Basketball-Bundesliga: Niederlage der Veilchen ist zu verkraften

75:97 in Oldenburg! Aber BG Göttingen jubelt über Klassenerhalt

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Im Hinspiel: Göttingens Jordan Loveridge (am Ball) gegen Oldenburgs Marcel Keßen (rechts), Philipp Schwethelm und Rickey Paulding.

Oldenburg. Die BG Göttingen hat den Klassenerhalt in der Basketball-Bundesliga vorzeitig geschafft!

Unabhängig vom Endergebnis im Auswärtsspiel am Freitagabend bei den EWE Baskets Oldenburg ist die Rettung geglückt, womit das Saisonziel um 20:43 Uhr erreicht war. Beim Spielstand von 19:18 für die Veilchen hatte Abstiegskonkurrent Bremerhaven gegen Ulm 82:89 verloren. Damit können die Eisbären (Sonntag in München, am 1. Mai gegen Gießen) höchstens noch mit der BG gleichziehen – doch die BG (am Sonntag um 17.30 Uhr gegen den MBC, am 1. Mai in Brauschweig) hat den besseren direkten Vergleich. Vor 5604 Zuschauern verlor die BG bei den Baskets mit 75:97 (44:55) – fast Nebensache.

Wie schon in Gießen ließ Trainer Johan Roijakkers auch in Oldenburg Leon Williams als überzähligen Ausländer draußen. Dafür war erneut will Buford mit im Kader. Vor dem ersten Sprungball in der EWE-Arena richteten sich alle Blicke der Göttinger auf die Partie zwischen Abstiegskonkurrent Bremerhaven und Ulm. Die Süddeutschen führten lange klar, gerieten dann in Bedrängnis, doch am Ende setzte sich das Team von Trainer Thorsten Leibenath doch mit 89:82 durch. Damit hatte die BG bei der eigenen 19:18-Führung in Oldenburg nach 6:57 Minuten Spielzeit den Klassenerhalt in der Tasche. Klasse! 

Das erste Viertel entschieden die BGer mit 27:25 für sich, nachdem sich die Rettung herumgesprochen hatte. Nun konnten die Veilchen befreit aufspielen, der Druck war weg und auch der neue Australier Mitch Creek beteiligte sich an seinem 26. Geburtstag mit seinem ersten Korberfolg am BG-Spiel.

Ergebnis eine Marginale

Das zweite Viertel eröffnete Brion Rush mit dem vierten Göttinger Dreier zum 30:25, doch vor allem einen Oldenburger konnten die BGer nicht stoppen: Rasid Mahalbasic. Der österreichische Nationalspieler hatte nach 14 Minuten schon 14 Punkte auf seinem Konto, am Ende 22. Durch einen weiteren Dreier von Stephan Haukohl gingen die Göttinger wieder mit 35.34 in Front, was Baskets-Coach Mladen Drijencic zur Auszeit veranlasste. Die Oldenburger zogen danach an und setzten sich auf 44:38 und 48:40 ab.

Nach dem Wechsel zogen die Baskets langsam, aber sicher immer weiter davon. Der individuellen Klasse von Urgestein Rickey Paulding & Co. war die BG, bei der der Ex-Oldenburger Dominic Lockhart herzlich begrüßt wurde, nicht mehr gewachsen. Nach 26 Minuten betrug der Vorsprung der Oldenburger 15 Zähler. Nach drei Vierteln hatte sich die BG zumindest wieder auf 13 (60:73) herangekämpft.

Doch im Grunde genommen war das Ergebnis letztlich fast eine Marginalie. Die Göttinger versuchten, das Ergebnis in Grenzen zu halten, doch die Luft war irgendwie raus. Am Ende war das 75:97 vielleicht sogar die schönste Niederlage dieser Saison. Und erfreulich obendrein: Diese beiden niedersächsischen Mannschaften werden sich in der kommenden Saison wiedersehen – in der Bundesliga. Mit den Veilchen!

„Ich freue mich riesig über den Klassenerhalt für die Spieler“, meinte Roijakkers.

BG: Lockhart 7, Kramer 11, Carter 11, Rush 9, Stockton 7, Loveridge, Stechmann, Larysz, Haukohl 9, Buford 9, Grüttner 2, Creek 10.

Beste Oldenburger Werfer: Mahalbasic 22, Schwethelm 15, Paulding 15, Scott 16. (gsd)

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