82:51-Sieg gegen Wolfenbüttel: BG-Ladies bejubeln Platz eins

Diese Ehrenrunde hatten sie sich verdient: Mit BG-Fahnen und jeder Menge guter Laune feiern Top-Centerin Verdine Warner und ihre Mitspielerinnen samt Fans den 82:51-Sieg gegen Wolfenbüttel. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Jubel, Trubel, Heiterkeit und Heiserkeit sowohl bei den BG 74 Vielchen Ladies als auch bei den 650 begeisterten Zuschauern in der FKG-Halle! Gerade hatten die Göttingerinnen den bisherigen Spitzenreiter der zweiten Basketball-Bundesliga, das Wolfpack aus Wolfenbüttel, im letzten Spiel der Hauptrunde mit sage und schreibe 82:51 (42:27) geradezu aus der Halle gefegt und sich damit selbst an die Tabellenspitze katapultiert. Bereits am nächsten Samstag kommt es in den Playoff-Halbinalspielen zu den Begegnungen zwischen den Veilchen Ladies (20 Uhr, FKG-Halle) gegen die TG Neuss und Wolfenbüttel gegen die Osnabrück Panthers.

„Vor dem Spiel habe ich gehofft, dass wir mit 20 Punkten schon gern gewinnen wollen. Dass es dann aber 31 werden, ist unglaublich phantastisch“, meinte ein zufriedener BG 74-Trainer Giannis Koukos. Dabei begann sein Team nervös, lag schnell mit 3:6 hinten. Doch sehr schnell hatten die Gastgeberinnen ihre Nervosität abgelegt, gingen mit 7:6 nach fünf Minuten erstmals in Führung und gaben diese bis zur Schlusssirene, die im ohrenbetäubenden Lärm der euphorisierten Zuschauer unterging, nicht mehr ab.

BG 74 wie entfesselt

Bis zum Ende des ersten Viertels bauten die wie entfesselt aufspielenden Göttingerinnen diese Führung auf 23:13 aus. Das lag auch vornehmlich daran, dass sich zum einen die BG 74 immer wieder zweite Chancen erspielte, und sie zum anderen die Ex-BGerin Klaudia Grudzien sehr gut kontrollierte. Grudzien kam so auf nur elf Punkte. „Wir haben uns über eine solche Intensität der Göttingerinnen in der Defensive regelrecht erschrocken. Wir hatten in der Offensive auch keine Anspielstationen und erfolgreiche Antworten“, sah Grudzien den Hauptgrund der Wolfenbütteler Niederlage.

Auch im zweiten Viertel agierte die Defensive der BG 74 unglaublich konzentriert. Mit einem 9:0-Lauf zog Göttingen in der 14. Minute auf 32:13 davon und hielt diesen Vorsprung mit dem 42:27 konstant hoch. Da störte es auch nicht, dass BG 74-Centerin Verdine Warner nur eine Minute nach Beginn der zweiten Halbzeit ihr viertes persönliches Foul kassierte. In dieses dritte Viertel starteten die Gäste erfolgreich, kamen auf 42:33 heran. Dass das Wolfpack nicht noch weiter verkürzen konnte, lag daran, dass „wir einen Plan hatten, den jede unserer Spielerinnen optimal umgesetzt hat“, so Koukos. Und immer wieder fanden die Göttingerinnen die Lücken in der gegnerischen Defensive.

Das letzte Viertel begann mit einem erfolgreichen Dreier von Katarina Flasarova zum 65:47. Erst nach 36 Minuten kamen die Wolfenbüttelerinnen zu ihrem ersten Korb in diesen letzten zehn Minuten zum 49:75. Der Rest war Schaulaufen und eine Demonstration der Stärke der Veilchen Ladies in dieser Saison. So konnte Koukos dann auch zum Schluss die bisherigen „Bankdrückerinnen“ Lisa Ernst und Lia Kentzler einsetzen, ohne dass es einen Bruch im Spiel der BG 74 gab, die damit ihr erstes großes Saisonziel erreicht hatten – als Spitzenreiter in die Playoffs und das Heimrecht in allen entscheidenden Spielen. (gsd)

Von Walter Gleitze

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