Basketball-Bundesliga Männer

80:77 gegen Bonn! Ruoff, Kramer und Anderson führen BG Göttingen zum Sieg

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Karriere-Bestmarke! Göttingens Spielmacher Kyan Anderson (Mitte, gegen Bonns Benjamin Simons/links und Joshiko Saibou schenkte den Telekom Baskets starke 32 Punkte ein. 

Was für Finale furioso! Vor 3323 frenetisch feiernden Zuschauern gewann die BG Göttingen mit 80:77 (43:42) gegen die Telekom Baskets Bonn und buchte damit in einer Nervenschlacht den erst zweiten Heimsieg und insgesamt den dritten Saisonsieg in der Basketball-Bundesliga. Die herausragenden Spieler bei den Veilchen waren Spielmacher Kyan Anderson mit starken 32 Punkten, Center Dennis Kramer (15) und Rückkehrer Alex Ruoff (9) bei seinem Heim-Debüt.

Fünf Minuten vor Spielbeginn sagte ihn Hallensprecher Nils Leunig erstmals an: „Er ist wieder da – mit der Nummer 7. Alex...“ Und die Fans antworteten mit einem ganz langgestreckten „Ruuuooofff.“ Und der Rückkehrer stand auch gleich als Starter auf dem Parkett.

Und dann waren sie auch gleich da, die ersten Punkte von Ruoff bei seinem Heim-Comeback: Nachdem er in Ulm punktlos geblieben war, führte er sich mit einem Dreier zum 3:7 ein. Man sieht: Der Start war für die BG einmal mehr daneben gegangen. Bonn führte 11:6 und 16:10. Es dauerte, bis die BG ins Spiel kam. Aber sie kämpfte, der starke Dennis Kramer brachte sie heran. Der 2,09 m-Hüne sorgte auch für die erste Führung beim 17:16. Vier weitere Zähler von ihm brachten das 24:18 nach den ersten zehn Minuten. Jetzt waren die Veilchen im Spiel. Und die Fans in guter Sänger-Laune.

Das zweite Viertel begann mit einem Dreier durch Bonns Dreier-Ass Benjamin Simons, doch die BG ließ sich davon nicht aus dem Konzept bringen. Kyan Anderson war in guter Verfassung, traf auch von jenseits des Perimeters. 31:24 nach 14 Minuten, das sah gut aus. Doch die Rheinländer kamen schnell wieder heran zum 30:31, der Göttinger Vorsprung war flugs weg. Andersons Dreier und Terry Allens Freiwürfe brachten kurz danach das 36:30.

Schlecht für die Veilchen: Sie konnten Bonns Simons nicht bei seinen Dreiern stoppen – er traf vor der Pause fünf von fünf = 100 Prozent. So blieb es sehr eng, zur Halbzeit führte die BG nur mit 43:42. Die wichtigsten „Stats“ zur Pause: 60:36-Trefferquote für die BG bei den Zweiern, aber 29:67 Prozent bei den Dreiern. Starke 18 Zähler von Anderson nach 20 Minuten. Aber alles offen für die zweite Hälfte.

Sehr zäh begann die zweite Halbzeit. Die Referees pfiffen in drei Minuten fünf Fouls gegen die Göttinger, keins gegen Bonn. Da die Teamfoul-Grenze damit erreicht war, ging Bonn jedes Mal beim nächsten Foul an die Linie – attraktiver Basketball sieht anders aus. Dennoch: Beim 55:45 war das Roijakkers-Team zehn Zähler vorn. Aber wieder verkürzten die Baskets. Zudem kassierte Lockhart sein viertes Foul. Mit einem Buzzer-Beater sorgte Anderson für das 57:54 nach 30 Minuten. Weiter Spannung hoch drei!

Und die Dramatik nahm noch zu. Es ging hin und her, mal führte die BG mit einem Punkt, mal die Bonner. Nichts für schwache Nerven. 69:69 nach 36 Minuten. Auf einmal die Baskets 74:71 vorn. Krimi-Zeit am Samstagabend. Dann kam Andersons Dreier aus der linken Ecke: 78:76 für die BG.

„Auf geht’s, BG, kämpfen und siegen“, schmetterten die Fans inbrünstig. Das gab den Extra-Push! Bonns Frazier verkürzt zwar nochmal zum 77:78, aber dann ist Anderson nervenstark an der Linie, traf zum 80:77. Was für wichtige Punkte für die Veilchen!

BG: Lockhart 5/davon 1 Dreier, Anderson 32/5, Lasisi 3/1, Ruoff 9/1, Kramer 15, Omuvwie, Andric 4, Mönninghoff, Osetkowski 4, Allen 8, Hundt, Bryant.

Erfolgreichste Bonner Werfer: Simons 26/6 von 6 Dreier, Frazier 13, Breunig 10.  gsd

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