Basketball-Pokal

79:74 in Frankfurt: Starke BG Göttingen zieht ins Viertelfinale ein - es geht nach Ulm

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Bg-Topscorer mit 21 Punkten: Göttingens Mihajlo Andric (links) zieht hier unwiderstehlich an Frankfurts Akeem Vargas vorbei. 

Update / Frankfurt – Was für ein Comeback! Nach dem schwachen Bundesliga-Start gegen Braunschweig deutete die BG Göttingen an, was sie kann. Im Pokal-Achtelfinale gewann sie 79:74 (41:36) bei den Frankfurt Skyliners und zog ins Viertelfinale ein. Ganz stark trumpfte diesmal Spielmacher Kyan Anderson auf. Bei der Viertelfinal-Auslosung hatte die BG Pech: Am 14./15. Dezember geht es nach Ulm - da gibt's ein Wiedersehen mit Derek Willis.

Am Samstag hatte es noch eine schlechte Nachricht gegeben: BBL-Spielleiter Horstmann sprach eine Sperre von einem Spiel gegen BG-Neuzugang Zane Waterman aus, der zudem eine Geldstrafe über 2000 Euro erhielt für das Foul gegen Braunschweigs Lukas Wank im ersten Ligaspiel am vergangenen Mittwoch.

In der Fraport-Arena saß Waterman in der ersten Reihe und sah, wie Teamkollege Mihajlo Andric mit einem Zweier und Dreier für die erste 5:0-Führung der BG sorgte. Die Veilchen zeigten sich auch ohne Waterman und Elias Lasisi gefestigt, trafen durch Andric und Kyan Anderson weitere Dreier. Mitte des ersten Viertels wechselte die Führung hin und her. Andric, Dennis Kramer und Bennet Hundt sorgten für die 22:19-Führung der Göttinger nach dem ersten Viertel. Bis dahin ein solider, vielversprechender Start der BG.

Doch nach Kramers ersten Zählern im zweiten Abschnitt drehte sich die Partie, als Lamont Jones zwei Dreier in Folge zum 25:25 verwandelte. Auszeit BG, der Anderson den vierten Veilchen-Dreier folgen ließ. Und die Nummer fünf fiel nur wenig später, als Andric wieder mal aus der Ecke traf – die BG mit 34:27 in Front. Und die Veilchen hielten ihre Linie, trugen ihre Angriffe unaufgeregt vor und blieben auch weiter in Führung. Mathis Mönninghoff verwandelte den sechsten Göttinger Dreier zum 41:35. Dumm nur, dass Kramer sein drittes Foul noch in der ersten Hälfte kassierte. Frankfurts Marco Völler (ja, immer noch der Sohn vom „Fußball-Rudi“) sorgte für den Pausenstand: 41:36 für das Roijakkers-Team, das nur vier Ballverluste (gegenüber neun der Hessen) aufwies. Die statistischen Werte sprachen überwiegend für die Skyliners – die BG setzte Effektivität dagegen.

Der Start in die zweite Halbzeit misslang völlig. Frankfurt legte einen 11:2-Lauf hin und übernahm das Match. Beim 47:45 reagierte Roijakkers mit einer Auszeit, um sein Team neu zu justieren. Doch es half wenig: Was vor der Pause klappte, funktionierte danach so gut wie gar nicht mehr. So ging das dritte Viertel mit 15:26 an die Skyliners. 62:56 für die Gastgeber nach 30 Minuten.

Doch die BG konterte mit zwei Dreiern durch Allen und Anderson – Ausgleich, 62:62! Nun begann die Partie dramatisch zu werden. Die Veilchen mobilisierten ihre Kräfte, kamen heran und gingen sogar wieder in Front: 70:68. Kurz danach: Jeweils das fünfte Foul für Göttingens Dennis Kramer und Frankfurts Leon Kratzer.

Spannung hoch drei. In der Schlussphase wurde das Spiel dann an der Freiwurflinie entschieden. Hundt und Lockhardt behielten die Nerven und warfen die BG ins Viertelfinale. Mit der Sieges-Humba feierten die BG-Fans ihr Team. Neben Anderson ragten Hundt und Dreier-Experte Andric heraus. Auch Carters drei Rebounds zum Schluss waren wichtig. Coach Roijakkers: „Wir waren im vierten Viertel frischer und schneller. Wir hatten etwas gutzumachen vom Braunschweig-Spiel.“

Viertel-Ergebnisse:19:22, 17:19 - 26:15, 12:23.

Skyliners: Vrcic, Vargas 8, Freudenberg 3, Jones 28, Schmidt 2, Waleskowski 7, McQuaid, Kratzer 10, Robertson 9 (8 Rebounds), Hines 4, Völler 3.

BG: Lockhart 4, Anderson 20, Kramer 5 (5 Rebounds), Omuvwie, Carter 4 (7 Rebounds, 4 Turnover), Andric 21, Mönninghoff 4, Loh, Allen 5, Hundt 16 (5 Assists), Bryant.  haz/gsd

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