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76:90 - Riesen Ludwigsburg zu groß für die BG Göttingen

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Ab durch die Mitte: Ludwigsburgs Routinier Yorman Polas Bartolo (Mitte) nutzt die Lücke zwischen BG-Geburtstagkind Till Pape (links) und Göttingens Topscorer Mark Smith (27 Punkte).
Ab durch die Mitte: Ludwigsburgs Routinier Yorman Polas Bartolo (Mitte) nutzt die Lücke zwischen BG-Geburtstagkind Till Pape (links) und Göttingens Topscorer Mark Smith (27 Punkte). © Imago/Alexander Keppler

Die 400-km-Fahrt ins Schwabenland zu den MHP Riesen Ludwigsburg ist für Basketball-Bundesligist BG Göttingen nicht von Erfolg gekrönt gewesen. Vor 3825 Zuschauern verlieren die Veilchen mit 76:90 (37:40), nachdem sie einmal mehr im dritten Viertel neben sich stehen und es mit 19:28 vergeigen.

Ludwigsburg/Göttingen – Überraschung in der Starting Five der BG: Trainer Moors bietet Javon Bess auf, von dem er im Vorfeld sagte, es sei noch zu früh für ihn nach seiner Sprunggelenksverletzung. Dafür steht Till Pape an seinem 25. Geburtstag nicht in der Anfangsformation der Veilchen, die durch Harald Frey per Dreier in Front gehen. Und der gute Auftakt der Niedersachsen hält an: Mark Smith mit Dreier, Harper Kamp zum 8:2, das sieht gut aus. Pape trifft per Drei-Punkt-Spiel zum 11:5, ehe Whitehead die Schwaben erstmals beim 12:11 in Führung bringt. Max Besselink dreht das Spiel nochmal zum 15:14, doch Dunn gleicht für die Gastgeber zum Drittel-Ende noch zum 19:19 aus. Ludwigsburg deckt die Göttinger Aufbauspieler super-eng, versucht so, ihren Wirkungsradius einzuengen.

Zu Beginn des zweiten Viertels wirken die Veilchen etwas abgekühlt, nicht mehr ganz so heiß wie zu Beginn, sodass die Riesen 24:19 nach vorn ziehen. Pape ist es aber wieder, der das 26:26 erzielt. Und Frey und Smith sorgen für den nächsten Führungswechsel per „Doppel-Dreier“ zum 32:26 für die BG. Aber das ist schnell wieder Geschichte, denn das Team von MHP-Coach Josh King reißt die Führung beim 36:32 und 38:34 an sich. Frey verkürzt für die Gäste zur Pause noch auf 37:40.

Doch nach dem Wiederbeginn geht es mit den Veilchen bergab – nicht zum ersten Mal in dieser Saison. Die Schwaben ziehen auf 46:37 weg, dann gibt’s Aufregung um das BBL-Logo auf dem Boden, das Frey aufreißt. Es wird schnell weggerissen.

Nach 25 Minuten wird den Göttingern auch die Chance auf einen möglichen Überraschungserfolg aus der Hand gerissen. Offensiv geht bei den BGern fast gar nichts mehr, weder von außen noch unter dem Riesen-Korb. Sieben Punkte in fünf Minuten, das ist dünn. Coach Moors lässt Trainingsspieler Nick Boakye aufs Feld, der Freitagabend noch mit dem ASC gegen Neustadt in der Regionalliga klar verlor. Bringt nicht allzu viel, denn nach 30 Minuten ist die Partie beim 56:68 aufgrund des verpennten dritten Viertels im Prinzip schon weg.

Zu Beginn des letzten Abschnitts legt sich Coach Moors noch mit Hauptschiedsrichter Reiter an – verständlich, denn zuvor wurde der mit 27 Punkten wieder herausragende Smith beim Dreierversuch gefoult, doch der Referee gibt nur Einwurf für die BG. Apropos Fouls: Vier Ludwigsburger haben vier Fouls, doch die BG kann daraus keinen Profit ziehen.

Beim 69:75 durch Rayshaun Hammonds ist die BG zwar auf sechs Zähler heran, aber die Riesen lassen sich dadurch nicht beeindrucken und fahren die Partie sicher nach Hause. Bei den Veilchen scheidet Kamp (5. Foul) noch aus – ist aber nebensächlich.

Hauptsache ist, dass die BG das Rebound-Duell krass mit 25:45 verliert. Vor allem gestattet sie den Riesen 14 Offensiv-Rebounds und damit zweite Chancen. Auch die Dreierquote (29 Prozent) und die Gesamt-Trefferquote (41 Prozent) sind allenfalls durchwachsen. Und dass das BG-Spiel überwiegend auf die gut punktenden, aber von Ludwigsburg hart verteidigten Smith und Frey zugeschnitten ist, stellt einigen ihrer Teamkollegen auch nicht das beste Zeugnis aus.

BG: Hammonds 10, Frey 15/davon 3 Dreier, Crandall 3, Boakye 2, Hemschemeier (n.e.), Smith 27/3, Mönninghoff, Kamp 7. Pape 6, Giotis (n.e.), Besselink 6/2.

Ludwigsburgs erfolgreichste Werfer: Whitehead 24/2, Johnson 12/1, Hubb 12/1, Polas Bartolo 11.  (haz/gsd)

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