83:92 - Pokal-Pleite für die BG Göttingen in Bonn

Mit 17 Punkten bester BG-Schütze: Göttingens Harper Kamp (r.) in einer Szene aus dem Heimspiel gegen Bonns Angelo Caloiaro. Links Tadas Klimavicius. Foto: Jelinek/gsd

Bonn. Die BG Göttingen braucht das Heimspiel gegen Mit-Aufsteiger Crailsheim am 12. April nicht zu verlegen. Nach einer 83:92 (37:52)-Pleite vor 3800 Zuschauern bei den Telekom Baskets Bonn ist sie an diesem betreffenden Sonntag nicht bei der Pokal-Endrunde („TOP Four“) in Oldenburg dabei.

Die Unterlegenheit gegenüber den Rheinländern war im Pokal-Qualifikationsspiel weitaus größer als zehn Tage zuvor bei den unglücklichen 65:66-Niederlage an gleicher Stelle. Der kleine Traum vom „Final Four“ – er war ziemlich schnell ausgeträumt.

Beide Mannschaften konnten gegenüber dem Meisterschaftsspiel komplett antreten: Die BG hatte Raymar Morgan wieder dabei, Bonn stand Benas Veikalas wieder zur Verfügung. Mit dem Dreier von Baskets-Spielmacher „Gino“ Lawrence fing das Match schon schlecht an für die Veilchen an. Nur 1:18 Minuten waren vorbei, als sich Morgan bereits sein zweites Foul eingehandelt hatte. Eine fast symptomatische Situation, denn auch in der Folge sollte wenig bis nichts für die Göttinger laufen. 10:4 nach drei Minuten, 15:7 nach 5:30 Minuten – da half auch David Godbolds „Buzzer-beater“-Dreier zum 10:15 wenig.

Baskets kontrollieren Spiel

Bonn agiert sehr konzentriert, zwang die Gäste zu Fehlern, ließ sie zudem kaum zur Entfaltung kommen. Wie schon gegen Tübingen blieb BG-Spielmacher Khalid El-Amin in der ersten Halbzeit blass und fast wirkungslos, Alex Ruoff kam im ersten Viertel zu keinem Punkt. So stand es zehn Minuten 29:20 für die Rheinländer. Die Göttinger fanden nie einem Scoring-Rhythmus. Bonn kontrollierte das Geschehen.

Kaum anders war es im zweiten Abschnitt. Die Bonner bauten ihren Vorsprung auf 37:24 aus, bekamen zudem die Pfiffe der Referees – im Gegensatz zu den Veilchen, denen in der Offensive aber auch die Kreativität fehlte. Wenn El-Amin schon einen absolut freien Dreier nicht trifft, war dies schon ein Zeichen. 41:26 nach einer Viertelstunde, 44:33 nach 18 Minuten und zur Pause beim 37:52 ein 15-Punkte-Rückstand – das war schon heftig und die Quittung für einen schwachen BG-Auftritt. Während Bonn 65 Prozent Zweier getroffen hatte, kam die BG lediglich auf 46 Prozent. Den Unterschied dokumentierte auch das Rebound-Verhältnis von 20:11 für die Baskets.

Auf verlorenem Posten

Auch nach dem Wechsel gingen die Pannen und das Pech weiter, die schließlich zu einer deftigen Pleite führten. Den Göttingern unterlief ein „Rückspiel“ – Ballbesitz Bonn und die nächsten zwei Dreier von Veikalas. 61:41 nach 23 Minuten, da war die Messe schon gelesen. Zumal die Baskets nun auch auf den Dreier-Geschmack gekommen waren! So stand die BG letztlich auf völlig verlorenem Posten gegen ein Bonner Team, das individuell den Göttinger klar überlegen war. Das letzte Viertel konnten die BGer zwar für sich verbuchen, doch am hochverdienten Sieg der Bonner gab es nichts zu deuteln. Den Unterschied zwischen den beiden Teams hatten letztlich auch die beiden Akteure ausgemacht, die im Punktspiel gefehlt hatten: Veikalas kam auf 26 Punkte (5 Dreier), Morgan nur auf 6 Zähler.

BG: Kulawick 5, Ruoff 15, Morgan 6, Spohr 8, Onwuegbuzie 4, Godbold 7, de Mello 3, Kamp 17, Njei 6, Boakye, El-Amin 8, Boykin 4.

Beste Bonner Werfer: Veikalas 26, Brooks 17, Klimavicius 15, Caloiaro 12, Mädrich 11. (gsd)

Von Helmut Anschütz

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