78:50 gegen Wuppertal: "Power-Veilchen" ganz stark

Wer wird denn da so ein Gesicht machen: Göttingens Birte Bencker (links) zeigte nicht nur gegen Barmens Wiebke Bruns eine starke Leistung. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Wenn das ein Vorgeschmack auf 2015 war, wird das neue Jahr den Veilchen Ladies noch viel Freude bringen!

Nach einer ganz starken Leistung in der zweiten Halbzeit schossen die Zweitliga-Basketballerinnen der BG 74 Göttingen den Barmer TV aus Wuppertal bei ihrem 78:50 (37:29) geradezu aus der FKG-Halle, festigten damit einen Playoff-Platz und gewannen zudem noch den direkten Vergleich mit dem Aufsteiger.

„Ich bin sehr glücklich, dass wir das erste Spiel im neuen Jahr so gewonnen haben“, strahlte BG-Coach Ondrej Sykora – und nahm erstmals selbst die Worte „Playoffs“ in den Mund. „Wir wollen weiter erstmal den Klassenerhalt schaffen und dann Schritt für Schritt vielleicht die Playoffs klarmachen“, ließ sich der Tscheche entlocken.

Immer weiter hochgeschaltet

In der Form der zweiten Halbzeit sollten die ersten vier Plätze auch kein Problem sein. Nach einem zähen ersten Viertel, in dem sich beide Teams auf Augenhöhe begegneten, schalteten die Veilchen-Ladies ab dem zweiten Viertel stetig hoch und erwiesen sich als „Power-Veilchen“.

Tat sich Spielmacherin Monique Smalls zu Anfang noch etwas schwer (wie zu hören war, geschockt durch einen Todesfall in ihrem Freundeskreis), klappte das Zusammenspiel mit US-Landsfrau und Centerin Niki Jones mit zunehmender Zeit immer besser. Zudem verstand es Smalls, ihre Mitspielerinnen wiederholt mit sieben Assists gut einzusetzen. Weiterhin angelte sich das Energiebündel noch neun Rebounds und verpasste somit nur knapp ein „Double-Double“. Überhaupt: Am Ende standen sagenhafte 53 Rebounds auf Seiten der BG 74 gegenüber 33 bei Barmen, darunter allein 19(!) Offensiv-Abpraller, die zweite Chancen ermöglichten.

Wuppertals Größenvorteile wischten die quirligen Veilchen Ladies geradezu weg. Mit schnellem Umschaltspiel stürzten sie Barmen nach dem Wechsel von einer Verlegenheit in die nächste. Nach der Pause legte die BG eine 15:2-Serie hin und lag nach 25 Minuten mit 54:32 in Front – schon da war eigentlich die Vorentscheidung über die zwei Punkte gefallen. Neben den beiden US-Girls hatte vor allem Birte Bencker einen starken Nachmittag erwischt. Sie punktete als dritte BGerin zweistellig. Von Barmen war dagegen in den zweiten 20 Minuten fast gar nichts mehr zu sehen, was auch BG-Männercoach Johan Roijakkers unter den 400 begeisterten Zuschauern beobachtete.

Und selbst Trainersohn David konnte seinen Papa nicht aus der Konzentration bringen. Ende des dritten Viertel tauchte der Nachwuchs von Sykora und der spielenden Co-Trainerin Zuzana Polonyiova am Spielfeldrand auf, doch die Eltern meisterten auch diese Situation gekonnt. „Unsere Defensive war nicht schlecht, aber zufrieden bin ich nur, wenn wir den Europapokal holen“, lächelte Sykora.

BG 74: Jones 18, Thüring 7, Pilz 6, Zimmermann, Hirmke, Polonyiova, Dobroniak 5, Bencker 11, Schneider 4, Wenke 6, Smalls 17, Lücken 4. (gsd)

Von Helmut Anschütz

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