81:74 gegen Würzburg! NBA-Legende John Stockton sieht BG-Sieg

Mit aller Macht zum Korb: Brion Rush zieht kraftvoll an Würzburgs Cliff Hammonds vorbei. Der Göttinger war mit 21 Punkten Topscorer der Veilchen. Foto: ats/gsd

Göttingen. Auf einmal läuft‘s bei der BG Göttingen! Gegen die s.Oliver Baskets feierten die Veilchen in der Basketball-Bundesliga den dritten Sieg in Serie, gewannen vor 3254 Zuschauern mit 81:74 (38:34). Ein dramatisches Spiel mit einem glücklichen Ende für die Mannschaft von Trainer Johan Roijakkers.

Unter den Augen von John Stockton, bester Passgeber in der Geschichte der NBA, sorgte erstmal Dominic Lockhart für die ersten Punkte der Göttinger. Die ersten sechs Zähler gelangen dem in die Nationalmannschaft berufenen Ex-Oldenburger, der letzte sogar per Dunk. Doch dann tau(ch)te auch Michael Stockton, der Sohn des NBA-Stars, auf und scorte gleich mal zwei Dreier – auf der Tribüne applaudierte der Papa.

Bei den Mainfranken punktete vor allem Kresimir Loncar, der zu viel Freiraum hatte. Mit 20:14 entschieden die Veilchen, die auf Leon Williams wegen einer im Training erlittenen Sprunggelenksverletzung verzichten mussten, aber den ersten Abschnitt für sich.

Benzing trifft für sein Team

Alles andere als nach Wunsch begann das zweite Viertel. Nationalspieler Robin Benzing zimmerte der BG zwei Dreier ein, traf nochmals – worauf BG-Coach Roijakkers mit seiner ersten Auszeit reagierte. Brion Rush warf wenig später zum 22:22 ein – die Begegnung blieb eng, hart und spannend. Bei den Veilchen fehlte es jedoch am konzentrierten Abschluss, drei Korbleger verschenkte man geradezu leichtfertig. Es fehlte an der nötigen Präzision. So mussten beiden Teams um jeden Punkt arbeiten, sich ihn schwer erkämpfen – eine Abwehrschlacht. Per Dreier glich Rush für die Veilchen zum 27:27 aus, die danach durch drei Freiwürfe von Evan Smotrycz (beim Dreier gefoult) in Front gingen. Lockhart gelang das 36:31, und die Fans waren aus dem Häuschen. Benzing, der in Göttingen erneut heftig ausgepfiffen wurde, schaffte mit einem umstrittenen Drei-Punkt-Spiel (Korb plus Freiwurf) das 34:36, doch Stockton warf kurz danach zum Halbzeitstand von 38:34 ein. In der Pausen-Statistik waren beide Teams fast gleich, auch die Hauptfiguren: Stockton 12 Punkte, Benzing 14.

Schon das dritte Viertel wurde immer mehr zum Krimi. Die Führungen wechselten fast ständig, die Fans gaben alles, unterstützen ihre Veilchen mit donnernden „Defense, Defense“-Sprechchören in der Verteidigung. Würzburgs Ex-BGer Andrej Mangold kassierte ein Unsportliches Foul, die Göttinger gingen wieder 53:51 in Front. Nach 30 Minuten lagen die BG 64:56 vorne, auch weil sie nach Rushs zweiten Dreier aus einer folgenden Angriffssituation fünf Zähler in Folge markierte.

Würzburg kommt ran

Zu Beginn des letzten Abschnitts kam Würzburg sofort auf 61:64 heran. Danach schossen beide Teams je drei Fahrkarten, ehe Darius Carter auf 66:61 erhöhte. Nichts für schwache Nerven, diese Schlussphase dann! Rush haute Würzburg zwei Dreier in Folge rein, da tobte die Halle – 78:68. Würzburg kämpfte verzweifelt, doch es reichte nicht mehr für das Team von Trainer Dirk Bauermann. So kamen die Göttinger durch Rushs letzten Korb zu einem starken 81:74-Sieg. Der dritte in Serie! Am Montag geht es nach Bamberg.

BG: Lockhart 8, Smotrycz 9 (9 Rebounds), Kramer (n.e.), Carter 11 (7 Rebounds), Rush 21, Stockton 20 (8 Assists), Loveridge 5, Stechmann, Larysz, Simon 1, Haukohl 6, Grüttner.

Beste Würzburger Werfer: Benzing 23, Hammonds 16. (gsd)

Von Helmut Anschütz

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