77:83! BG Göttingen vergeigt erstes Abstiegs-Endspiel gegen MBC

Allein gegen drei: Göttingens Pointguard Khalid El-Amin (Mitte) gegen den MBC-Spielmacherkollegen Marcus Hatten. Links James Southerland, rechts Chris Otule. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Die BG Göttingen hat das erste ihrer beiden „Abstiegs-Endspiele“ verloren. Gegen den Mitteldeutschen BC setzte es vor 3447 Zuschauern (ausverkauft) eine enttäuschende 77:83 (39:55)-Heimniederlage. Vor allem die Art und Weise ließ selbst die 150-prozentigen Veilchen-Fans erschaudern. In dieser Verfassung ist die BG neben Crailsheim der heißeste Abstiegskandidat. Wenigstens den direkten Vergleich konnten die BGer wahren – im Hinspiel siegten sie 99:85.

Ja, was war das denn? Khalid- El-Amin brachte die Göttinger zwar in Führung, doch dann ging nach Robert Kulawicks Dreier zum 5:2 schon fast gar nichts mehr. Frantz Massenat brachte die MBCer in Front und die Veilchen knickten völlig ein. Sie spielten unterirdisch schlecht, versemmelten die „einfachsten“ Korbleger reihenweise, während die Mitteldeutschen vor allem von der Dreierlinie konstant gut trafen.

BG schwach, Schiris schwach

Begünstigt wurde der Absturz der BGer zumindest in der ersten Halbzeit aber eindeutig auch von den Schiedsrichtern Bejaoui, Simonov und Bänsch. Nach sieben Minuten hatten sie null Fouls gegen den MBC gepfiffen, aber deren sechs gegen Göttingen. Harper Kamp hatte sich schon nach 2,20 Minuten sein zweites abgeholt – eine heftige Schwächung für die BG. Das erste Foul erhielt Weißenfels nach genau 8:15 Minuten. Gellende Pfiffe und „Schieber, Schieber“-Rufe der Göttinger Fans. Nicht zu Unrecht, denn diese Unparteiischen pfiffen einfach nicht ausgewogen.

Das änderte aber nichts daran, dass die Veilchen Nerven zeigten und überhaupt keine Mittel gegen den MBC fanden, der immer wieder durch die Verteidigung der Veilchen spazierte. Eine fast indiskutable Leistung des Roijakkers-Teams in der ersten Hälfte. So überraschten denn auch die Pfiffe der Veilchen-Anhänger gegen die eigene Mannschaft nicht wirklich. Immer weiter schraubten die MBCer ihre Führung in die Höhe. Bezeichnend schon die statistischen Halbzeitwerte: Zwei-Punkt-Würfe 48 zu 63 Prozent, Dreier 18 zu 55 Prozent, Gesamtwurfquote 39 zu 55 Prozent.

Und nach der Pause?

Setzte sich die Partie zunächst ähnlich fort wie zuvor. Drei Dreier der Gäste trugen dazu bei, dass sie nach 25 Minuten mit 67:47 vorn lagen. Die Fans feuerten ihr Team an, die BG kämpfte endlich mehr, ließ sich nicht hängen. Doch die Abwehr-Leistung war einfach überwiegend nicht erstliga-reif. Nach 30 Minuten führten die MBCer mit 74:58.

Im Schlussviertel hielten die Göttinger weiter dagegen, verkürzten den Rückstand auf zehn Zähler durch Kulawicks Dreier zum 68:78. Doch aller Elan am Ende des Spiels kam letztlich zu spät. Zwar kam die BG noch auf sechs Zähler heran, doch die Leistung war einfach zu schwach, um dem MBC Paroli bieten zu können. Der nur mit sieben Akteuren spielende MBC war zum Schluss stehend k.o., doch die Göttinger vermochten es nicht zu nutzen. Eine herbe Niederlage, nach der die BG nun gegen Tübingen am kommenden Samstag noch mehr unter Druck steht.

BG: Kulawick 8, Everett 13, Spohr 7, Onwuegbuzie, Schwarz, Godbold 3, Mönninghoff, Kamp 15, Hummer 12, Boakye, Boykin, El-Amin 17.

MBC: Thomas 22, Massenat 13, Darby 11, Otule 11, Southerland 11, Johnson 9, Hatten 5.. (gsd)

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