77:76 gegen Hannover: BG-Ladies erzwingen drittes Playoff-Halbfinale

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Matchwinnerin: Göttingens Raven Anderson (25) setzt sich unter dem TKH-Korb gegen vier Hannoveranerinnen durch. Zum Schluu sorgte das US-Girl für den BG 74-Sieg.

Göttingen. Riesen-Überraschung durch die Veilchen-Ladies! Im zweiten Playoff-Halbfinale um den Aufstieg zur Basketball-Bundesliga der Frauen bezwang die die BG 74 Göttingen den hohen Favoriten TK Hannover mit 77:76 (42:36).

Dadurch glich das Team von Trainer Hermann Paar die Serie zum 1:1-Gesamtstand aus, so dass es nun am 3. April in Hannover zum dritten und entscheidenden Spiel kommt. Für den TKH war es die erste Niederlage in dieser Saison überhaupt. Die nur 350 Zuschauer feierten die BG-Ladies frenetisch. „Das war einfach eine tolle Teamleistung“, freute sich Paar.

Die Göttingerinnen legten einen fulminanten Start hin, gingen durch Birte Bencker und Raven Anderson in Front, ehe Hannover durch seine Ex-Göttingerin Steffi Grigoleit den ersten Korb erzielte. Der TKH glich danach zum 6:6 aus, doch die Veilchen Ladies waren „on fire“ – ganz heiß auf die nächste Führung. Vor allem Monique Smalls „brannte“ regelrecht. Immer wieder brachte sie den Ball unter den TKH-Korb, die schnelle „Transition-Offense“ kennzeichnete das BG-Spiel bis zur Pause. Nach sieben Minuten lagen die BG-Ladies mit 21:10 vorn, wurden von den Zuschauern begeistert gefeiert. Die legten sich aber mit den Schiedsrichtern an, die fragwürdige Offensivfouls gegen die BG pfiffen. Dennoch hieß es nach den ersten zehn Minuten 24:18 für die Mannschaft von Trainer Paar.

Im zweiten Abschnitt kam der TKH leicht auf und verkürzte auf 25:26. Doch die Göttingerinnen ließen sich davon nicht beeindrucken und bauten ihren Vorsprung wieder auf 34:27 aus. Hannover agierte in vielen Situationen hart, so musste Jana Lücken kurzzeitig wegen einer Kopfverletzung in die Kabine. Böse Pfiffe für die Gäste waren die Folge. Die BG-Ladies blieben aber trotz vergebener Freiwürfe konzentriert und retteten ihre Führung in die Pause. 42:36 – das verhieß Spannung für die zweite Halbzeit. Bis dahin hatte die BG vier von sieben Dreiern verwandelt und 12:7 Vorlagen in der Statistik.

Nach dem Wechsel wurde die Partie immer spannender, immer dramatischer. Nach gut 25 Minuten schafften die Hannoveranerinnen die erste Führung überhaupt durch Mihalyi zum 49:48. Doch die überragende Mo Smalls konterte sofort zum 51:49. Hannovers Ex-Nationalspielerin Doro Richter sorgte per Dreier für das 54:51 des TKH. Irre Spannung in der FKG-Halle! Nach 30 Minuten lag Hannover hauchdünn mit 60:59 vorn.

Und genauso dramatisch verlief auch der vierte Abschnitt. Birte Bencker kassierte beim 65:66 ihr fünftes Foul. Hannover ging wieder mit vier Zählern in Front (72:68). Göttingens Jenny Crowder verkürzte per Dreier auf 73:74. TKH-Starspielerin Melissa Jeltema sorgte für das 73:76. Dann trat Göttingens Raven Anderson in Aktion. Erst gelang ihr das 75:76, wenig später – genau 18,6 Sekunden vor Schluss – sogar die 77:76-Führung. Hannover im letzten Angriff, aber es blieb beim Göttinger Sieg. Riesenjubel bei der BG, der TKH war geknickt, konnte die erste Saisonpleite ohne Trainer Rüdiger Battersby nicht fassen. Er war in Urlaub.

Mit Wolfenbüttel steht der erste Finalist schon fest. Das Wolfpack bezwang Neuss in zwei Spielen: Ostersamstag mit 80:73, vor einer Woche 88:82.

BG 74-Ladies: Crowder 8/davon zwei Dreier, Pilz 6, Hirmke 8/2, Dobroniak, Daub, Bencker 6, Flasarova 17/5, Smalls 12/1, Lücken 10, Anderson 10, Zimmermann.

Hannovers beste Werferinnen: Jeltema 17, Grigoleit 17/1, Richter 16/2, Johnson 8, Mihalyi 8. (gsd)

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