ist da eine sehr positive Ausnahme. Es gibt hier Platz genug für Frauen- und Männer-Basketball. Das Eiland Göttingen muss man da weiter fördern. Der Stadt würde auch gut zu Gesicht stehen, wenn die BG-Frauen in der ersten Liga spielen.“

Wie sieht denn die Perspektive aus, wenn es nicht mit dem Aufstieg in dieser Saison klappt? 

Paar: „Ich habe einen Einjahres-Vertrag. Wenn ich hier bleibe, möchte ich in der kommenden Saison unbedingt aufsteigen. Dazu benötigen wir zwei Verstärkungen.“ 

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