81:86-Niederlage der BG Göttingen gegen Berlin

Durchgesteckt: Göttingens mit 23 Punkten bester Werfer Alex Ruoff (am Ball), hier gegen Berlins Jannik Freese, spielt das Leder uneigennützig zu seinem Center Harper Kamp. Foto: Jelinek/gsd

Es hat nicht sollen sein: Die BG Göttingen stand in der Basketball-Bundesliga vor einer Sensation, musste aber schlussendlich dem Favoriten Alba Berlin den Vortritt lassen.

Die 81:86 (45:50)-Niederlage der Veilchen im Hexenkessel der erneut mit 3447 Zuschauern restlos ausverkauften S-Arena schmerzte insofern, als das Team von Trainer Johan Roijakkers ganz dicht vor einem Sieg standen. 77:70 hatten die Göttinger geführt, gingen dann aber im Dreier-Hagel des Berliners Niels Giffey unter, der in der Crunch-Time den BGern drei Dreier einstreute.Berlins Trainer Sasa Obradovic, der sich wieder einmal wie ein Rumpelstilzchen am Spielfeldrand verhielt und in der 25. Minute sein obligatorisches technisches Foul bekam, hatte in der Startformation der Berliner überraschend der Ex-BGer Akeem Vargas aufgestellt. Vargas bedankte sich gleich mit einem Dreier zum 5:2 und drei Freiwürfen zum 8:5. die Anfangsphase war ausgeglichen, doch a der siebten Minute zogen die Gäste unaufhaltsam davon bis auf 29:16, ehe die BGer noch bis zum Ende des ersten Viertels auf 21:29 verkürzen konnten.

Kleinlich pfeifende Schiris

Kleinlich pfiff das Schiedsrichter-Trio, so dass BG-Center Raymar Morgen bereits in den ersten zehn Minuten mit drei Fouls belastet war. Und auch im zweiten Viertel hielten die Berliner den Zehn-Punkte-Vorsprung bis zum 36:26, ehe den Gastgebern dann in der Folgezeit ein 12:0-Lauf gelang und die erste Führung durch zwei Freiwürfe von Acha Njei zum 38:36. Bis zur Pause aber konnten die Berliner ein 50:45 in die Pause retten.

Anfang der zweiten Halbzeit versäumten es die Göttinger zu punkten. Ärgerlich insofern, als in dieser Phase die Berliner ebenfalls viele Fahrkarten schossen. In der 27. Minute kassierte Morgan bereits sein viertes Foul und musste fortan aufpassen, nicht das fünfte zu kassieren. Gegen die immer stärker werdende Defensive der BGer konnten sich die Berliner nicht entscheidend durch- und somit absetzen. Es blieb sehr eng, die Spannung stieg ins Unermessliche, zumal auch nach dem dritten Viertel beim 61:65 noch nichts entschieden war.

Mit einem Dreier brachte Alex Ruoff, mit 23 Punkten erfolgreichster Werfer auf dem Parkett, sein Team mit 66:65 in der 31. Minute wieder in Führung, die die BG bis auf sieben Punkte (77:70) ausbauen konnte.

Giffeys Dreier entscheiden

Alles sah nach einem Sieg der Göttinger aus, die Sensation war quasi zu spüren. Doch Niels Giffey hatte etwas dagegen, seine Dreier zum 76:79, zum Ausgleich von 79:79 und zur 84:81-Führung brachen den BGern das Genick. Als dann noch zehn Sekunden zu spielen waren, unterlief BG-Spielmacher Khalid El-Amin ein folgenschwerer Fehlpass, den die Berliner zum Schnellangriff nutzten. Vargas war es vorbehalten, diesen mit einem erfolgreichen Korbwurf zum 86:81-Endstand abzuschließen.

BG Göttingen unterliegt Berlin 81:86

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