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75:93-Pleite in Oldenburg: BG Göttingen stolpert im dritten Viertel

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Ein Schrei von Harald Frey: Oldenburgs DeWayne Russell (links) attackiert den BG-Spielmacher.
Ein Schrei von Harald Frey: Oldenburgs DeWayne Russell (links) attackiert den BG-Spielmacher. © Imago/Eibner

Zur Halbzeit sah alles noch gut aus. Doch nach der Pause lief bei der BG Göttingen immer weniger zusammen, sodass am Ende eine verdiente 75:93 (38:38)-Niederlage im Niedersachsenduell bei den EWE Baskets Oldenburg stand.

Oldenburg/Göttingen – Im dritten Viertel strauchelten die Veilchen im Oldenburger Dreier-Regen, als die Baskets sieben Mal von jenseits des Perimeters trafen und diesen Abschnitt mit 30:

13 für sich entschieden.

BG-Coach Roel Moors fing erstmals mit Peter Hemschemeier in der Starting Five an. Nach 3:49 Minuten war sein Einsatz aber vorerst beendet. Javon Bess brachte die Veilchen per Dreier in Front und traf auch zum 5:2. In der Folge übernahmen aber die Oldenburger, bei denen der Ex-BGer Rihards Lomazs nach fünf Minuten erstmals aufs Parkett kam. Der Lette hatte aber bei seiner Premiere noch nicht das richtige Zielwasser intus, kam aber auf neun Vorlagen. Insgesamt wurde er von Bennet Hundt, dem zweiten Ex-Göttinger bei den Baskets, übertroffen.

Nach den ersten zehn Minuten lagen die Göttinger 16:22 zurück, boten den Baskets im zweiten Durchgang aber couragiert Paroli. Harald Frey gelang beim 28:28 der Ausgleich, doch stets, wenn die BG daran war, in Führung zu gehen, unterliefen ihr kleine Fehler. Dennoch schaffte der stark aufspielende Mark Smith mit einem Buzzer-Beater der 38:38-Ausgleich zur Halbzeit.

Als Frey kurz nach Wiederbeginn per Dreier die erste Führung seit der Anfangsphase erzielte (41:40), schien die BG auf einem guten Weg. Doch danach kam alles eben ganz anders – leider aus BG-Sicht. Oldenburg entdeckte seine sonst bisher eher selten vorhandene Stärke von der Dreierlinie und traf im dritten Viertel sieben Mal von jenseits des Perimeters. Dabei taten sich vor allem zunächst Tanner Leisner (2) und gegen Ende Alen Pjanic (3) hervor. Die BG wirkte wie das Kaninchen vor der Schlange, sah zu, wie der Oldenburger Dreier-Regen über sie herunterprasselte. Beim 47:65 lag die BG mit 18 Zählern schon aussichtslos zurück.

Im Schlussviertel fing sich die BG zwar wieder und gestaltete es fast ausgeglichen (25:24 für die Baskets). Doch die Hypothek vom dritten Abschnitt war einfach zu groß. Das Ausscheiden von Kapitän Kamp (5. Foul, 36.) war nur ein Nebenaspekt.

„Ich habe nur ein Team spielen sehen, und das war nicht die BG Göttingen“, kritisierte BG-Coach Moors hinterher. „Wir haben mit zu viel Respekt gespielt. Das sieht man daran, dass fast jeder Oldenburger Spieler heute seine beste Saisonleistung gezeigt hat. Oldenburg hat einen starken Kader, aber wir haben mit zu wenig Intensität agiert. Das war eigentlich schon in der ersten Halbzeit so, als wir noch im Spiel waren, aber mit Sicherheit in der zweiten Halbzeit.“

.  Im Halbzeit-Interview von MagentaSport erläuterte BG-Chef Frank Meinertshagen nochmals die Situation zur S-Arena-Sperrung – siehe dazu auch den heutigen Lokalteil in dieser Zeitung. haz/gsd

Mit 23 Punkten der Göttinger Topscorer: Mark Smith (rechts) hängt Oldenburgs lettischen Ex-BGer Rihards Lomazs mit dem Ball in der Hand ab.
Mit 23 Punkten der Göttinger Topscorer: Mark Smith (rechts) hängt Oldenburgs lettischen Ex-BGer Rihards Lomazs mit dem Ball in der Hand ab. © Imago/Eibner

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