76:69-Zittersieg gegen Neuss: Göttinger BG-Ladies im Finale!

Freude pur nach dem Final-Einzug: Göttingens Jennifer Crowder (links) und Alissa Pierce strahlen um die Wette. Foto: zje/gsd

Göttingen. Sie haben es geschafft! Die BG-Ladies stehen im Playoff-Finale um den Aufstieg zur Damen-Basketball-Bundesliga. Nach einem 76:69 (31:26)-Zittersieg vor 620 Zuschauern gegen die TG Neuss Tigers startet die Endspiel-Serie jetzt am Ostersamstag um 17 Uhr gegen den Niedersachsen-Rivalen Wolfpack Wolfenbüttel – ein Traumfinale, oho!

BG-Ladies-Chef Richard Crowder spürte „große Erleichterung. Das Spiel stand auf des Messers Schneide, das Team mit dem größeren Willen hat sich durchgesetzt.“ BG-Coach Giannis Koukos: „Wir hatten den Glauben und Eier.“

0:7-Rückstand zu Beginn

Nervöser Beginn bei den Veilchen Ladies: Nachdem sie drei Korb-Versuche vergeben hatten, zogen die Neusserinnen gleich mal auf 7:0 weg. Franziska Worthmann eröffnete mit dem ersten Dreier. Erst nach 2:29 Minuten gelangen Verdine Warner mit zwei Freiwürfen die ersten BG-Punkte zum 2:7. Und die Göttingerinnen zeigten weiter Nerven, taten sich gegen die überaus aggressive Defensive der Rheinländerinnen sehr schwer.

In der 8. Minute ein zusätzlicher Schock für die Veilchen Ladies: Katarina Flasarova stieß mit einer Neusserin zusammen, musste erstmal vom Feld. Erst gegen Ende des zweiten Viertels kehrte die Deutsch-Tschechin zurück. Und erst nach mehr als acht Minuten kamen die Göttingerinnen zu ihrer ersten Führung durch die herausragende Inesa Visgaudaite, die als eine der wenigen BGerinnen cool agierte und wiederholt mit Finten aufwartete. Langsam mühten sich die BGerinnen zu einem kleinen Vorsprung, mit 17:12 ging es in die erste Pause.

Vee Warner brachte die BG 74 zu Beginn des zweiten Viertels mit 19:12 in Führung, doch sicherer wurde das Gastgeber-Team dadurch nicht. Neuss verkürzte schnell auf 17:19, in der Folge konnten sich die Veilchen Ladies jedoch wieder auf 24:19 absetzen. Neuss kassierte Foul um Foul, sodass die Teamfoul-Grenze schnell erreicht war und die Göttingerinnen immer wieder an die Linie gehen konnten. Auch das 28:21 war kein beruhigender Vorsprung, es blieb spannend. Die letzten Zähler der ersten Halbzeit kamen allesamt durch Freiwürfe zustande.

Insgesamt fand die BG kaum zu ihrem Spiel, agierte nervös und unsicher. Verdine Warner war so gut wie kein Faktor, traf nur einen von vier Würfen. Mit elf Punkten ragte Visgaudaite bis zur Pause heraus bei einer unterirdischen Wurfquote von nur 28 Prozent (Neuss 34 Prozent). Auch die Dreierquote (18 Prozent) war stark ausbaufähig.

„Jenny Crowder hat uns den Arsch gerettet!“

Nach der Pause wird die Partie zum Krimi. Nach 25 Minuten hat Warner, die sich steigern konnte, ihr 18. „Double-Double“ (zwei zweistellige Statistik-Werte) in dieser Saison (25. Spiel) voll Die Führung wechselt nun ständig. Neuss 47:43 vorne, doch die BG 74 bleibt dran, 52:53 nach 30 Minuten. Im letzten Viertel trifft Jenny Crowder zwei wichtige Dreier zum 59:59 und 62:61 – die Halle tobt. Doch Jana Heinrich bringt Neuss per Dreier auf 69:70 heran. Crowder trifft zum 72:69, Flasarova zum 74:69, Jana Lücken mit Freiwürfen zum frenetisch von den Fans gefeierten 76:69. „Wir haben als Team gut zusammengespielt“, strahlt Warner. „Kat“ Flasarova: „Ich freue mich jetzt riesig auf Wolfenbüttel.“ (gsd)

Von Walter Gleitze und Helmut Anschütz

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