Basketball-Bundesliga Männer

81:88 – gegen Jena war für die BG Göttingen wieder nichts drin

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Rasanter Zug zum Korb: Göttingens neuer Serbe Mihajlo Andric (links) hängt Jenas Routinier Dru Joyce ab. Andric kam am Ende auf zwölf Punkte, Joyce auf neun.  

Göttingen. Siebtes Spiel in der Basketball-Bundesliga gegen Science City Jena – und die sechste Niederlage für die BG Göttingen.

Vor 3398 Zuschauern gab es eine 81:88 (36:40)-Niederlage gegen die Thüringer, die langsam zum Angstgegner für die Veilchen werden.

Einmal mehr erwies sich Jena als unbequemer Gegner für die Göttinger. Oldie Derrick Allen brachte die Thüringer in Front, Penny Williams konterte mit der erste BG-Führung per Dreier. Doch in der Folge zogen die Gäste davon, unter anderem durch einen Dreier von Julius Wolf, dessen Basketball-Wiege in Göttingen stand. Michael Stockton glich aus zum 7:7, doch Wolfs zweiter Dreier brachte das 14:9 für Jena. Die Veilchen kamen minutenlang nicht zur Entfaltung, ehe sie sich wieder eines Besseren besannen. Dennis Kramer drehte die Partie zum 16:14 für die Roijakkers-Mannschaft, die nach zehn Minuten 21:18 vorne lag.

Derek Willis eröffnete den zweiten Abschnitt mit einem harten Dunk zum 23:18, Stephan Haukohl zimmerte einen weiteren Dreier in die Jenaer Korb – da führten die Göttinger mit 28:23. Dann jedoch erlaubten sich die BGer immer mehr Patzer, immer mehr Ballverluste – vor allem im Angriff. Durch die vielen Flüchtigkeitsfehler ging der Spielfluss verloren, sodass die Thüringer nun wieder in Führung gehen konnten. Sid Theis traf zum 31:30 für seine Farben.

Darius Carter wendete das Match indes erneut zugunsten der Gastgeber, aber das bessere Ende des zweiten Viertels hatte Science City wieder für sich. Auch bedingt durch ein Unsportliches Foul von Williams, das Deutschlands Star-Schiedsrichter Robert Lottermoser gegen den BG-Neuzugang nach Videobeweis pfiff. Aus einem 36:33 wurde so zur Halbzeit ein 36:40. Von Göttingens Stärke – der stärksten Dreierquote der Liga – war bis dahin wenig zu sehen.

Drei Dreier in Folge

Mit drei Dreiern begann die zweite Hälfte: Dru Joyce traf für Jena, Stockton und Haukohl für die BG. Es blieb eine enge Partie, in der Williams und Stockton für ein 51:47 für die Göttinger sorgten. Aber der Vorsprung wurde wiederum verspielt, weil unter anderem vier Angriffe verdaddelt wurden. Wolfs Dreier brachte das 54:53 für Jena nach 30 Minuten.

Auch im Schlussabschnitt machte die Harmsen-Mannschaft den wacheren Eindruck. Sie wahrte ihre knappe Führung, lag nach 34 Minuten 66:63 vorne. Die Göttinger liefen hinterher, mussten ihrer Rebound-Schwäche (31:41 am Ende) Tribut zollen, gaben vor allem zwölf offensive „Boards“ ab. „Das tat weh“, meinte Coach Roijakkers hinterher. „Die haben uns gekillt.“

Die BG, bei der besonders die „Big Men“ (Carter, Kramer, Willis, Andric) nicht in Topform agierten, vermochte in den letzten Minuten nicht mehr auszugleichen. Besonders der 37-jährige Julius Jenkins brachte den verdienten Jenaer Sieg in der „Crunch Time“ mit 10 Punkten (darunter drei Dreier) auf den Weg. Kurios: Die Wurfquote war bei beiden Teams mit 47 Prozent (31 von 66) absolut gleich.

BG:Coggins, Lockhart 6, Kramer 5/davon 1 Dreier, Williams 12/2, Carter 8, Andric 12/2, Mönninghoff, Stockton 22/2, Larysz, Willis 2, Haukohl 14/4, Grüttner.

Jeans erfolgreichste Werfer: Jenkins 22, Abrams 17, Allen 14, Wolf 11. (haz/gsd)

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