Basketball-Bundesliga Männer

75:86 gegen Berlin: Dritte Überraschung der BG Göttingen blieb aus

In der Berliner Zange: Göttingens lettischer Neuzugang Rihards Lomazs (am Ball) gegen Berlins Malte Delow (links) und Johannes Thiemann.
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In der Berliner Zange: Göttingens lettischer Neuzugang Rihards Lomazs (am Ball) gegen Berlins Malte Delow (links) und Johannes Thiemann.

Am Ende war es nur ein Pflichtsieg für Alba Berlin. Gegen den deutschen Meister präsentierte sich die BG Göttingen weiter verbessert, hatte aber letztlich keine Chance und verlor mit 75:86 (35:41).

Göttingen – Die Veilcen zogen sich zufriedenstellend aus der Affäre, leisteten so gut als möglich Widerstand. Nach zwei Pleiten bei der BG in den vergangenen beiden Jahren setzte sich der Favorit diesmal wieder durch.

„Wir müssen in der Defensive aufmerksam sein und Stopps hinbekommen“, hatte BG-Coach Roel Moors vorm Spiel noch gesagt. Ganz so klappte das nicht. Nach Louis Olindes Führung glichen Aubrey Dawkins und Harper Kamp zwar jeweils zum 2:2 und 4:4 aus, doch dann begann schon die Lehrstunde von Alba. Unterbrochen nur kurz vom ersten BG-Dreier von Neuzugang Rihards Lomazs zum 9:13. Der nette Lette zeigte auch in der Folge, dass er ein Händchen hat: Vier Freiwürfe drin und noch ein Dreier, machte mal locker zehn Punkte in den ersten zehn Minuten. Die gingen aber mit 26:18 an die Gäste, die nur Niels Giffey und Payton Siva nicht dabei hatten, sonst aber mit ihrem EuroLeague-Star-Ensemble antraten.

Den Auftakt-Dreier von Berlins Schweden Eriksson im zweiten Viertel konterte Marvin Omuvwie mit dem dritten Göttinger Dreier zum 21:31. Bemerkenswerte Szene in der 13. Minute: Die BG gestattete Alba in dieser Sequenz nicht nur eine zweite und dritte Angriffs-Chance, sondern auch noch Nummer vier, fünf und sechs. Nutzen konnten die Berliner sie indes nicht. Auch dem deutschen Meister gelingt nicht immer alles.

Die BG kämpfte, mühte sich redlich, räumte den Albatrossen aber unter anderem zu viele Offensiv-Rebounds ein (zehn bis zur Pause, am Ende 17). Mit zwei Dreiern hielten Luke Nelson und Spielmacher Deishuan Booker die Veilchen aber im Spiel (30:37). Auch weil Booker nochmal von jenseits des Perimeters zum 35:41 traf.

Und die Veilchen hatten sogar noch zwei Mal die Möglichkeit, mit einem noch knapperen Resultat in die Kabine zu gehen. Doch der unglücklich agierende Kamp warf einen Ball zu unkontrolliert nach vorn und Booker scheiterte mit der letzten Aktion der ersten Halbzeit. So blieb’s beim 35:41. Alba vorn, auch mit 24:14-Gesamt-Rebounds. Aber die BG gewann das Viertel 17:15.

Kurios: Zu Beginn der zweiten Hälfte fielen 2:36 Minuten keine Punkte. Erst Lomazs traf dann zum 37:41 – der bis dahin knappste Rückstand der Gastgeber. Erikssons Dreier zum 51:41 erwiderte Mathis Mönninghoff ebenso zum 44:51. Danach aber ging’s bergab: Alba legte einen 10:0-Lauf hin, führte nach mehreren Ballverlusten der zweiten Garde der Veilchen 61:44 – Auszeit von Coach Moors.

Alba bestimmte das Match in der Folge klar, alle Bemühungen der BGer waren nicht immer von entscheidendem Erfolg gekrönt. 68:51 nach 30 Minuten.

Schonte Coach Moors seine „Starting Five“ danach bereits fürs Samstag-Spiel in Würzburg? Sah schon etwas danach aus, zumindest vorübergehend stand sie auf dem Parkett. Die Partie in Mainfranken ist auch wichtiger, als Alba auch nur annähernd Paroli zu bieten. Erfreulich schließlich die Auftritte von Lomazs mit 22 Punkten und Marvin Omuvwie (11). In der Crunchtime bäumte sich die BG sogar noch einmal auf und verkürzte auf 75:82. Am 86:75-Sieg von Alba konnte sie aber nichts mehr ändern.

Für die Berliner war’s letztlich nur der Aufgalopp zum deutsch-deutschen Gipel in der Euroleague am Freitag in München.

BG: Booker 9, Weidemann 2, Nelson 5, Vargas 3, Kramer, Omuvwie 11, Lomazs 22, Mönninghoff 3, Kamp 2, Odiase 15, Dawkins 3.

Berlins beste Werfer: Lo 23, Sikma 15, Fontecchio 13, Eriksson 11.  (haz/gsd)

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