Basketball-Bundesliga

77:98 - BG Göttingen misslingt die Pokal-Generalprobe

Zweitbester Werfer bei den Veilchen: Göttingens Center Tai Odiase erzielte in Oldenburg 15 Punkte für die BG.
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Zweitbester Werfer bei den Veilchen: Göttingens Center Tai Odiase erzielte in Oldenburg 15 Punkte für die BG.

Fünf Tage vor dem Halbfinale beim Pokal-TOP FOUR in München gegen Alba Berlin misslang der BG Göttingen die Generalprobe dafür deutlich. Bei den EWE Baskets Oldenburg kassierten die Veilchen im letzten Meisterschafts-Hauptrundenspiel der Saison 2020/21 eine klare 77:98 (43:54)-Niederlage.

Oldenburg – Wie angekündigt mussten die Veilchen auf Aubrey Dawkins wegen einer Sprunggelenksverletzung verzichten. Ob er Samstag in München beim Pokal-TOP FOUR gegen Berlin – offen!

Harper Kamp sorgte für die erste und einzige Führung der Göttinger, traf zum 2:0. Danach übernahm gleich Oldenburg in Person von Urgestein Rickey Paulding, der drei Dreier versenkte. 13:3 und 23:14, die Baskets waren in ihrem Tatendrang kaum aufzuhalten. Am Ende der ersten zehn Minuten hatten die Oldenburger schon sieben Dreier auf ihrem Konto.

Schon früh hatte Coach Moors seine erste Auszeit genommen, doch auch danach agierte die Göttinger Defensive nicht aufmerksam genug. Mit der Sirene netzte Hobbs noch einen weiteren Dreier zum Oldenburger 33:25 nach dem ersten Viertel ein.

Weitaus verbessert zeigten sich die Südniedersachsen aber bei den Ballverlusten. Die hatte Coach Moors noch bei der 95:99-Heimpleite gegen Bayreuth moniert. Den ersten Turnover gab es tatsächlich erst nach 14:30 Minuten. Dennoch spielten die Baskets ihre Offensiv-Power weiter aus. Nelson Weidemann setzte zwischendurch mal ein Zeichen mit einem harten Dunk, mit dem er auf 32:41 verkürzte. Im Gegenzug bauten die Gastgeber aber ihren Vorsprung wieder konsequent aus, lagen 50:36 vorn. Weil in der Folge Tai Odiase sieben Punkte in Folge gelangen, hielten die BG den Rückstand aber bis zur Pause noch in einigermaßen erträglichen Grenzen. Pech hatten die Veilchen bei einem halben Dutzend Würfen, bei denen sich der Ball wieder mit Drall aus dem Korb herausdrehte. Die Baskets hatten extrem hohe Quoten im Zweier- (91 Prozent) und Dreier-Bereich (44 Prozent).

Auch nach der Pause hatten die Oldenburger alles im Griff. Karsten Tadda baute die Führung des Teams von Trainer Mladen Drijencic auf 17 Zähler aus (67:50), nach 30 Minuten lagen die Hausherren dann 77:64 in Front. Wirklich etwas entgegenzusetzen, hatten die Veilchen nicht. Sie mühten sich redlich, doch die Baskets stellten einfach das individuell besser besetzte Team.

Im Schlussdurchgang wuchs der Vorsprung der Oldenburger dann auf bis zu 24 Punkte an, an ihrem Sieg im Niedersachsen-Duell gab es überhaupt keinen Zweifel. In den letzten Minuten gab Coach Moors auch Andy Onwuegbuzie noch eine Einsatzchance, die er mit einem Dreier zum 77:98-Endstand nutzte. Zudem war der Göttinger Trainer bemüht, die Einsatzzeiten möglichst ausgeglichen zu verteilen, um Kräfte für die Pokal-Endrunde zu sparen.

„Wir wollten einen Rhythmus für das TOP FOUR finden. Das haben wir ein bisschen geschafft“, meinte BG-Center Dennis Kramer, der sich gern an „zwei schöne Jahre in Oldenburg“ zurück erinnerte, bei MagentaSport. Kramer: „Der Körper muss sich jetzt erholen. In München gibt es zwei Spiele für eine Trophäe.“

BG: Booker 5/davon 1 Dreier, Weidemann 4, Nelson 6, Vargas, Onwuegbuzie 3/1, Kramer 12/1, Omuvwie 4, Lomazs 16/2, Mönninghoff 7/1, Kamp 5/1, Odiase 15.

Oldenburgs beste Werfer: Hornsby 25/3, Paulding 20/4, Hobbs 11/3.  (haz/gsd)

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