Basketball-Bundesliga Männer

74:98 - auch Ulm zu stark für die BG Göttingen

Wieder zurück im BG-Team: Luke Nelson (rechts) im Duell mit Ulms Ex-Göttinger Dylan OSetkowski. Links der Österreicher Thomas Klepeisz.
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Wieder zurück im BG-Team: Luke Nelson (rechts) im Duell mit Ulms Ex-Göttinger Dylan OSetkowski. Links der Österreicher Thomas Klepeisz.

Die BG Göttingen läuft weiter ihrem vierten Saisonsieg in der Basketball-Bundesliga hinterher. Gegen ratiopharm Ulm gab es eine verdiente 74:98 (41:49)-Niederlage. Die Veilchen bleiben damit in der akut gefährdeten Abstiegszone. Mehr als eine Fleißnote blieb für die Göttinger nicht übrig.

Göttingen – Wenigstens eine gute Nachricht vorweg: Bei der BG war Luke Nelson wieder dabei nach seinen zuletzt wieder aufgebrochenen Oberschenkelproblemen. Spielmacher Jorge Gutiérrez hat schon einen neuen Klub in Griechenland gefunden, so BG-Chef Frank Meinertshagen.

Nelson stand auch in der Starting Five, musste aber sehen, wie Ulm 6:0 in Front zog. Nach 1:42 Minuten gelang Harper Kamp der erste Korb für die Veilchen, wovon sich die Gäste völlig unbeeindruckt zeigten. Mit einem krachenden Dunk erhöhte Ulms Ex-BGer Dylan Osetkowski auf 14:6 für seine Farben. Schon da deutete sich an, wohin der Hase lief.

Beim 10:20 nahm BG-Coach Roel Moors seine erste Auszeit. Viel besser wurde es danach jedoch nicht. Moors wollte Nelson Weidemann einwechseln, doch der hatte sein Trikot noch nicht übergezogen... 14:29 nach den ersten zehn Minuten, das sprach schon Bände.

Wie schon das erste Viertel (Aric Holman) eröffnete Ulm auch das zweite mit einem Dreier von Routinier Per Günther. Während sich die Göttinger jeden einzelnen Punkt hart erarbeiten mussten, kam Ulm zwar nicht spielerisch leicht, aber dank seiner Physis wesentlich einfacher zu seinen Punkten. Zahlreiche Fehlversuche und Ballverluste in der Offensive beließen es bei der komfortablen Führung der Süddeutschen, die ihren Vorsprung Mitte des zweiten Abschnitts auf 16 Punkte ausbauten und ihn bis kurz vor der Pause im zweistelligen Bereich hielten, ehe Nelson per Nelson zum 38:47 traf. Und Aubray Dawkins gelang ebenfalls per Dreier sogar noch der 41:49-Halbzeitstand. Auffällig: Die BG warf fast doppelt so viele Zweier (25) wie Ulm (14 Würfe), das aber viel effektiver (57 zu 48 Prozent) war.

Zu Beginn der zweiten Hälfte zeigte sich endlich auch einmal der neue Spielmacher Deishuan Booker, der per Dreier zum 44:51 einnetzte. Holman und Philipps ließen Ulm aber wieder auf 59:46 wegziehen. Das Moors-Team bemühte sich redlich, doch die Ulmer hielten es stets auf Abstand. Mit mehreren guten Aktionen spielte sich BG-Center Tai Odiase gegen Ende des dritten Durchgangs in Fokus: 20 Punkte nach 30 Minuten bis dahin. Zwischenstand: 60:71.

Das letzte Viertel eröffneten beide Teams mit fünf Dreiern: Mönninghoff und Dawkins für die BG, Per Günther und Andy Obst (2) für das Team von Trainer Jaka Lakovic. Die Göttinger waren auf acht Zähler an den Gästen dran, dann aber schnell wieder 16 hinten.

Odiase baute seine Punktzahl noch clever aus, war wieder bester BGer. An der deutlichen Niederlage konnte auch er freilich nichts ändern. Ein gutes zweites und drittes Viertel reichen letztlich nicht aus, um ein individuell besser besetztes Team wie Ulm zu gefährden.

Am nächsten Freitag steigt das Kellerduell zwischen der BG und Vechta.

BG: Booker 5, Weidemann 3, Nelson 11, Vargas, Onwuegbuzie, Kramer, Omuvwie, Mönninghoff 3, Kamp 11, Rayman, Odiase 24, Dawkins 17.

Beste Ulmer: Obst 16, Klepeisz 18, Günther 14, Osetkowski 14, Holman 10. (Helmut Anschütz)

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