BG verliert erst in der zweiten Halbzeit noch klar

75:94 - BG Göttingen bietet Bamberg lange Paroli

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Bamberg. Ein weiterer guter Auswärtsauftritt der BG Göttingen wurde nicht belohnt. Mehr als eine Halbzeit hielten die Veilchen die Partie bei den Brose Baskets Bamberg offen, spielten prima, heizten dem Favoriten vehement ein.

Doch am Ende setzte sich wie beim Hinspiel in der Lokhalle die breitere Bank durch – die Franken gewannen mit 94:75 (47:45).

Riesen-Lautstärke zu Beginn der Partie in der mit 6800 Zuschauern wieder ausverkauften Brose-Arena. Doch die Veilchen erstickten sie mit zwei Punkten von Raymar Morgan und dem ersten Dreier von Khalid El-Amin. Erst danach wachte Bamberg auf und ging seinerseits 16:11 in Front. Aber die Göttinger ließen sich überhaupt nicht abschütteln, mit zwei Freiwürfen glich Robert Kulawick zum 19:19 aus. Und per „Buzzer beater“ gelang Alex Ruoff sogar die Viertel-Führung zum 24:23. Eine tolle Vorstellung der BG bis dahin!

Ebenso klasse der Start ins zweite Viertel: „Kulle“ netzte seinen ersten Dreier ein – und dann legte die BG erst richtig los! Ruoff baute den Vorsprung per nächstem Dreier auf 32:23 aus. Die Bamberger taten sich schwer, obwohl sie doch Wiedergutmachung leisten wollten für die Eurocup-Schmach (52:90) gegen Bayern München am vergangenen Mittwoch. Aber die Veilchen zeigten sich äußerst selbstbewusst, zeigten keine Scheu vor dem hohen Favoriten und mischten weiter kräftig mit. Auch dank Morgan, der fünf von sechs Freiwürfen traf – da verzeichnete die BG zur Pause satte 90 Prozent. Doch die 45:38-Führung nach 18 Minuten konnte sie nicht mit in die Halbzeit nehmen. Konzentrationsschwächen und Ballverluste nutzten die Franken nun konsequent aus. So legten die Baskets zum Schluss des zweiten Viertels einen 9:0-Lauf hin, der ihnen noch die Halbzeit-Führung von 47:45 sicherte. Den schönen Vorsprung hatten die Göttinger, die gute zwölf Assists aufwiesen, geradezu leichtfertig verspielt.

Dass die Referees Respekt vor der Gastgebern hatten, zeigte sich schon kurz nach Wiederbeginn. Morgan kassierte schnell sein viertes Foul, die Foul-Verteilung sprach klar gegen Göttingen. Bamberg kam mehr in seinen Rhythmus, zog von 50:49 auf 59:51 und 63:54 weg. Schwer hatte es El-Amin, dem Bambergs Karsten Tadda hautnah auf den Füßen stand und ihm kaum Raum gewährte. Trainer Roijakkers riskierte nun alles, brachte Morgan und auch wieder Harper Kamp. Sie knieten sich richtig rein, was auch nötig war, denn von Spohr, Kulawick und de Mello kam einfach zu wenig. Acha Njei hatte nach dem dritten Viertel nur drei Minuten Einsatzzeit.

Im letzten Abschnitt hatten die Veilchen dann aber kaum noch etwas zuzusetzen, so dass die Franken langsam, aber sicher wegzogen. Allerdings hielten die BGer das Ergebnis zunächst noch im Bereich des Erträglichen – erst zum Schluss wurde es noch deutlich. Die 14. Niederlage im 18. Duell gegen Bamberg konnten die Göttinger indes nicht verhindern. Und in der Brose Arena blieben die Veilchen damit auch weiter sieglos.

BG: El-Amin 10, Ruoff 16, de Mello, Morgan 19, Godbold 2, Boykin 14, Kulawick 5, Kamp 6, Spohr 3, Njei, Onwuegbuzie, Boakye.

Bambergs beste Werfer: Thompson 23, Theis 19, Wanamaker 18, Harris 16. (gsd)

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